Frankfurt wird rot
Let´s move. Frankfurt ist eine Stadt, die immer in Bewegung ist. Deshalb war am Freitag eine Tour durch meinen Wahlkreis angesagt. Morgens um 7.00 Uhr. S-Bahn Station Mühlberg. Wir sind zu dritt, die Linken zu Zweit. Platz für die anderen, Sieg für die SPD. Vor der Freiherr-vom-Stein-Schule schreibe ich anschließend Autogramme. Lustiges Gefühl, die vielen Schülerinnen und Schüler, die sich nahezu einstimmig sehr eindeutig über Roland Kochs Bildungspolitik (”geht gar nicht!”) äußern. Nein, sie wollen etwas anderes, hier würde auch der nette Herr Banzer (warum denke ich bei dem immer irgendwie an Jabba the Hood?) keinen Stich machen. Sachsenhausen-Ost buche ich heute eindeutig Hochburg ab. Danach geht´s nach Oberrad, gemeinsam mit Rosi, Mini und Gerd besuchen wir Oberräder Geschäfte und verteilen Flyer und Give-Aways. Immer mit der eindringlichen Bitte “Gehen Sie am Sonntag zur Wahl.”
Um die Mittagszeit geht´s zum Schichtwechsel an die Hauptwache. Vorher hab ich für Michael und seinen Kumpel schnell acht Liter Kleister angerührt. Die Störer “Erststimme Petra Tursky-Hartmann” und “Wer nicht wählt, wählt Koch” müssen heute auf unsere 120 Plakate im Stadtteil. Ob ich die Kleistereimer in meinem Badezimmer nächste Woche vermisse? Keine Ahnung, in diesem Wahlkampf bleibt null Zeit für sentimentale Momente. Andrea und Gernot warten, ich soll sie mit Turgut am SPD-Infostand ablösen. Ich verspreche Christa und Inge, den beiden Mitarbeiterinnen vom SPD-Geschäftsführer Andreas von Heusinger, einen kalten Hund, wenn das alles vorbei ist. Die beiden haben hier bei Eiseskälte tapfer für die SPD gefroren. Und ich bin wirklich keine super Hausfrau. Aber Kalter Hund, Frikadellen und Spaghetti bekomm´ ich im größten Stress immer noch hin.
Die Uhr tickt unerbittlich. Michael kommt zur Ablösung, denn ich muss um 15.00 Uhr in Goldstein an der Straßenbahnhaltestelle sein. Dort wartet meine Mitstreiterin Marion von der Goldsteiner SPD schon auf mich. In der 12 habe ich 20 Minuten Zeit für einen Blick durch die Wahlkampfberichterstattung und die Kommentierung von Thorstens Einsatz im kürzesten Wahlkampf seit der Gründung der Bundesrepublik.
Hausbesuche in der Altenwohnanlage mit Flyern und Kugelschreiber stehen auf dem Terminplan. “Prima”, sagt eine ältere Dame, “den kann ich fürs Kreuzworträtsel gut gebrauchen”. Wir geben Tipps, was zu tun ist, wenn die Wahlbenachrichtigungskarte nicht zugeschickt wurde. “Ja, kein Problem, einfach mit Personalausweis wählen gehen”. Erneut das Gefühl, ich würde gerne mal die Zeit anhalten, um mit der ein oder anderen Dame, die uns erfreut die Tür öffnet, zu plaudern. Geht aber nicht, denn um 19.30 Uhr steht der Neujahrsempfang des Sachsenhäuser Vereinsrings im Südbahnhof auf dem Plan, und ab 21.00 Uhr sind Michael Engel und ich mit Gummibärchen und Flyern in Alt-Sachsenhausen unterwegs.
Und wieder ein großes Hallo,”TSG” ist bei jungen Leuten absolut angesagt. “Der hat den Koch im Internet schon geschlagen!” lacht einer. “Helft mit, dass es am Sonntag im realen Leben auch klappt”, fordere ich ihn auf. Viele lachen “eh, mal einen lebenden Politiker, wie cool ist das denn?” Aber auch kritische Fragen, nach Andrea Ypsilanti, warum wir es nicht gepackt haben, oder auch der ein oder andere, der komplett abwinkt. Um Mitternacht machen wir Feierabend in Armins Weinstube. Er selbst ist Offenbacher, aber wir dürfen die restlichen Flyer und Bierdeckel “Die SPD hat die Studiengebühren abgeschafft”, bei ihm auf der Theke liegen lassen. Samstag ist schließlich auch noch ein Tag. Frankfurt wird wieder rot, denke ich, als wir zufrieden nach Hause trotten.
