Wahlkampf 2.0

Der Start in den neuen Tag fiel heute etwas schwerer, nachdem es am gestrigen Abend im Nachgang zu einer tollen Aktion mit Silke Lautenschläger im “Wehener Schloss” ein bisschen später wurde.

Gemeinsam mit Silke Lautenschläger, die im Wahlkampfbus unterwegs war und in meinem Heimatort Halt gemacht hat, habe ich gestern Bier gezapft und gekellnert. Das “Wirtshaus im Schloss” war voll, die Gäste aufgeschlossen und immerhin 250 € konnten wir für Bärenherz Wiesbaden sammeln.

Das ist eine schöne Veranstaltungsform. Sie gibt Gelegenheit, in ungezwungener Atmosphäre, Gespräche an den Tischen, die man bedient, zu führen. Selbstverständlich wurde auch hier das Thema “Nichtraucherschutz” kontrovers diskutiert.

Jetzt sind es noch 12 Tage und die Wahlkampfmaschinerie läuft. Druckwerke sind in Auftrag, Veranstaltungen und die Tour durch den Wahlkreis sind geplant.

In einem Flächenwahlkreis sind auch noch größere Fahrtzeiten zu planen, die optimiert sein wollen.

Mit 150 Mio. Euro will Roland Koch in den kommenden Jahren eine “flächendeckende DSL-Versorgung” auch im ländlichen Raum erreichen. Diese Nachricht lief heute Morgen im Radio. Ein gutes Signal für die fast 100 Ortschaften und Stadteile in den 8 Städten- und Gemeinden des Untertaunus. Hier gibt es noch einige weiße Flecken in der Breitbandversorgung. Die zu stopfen wäre ein großer Gewinn für unsere Region.

Gleich kommt Jürgen Banzer zu einem Gesprächstermin bei der Lernenden Netzwerkregion in Taunusstein. Heute Abend freue ich mich auf die erste Wahlveranstaltung mit Wolfgang Bosbach in Idstein.

Es bleibt spannend.

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3 Antworten zu “Wahlkampf 2.0”

  1. Pit Harder Meint:

    “Liebes Tagebuch. Heute habe ich gelernt, das DSL auch in ländlichen Regionen wichtig ist. Darum muss man da was machen. Und Bierzapfen und Kellnern verwickelt einen in Gespräche. Das hab ich allerdings letztes Jahr schon - liebes Tagebuch - während meines Studiums gelernt, als ich in einer Kneipe arbeiten musste, um meine Studiengebühren zu bezahlen.

    Und weil ich täglich, immer kurz bevor ich einschlafe, mein Tagebuch befülle: Liebes Tagebuch, sei nicht traurig, dass meine Nachrichten von heute gähnend langweilig sind und eigentlich gar nicht zum Gespräch einladen. Ich versprech Dir: Es bleibt so spannend. Wenn nicht hier im Wahlkampfblog, dann zumindest draussen vor der Tür.”

    Herr Beuth: Gibt’s noch was Interessantes zu berichten?

  2. Christian Meint:

    Ich war gestern dabei und es war eine super Aktion, außerdem finde ich es gut, wie Herr Beuth aus der Ich-Perspektive schreibt. Immerhin ein Politiker zum Anfassen, der sich nicht zu schade ist für einen guten Zweck auch mal anzupacken.

    Und zu dem Thema “liebes Tagebuch”, das macht doch einen Blog aus, aktuell über die Erfahrungen und Impressionen aus dem Wahlkampf und dem Erlebten zu berichten, nicht wie z.B. Frau Wissler, die sich ihre Texte offensichtlich schreiben lässt.

    Peter Beuth was hast du heute erlebt? Ich bin gespannt!

  3. Claus Tilgner Meint:

    Wir schreiben das Jahr 2009 - ein kleines hessisches Kaff im Untertaunus hat noch kein DSL. Da müssen wir was tun, die einhellige Meinung - schließlich könnten diejenigen mit Erstwohnsitz oder Wochenendhäuschen im Untertaunus ja die weiten Wege in ihre Chefetage, Vorstandsbüros und Geschäftsführertempel sparen und sogar noch richtig Zeit mit der Familie am Wochenende verbringen, wenn sie dort DSL hätten und dann ihre Geschäfte von zuhause abwickeln könnten.
    Na, dafür machen wir doch auch gerne mal 100 Millionen Euro locker, um diese weißen Flecken zu beseitigen und den kleinen Bürger einzuseifen. Tsja, schade das niemand sich so recht damit auskennt. Weil dann wüsste man, daß man die weißen Flecken zum Bruchteil der Kosten mit WLAN hätte lichten können. Warum muss eigentlich das Land Hessen für solche Späße aufkommen, ist die Investitionspflicht nicht bei den Netzbetreibern bzw. zahlt nicht der Bund für den Infrastrukturausbau von Telekommunikationsdiensten? Moment mal, da gab es doch eine Behörde - richtig: Die Bundesnetzagentur…

    Naja, bei so schönem Winterwetter und viel Schnee kann man den Gegenüber auch schön einseifen. Genauso wie den Studenten, der demnächst wieder Studiengebühren zahlen muss. Um was wollen wir wetten, daß dann niemand von der CDU etwas von “Wortbruch” wissen will? Schließlich hat man was fürs Sommersemester 2009 versprochen, aber vom Winter 2009/2010 hat niemand was gesagt. Tsja, da denkt man, das diese Nacht mit -20°C schon kalt wäre, der nächste Winter wird für viele viele Familien in Hessen mit studierender Nachkommenschaft noch viel kälter… von den Wohnklos der sogenannten “Langzeitstudenten” ganz zu schweigen, die dann sehen können, wie sie die wahnwitzigen Gebühren wieder auftreiben können. Ja genau, die 900€ Gebühren+50€ Verwaltungsbeitrag+250€ Studentenwerkbeitrag, die im Landeshaushalt versickerten und nicht an der Uni für Luxuskaffeemaschinen (naja, italienische Heißgetränke wärmen im Winter wenigstens) verpulvert wurden. Oder für so super Einseif-Geschenke für Erstsemester wie Sweatshirts, Umhängetaschen, Kulis und anderen Tand, mit dem man mit buntem Logo zeigen darf, das man zahlendes Mitglied des Uniclubs ist.

    Tsja, 100 Millionen (Pesos?), damit Hessen DSL hat. Toll ! Wie wären 100 Millionen, damit Hessen Nachwuchsingenieure hat, die schonmal den Nachfolger von DSL2+ entwickeln? Die wachsen nicht auf Bäumen, das sind diejenigen, die die fehlenden 100 Millionen dann über fünf Ecken wieder demnächst als Studiengebühren abdrücken dürfen…

    Ach, Herr Beuth, in den hessischen Unistädten gibts interessantes zu berichten, kommen Sie doch mal zu uns!