Schichtwechsel in Hessen

Es ist 6.00 Uhr morgens, es ist vor der Rolltreppe zur S-Bahn-Station nur zugig aber nicht so megakalt wie draußen, und ich verteile mit Wolfgang, Rudolf und Peter von der SPD-Betriebsgruppe am Frankfurter Flughafen Flugblätter. Frank und Ulf haben das härtere Los gezogen, die stehen draußen vor Tor 3, zwischen Diesel- und Nebelschwaden und mobilisieren mit der neusten START-Ausgabe für TSG.  Um acht geht´s via Skytrain und aufgehender Sonne über dem Vorfeld zum Aufwärmkaffee in die Kantine, und ich bekomme bei Nutella-Brötchen (lecker!) und Milchkaffee Infos aus erster Hand der Kollegen zum Thema Ausgliederung der Bodenverkehrsdienste.

Thorsten Schäfer-Gümbel war schon vergangene Woche am Flughafen gewesen und hat gegen die Ausgliederung der mehr als 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste protestiert. Wenn man den direkten Einfluss auf einen der größten Arbeitgeber in Hessen behalten will, müssen die Anteile des Flughafens mehrheitlich in öffentlicher Hand bleiben. Ist meine Meinung und die meiner Partei. Da das Land Hessen Miteigentümer der Fraport ist, müssen ”in Zeiten wie diesen” drohende Gehaltseinbußen bei den Beschäftigten verhindert werden. Ansonsten kann Roland Koch sich den Wahlklamauk mit den Arbeitsplätzen auf seinen Plakaten sparen. Schon bei der versprochenen Landesgesellschaft für Fluggastsicherheit hat der geschäftsführende MP versagt, weil er sich nicht gegen Bundesinnenminister Schäuble (CDU) durchsetzen konnte.

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2 Antworten zu “Schichtwechsel in Hessen”

  1. Rudi@spd-flughafen Meint:

    Petra,
    das Koch mit der Landestochter rumgespielt hat, ist Schnee vom letzten Jahr - auch kurz vor der Wahl als Besänftigungskissen fallen gelassen für etwa 3.000 von Umverteilung in private Sicherheitsbilliganbieter Bedrohte von Fraport-Firmen - sind immer auch genügend potentielle CDU-Wähler dabei bei den Ordnungskräften. Aber er hat eignetlich nicht versagt, sondern lediglich gekniffen. Und zwar deshalb, weil das Prozeßrisiko - also die Chance in den Verfahren wegen der Klagen der Airlines und hier maßgeblich der Lufthansa zu unterliegen und den die Schadensersatz aus der Landeskasse zahlen zu müssen - natürlich nicht beim Bundesinnenminister geblieben wäre. Beim Kneifen hat er also auch noch gewonnen - und wenns mehr publik geworden wäre, hätte Schäuble im Eisregen gestanden. Ich bin sicher, diese “Cleverness” kreidet man ihm in seinen Wählerkreisen auch noch hoch an.

    Vielen Dank nochmals für Deinen Kälteeinsatz.
    Und wir sollten Anke Oldewage für den nächsten Wahlkampf wirklich einmal um wärmeres Wetter bitten…

  2. Klaus-Peter Meint:

    Komisch - Kai Klose hat von Twitter aus hierher verlinkt…
    Irgendwie kriegt er das nicht auf die Reihe…