Kommentare zu: “Bitte machen Sie, was Sie wollen!” http://blogs.hr-online.de/wahl2009/2009/01/16/bitte-machen-sie-was-sie-wollen/ Hinter den Kulissen Fri, 16 Oct 2009 17:45:17 +0000 http://wordpress.org/?v=2.6.3 Von: Nikolaus Sieben http://blogs.hr-online.de/wahl2009/2009/01/16/bitte-machen-sie-was-sie-wollen/#comment-142 Nikolaus Sieben Fri, 16 Jan 2009 12:52:59 +0000 http://blogs.hr-online.de/wahl2009/?p=549#comment-142 Für einen nicht wahlberechtigten Nicht-Hessen wie mich, der sich dennoch natürlich einer politischen Heimat zugehörig fühlt, stellt sich die Lage vor der erneuten Hessenwahl ziemlich bizarr dar. Die Wahl wird offenbar nicht - wie beim letzten Mal Anfang 2008 und wie es eigentlich auch immer sein sollte - nach der von den Wählern so wahrgenommenen Bilanz der Regierung entschieden (Ergebnis war damals unleugbar die Abwahl des Amtsinhabers), sondern unter weitgehender Ausblendung politischer Inhalte vornehmlich auf Grund des Erscheinungsbildes der eigentlichen Wahlgewinnerin (SPD mit Ypsilanti) nach einem Wortbruch und während und nach der letztlich gescheiterten Regierungsbildung. Man kann nur ahnen, in welchem Gemütszustand die große Zahl hessischer Wähler, die Koch abgewählt haben, sich zur Zeit fühlen müssen, wenn sie erkennen, wie ein wegen seiner früheren Finanzaffären schwer belasteter Politiker gleichsam wie Phönix aus der Asche am Sonntag als Wahlgewinner in die Kameras lächeln darf. Leider berücksichtigt unser Wahlsystem (zurecht?) ja die Nichtwähler nicht, so dass bei zu erwartender Mobilisierung der konservativ-liberalen Wähler bei gleichzeitigem Wahlfrust des "linken" Lagers und insgesamt geringerer Wahlbeteiligung als 2008 die prozentualen Gewinne dem "brutalstmöglichen Aufklärer" eine dritte Amtszeit bescheren wird. Hessen vorn? Die Mehrheit der hessischen Wähler hat das 2008 verneint, warum nicht jetzt auch? Für einen nicht wahlberechtigten Nicht-Hessen wie mich, der sich dennoch natürlich einer politischen Heimat zugehörig fühlt, stellt sich die Lage vor der erneuten Hessenwahl ziemlich bizarr dar. Die Wahl wird offenbar nicht - wie beim letzten Mal Anfang 2008 und wie es eigentlich auch immer sein sollte - nach der von den Wählern so wahrgenommenen Bilanz der Regierung entschieden (Ergebnis war damals unleugbar die Abwahl des Amtsinhabers), sondern unter weitgehender Ausblendung politischer Inhalte vornehmlich auf Grund des Erscheinungsbildes der eigentlichen Wahlgewinnerin (SPD mit Ypsilanti) nach einem Wortbruch und während und nach der letztlich gescheiterten Regierungsbildung. Man kann nur ahnen, in welchem Gemütszustand die große Zahl hessischer Wähler, die Koch abgewählt haben, sich zur Zeit fühlen müssen, wenn sie erkennen, wie ein wegen seiner früheren Finanzaffären schwer belasteter Politiker gleichsam wie Phönix aus der Asche am Sonntag als Wahlgewinner in die Kameras lächeln darf. Leider berücksichtigt unser Wahlsystem (zurecht?) ja die Nichtwähler nicht, so dass bei zu erwartender Mobilisierung der konservativ-liberalen Wähler bei gleichzeitigem Wahlfrust des “linken” Lagers und insgesamt geringerer Wahlbeteiligung als 2008 die prozentualen Gewinne dem “brutalstmöglichen Aufklärer” eine dritte Amtszeit bescheren wird. Hessen vorn? Die Mehrheit der hessischen Wähler hat das 2008 verneint, warum nicht jetzt auch?