Tags: Flyer, Roland Koch, Sachsenhausen, SPD, Straßenwahlkampf, Thorsten Schäfer-Gümbel, TSG









Januar 17th, 2009 um 11:09
Hallo Frau Tursky-Hartmann,
was für ein Wahlkampfpensum! Dass Sie abends so gut gelaunt sind, liegt wohl an der tatsächlichen Wahrnehmung, dass wir Hessen im Grunde einen Politikwechsel wollen
Was mir gut gefallen hat, war Ihre einzige “eindringlichen Bitte ‘Gehen Sie am Sonntag zur Wahl.’”
Unter diesem Aspekt konnte ich noch 2/3 der Flyer unter jungen Leuten verteilen und ein paar Gespräche führen (auch zur Y-Frage).
[der nette Herr Banzer - göttlich :-)]
Gruß, René
Januar 17th, 2009 um 21:52
Hallo Frau TH
wo war am Samstag die SPD? Sachsenhausen. CDU, FDP, Grün. Von der SPD keine Spur. Also ab in die Innenstadt. Das selbe Bild.
Na ja, die 5 Tage Woche hat die SPD ja eingeführt.
Bin dann nachmittags zur Anschlusskundgebung. Ein optimitischer Wahlverein sieht jedenfalls anders aus. TSG macht seine Sache gut. Y hat noch immer nicht verstanden. Sie ist out. Selbst in ihrer Partei wird inzwischen offen darüber geredet.
Ihre Rede war auch mager. Bildung die nicht kostet wird auch nicht wertgeschätzt.
Januar 18th, 2009 um 03:29
Also wenn hier schon übergewichtige Menschen auf übelste Weise diskriminiert werden (was ich ehrlich gesagt für armselig halte, schließlich hat grad die SPD dieses Antidiskriminierungsgesetz mit auf den Weg gebracht), dann machen Sie es bitte richtig. Es heißt nämlich:
‘Jabba The Hutt’ bzw. ‘Jabba der Hutte’ - falls Sie dieses schneckenähnliche Geschöpf aus Star Wars IV meinen.
Ansonsten könnte man meinen, Jabba the Hood ist ein Rödelheimer Homie.
Herr Banzer muss sich sowas eigentlich nicht gefallen lassen.
Und hier ein nettes Zitat von Dieter Nuhr:
http://www.youtube.com/watch?v=_offz6g8gvw
Hilft ungemein !
Januar 18th, 2009 um 15:07
@Andreas
Sie konnten mich am 17. Januar an folgenden Infoständen im Landtagswahlkreis 37 (Frankfurter Süden/Flughafen) treffen:
• ab 8.30 Uhr am Infostand der SPD-Goldstein vor der Bäckerei Beringer im Tannenkopfweg
• von 10.00 – 11.00 Uhr am Infostand der SPD Schwanheim in Alt-Schwanheim vor der dm-Drogerie
• von 11.15 – 12.00 Uhr am Infostand der SPD Niederrad auf dem Wochenmarkt in der Bruchfeldstrasse
• von 12.15 – 13.00 Uhr am Infostand der SPD Sachsenhausen am Lokalbahnhof
Außerdem gab es einen weiteren Infostand der SPD Sachsenhausen von 10.30-11.30 Uhr am Tengelmann in der Stresemannallee / Ecke Mörferlder Landstrasse.
Also die SPD Sachsenhausen war präsent.
mfg
PTH
Januar 18th, 2009 um 15:10
@ Herr Thaler
Sie unterstellen mir leider etwas, was ich nicht gesagt habe. Wenn Sie sich Zeit nehmen, meinen Beitrag zu lesen. Und vielen Dank für die richtige Schreibweise, es muss natürlich Jabba the Hutt heißen.
mfg
pth