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Von: Holger Harms http://blogs.hr-online.de/wahl2009/2009/01/16/bitte-machen-sie-was-sie-wollen/#comment-137 Holger Harms Fri, 16 Jan 2009 10:36:45 +0000 http://blogs.hr-online.de/wahl2009/?p=549#comment-137 Sehr geehrte Frau Tursky Die von Ihnen oben angesprochenen Themen ( Börse und der Popanz um den vermeintlichen Sieg beim Flughafengerichtsentscheid ) interessiert leider niemanden. Es sind die falschen Themen. Die Wahl ist ohnehin schon gelaufen aus folgendem Grund : Selbst qwenn die CDU noch von derzeit 41% auf wieder 36 % ab- rutscht und die SPD die 30% knacken sollte wird es locker für Kochs CDU reichen, denn : Aufgrund der desaströsen Lage der SPD wird es der CDU nach 2003 in Hessen gelingen fast 49 Direktmandate zu holen, womit auto- matisch auch 49 Sitze der CDU ( inkl. Überhangmandate ) zufallen, selbst wenn nach 2.Stimmenanteil ihr "nur" 42 zustehen würden. Zusammen mit lediglich 12 Sitzen der FDP ( ich tippe eher auf 17 ) wird dies dann locker zu Mehrheit reichen. Es ist also völlig wurscht, wo die CDU zwischen 30% und 40% landen wird, da die SPD fast alle Wahlkreise ( bis auf 6 Betonrote rund um Kassel ) verlieren wird. Diesmal entscheidet die 1.Stimme diese Hessenwahl ! Daher gibt es auch vermehrt unter der Hand verschieden Aufrufe auf komunaler Ebene unter CDU/FDP Wählern der FDP die 2.Stimme zu geben, da eine CDU-Stimme unter 42% Gesamt- ergebnis ( 49 Sitze ) ohnehin "verschenkt" wäre. Ich tippe aufgrund der ganz aktuellen Zweitstimmenkampagne der CDU für die FDP mit etwa 38% CDU, 27% SPD und 15 % FDP. Der Rest ist völlig wurscht, da dann CDU und FDP weit über 60 Sitze bekommen werden. Die Mehrheit würde dann statt bei 56 bei ca. 58-59 Sitzen liegen. Wie gesagt, diesmal ist die Erststimmenauszählung entscheident. Das Gesamtergebnis ( 2.Stimmen ) ist eigentlich unerheblich. Auch ob mit oder ohne Linke ist diesmal nebensächlich. Die SPD verliert den Wahlkampf in den Wahlkreisen nach 1.Stimmen. Ich wünsche allen einen schönen Wahlsonntag. Holger Harms, Ginsheim Sehr geehrte Frau Tursky
Die von Ihnen oben angesprochenen Themen ( Börse und der Popanz
um den vermeintlichen Sieg beim Flughafengerichtsentscheid )
interessiert leider niemanden. Es sind die falschen Themen.

Die Wahl ist ohnehin schon gelaufen aus folgendem Grund :
Selbst qwenn die CDU noch von derzeit 41% auf wieder 36 % ab-
rutscht und die SPD die 30% knacken sollte wird es locker für
Kochs CDU reichen, denn :

Aufgrund der desaströsen Lage der SPD wird es der CDU nach 2003 in Hessen gelingen fast 49 Direktmandate zu holen, womit auto-
matisch auch 49 Sitze der CDU ( inkl. Überhangmandate ) zufallen,
selbst wenn nach 2.Stimmenanteil ihr “nur” 42 zustehen würden.
Zusammen mit lediglich 12 Sitzen der FDP ( ich tippe eher auf 17 )
wird dies dann locker zu Mehrheit reichen.

Es ist also völlig wurscht, wo die CDU zwischen 30% und 40% landen
wird, da die SPD fast alle Wahlkreise ( bis auf 6 Betonrote rund um
Kassel ) verlieren wird.
Diesmal entscheidet die 1.Stimme diese Hessenwahl !

Daher gibt es auch vermehrt unter der Hand verschieden Aufrufe
auf komunaler Ebene unter CDU/FDP Wählern der FDP die
2.Stimme zu geben, da eine CDU-Stimme unter 42% Gesamt-
ergebnis ( 49 Sitze ) ohnehin “verschenkt” wäre.

Ich tippe aufgrund der ganz aktuellen Zweitstimmenkampagne der
CDU für die FDP mit etwa 38% CDU, 27% SPD und 15 % FDP.
Der Rest ist völlig wurscht, da dann CDU und FDP weit über 60
Sitze bekommen werden. Die Mehrheit würde dann statt bei 56
bei ca. 58-59 Sitzen liegen.

Wie gesagt, diesmal ist die Erststimmenauszählung entscheident.
Das Gesamtergebnis ( 2.Stimmen ) ist eigentlich unerheblich.
Auch ob mit oder ohne Linke ist diesmal nebensächlich.

Die SPD verliert den Wahlkampf in den Wahlkreisen nach 1.Stimmen.

Ich wünsche allen einen schönen Wahlsonntag.
Holger Harms, Ginsheim

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