Quasipresseschau 247

Mittwoch, Dezember 9th, 2009

  • Nullsummenspiel zwischen Frankfurt, Washington, Berlin und Rüsselsheim
    Musste man früher mühsam von Hand den Reichtum zu sich selbst hin umverteilen, helfen einem heute sogar schon Regierungen dabei. Während die Vereinigten Staaten sich dabei schon als recht kompetent erweisen, muss Deutschland noch dazulernen.
  • Die Waldorfschulen informieren
    Heute: Die Johannes-Schule Berlin.
  • Was es mit Vampir-Mythen wirklich auf sich hat
    Blutsauger haben Konjunktur, vor allem seit Stephenie Meyers Biss-Saga “Twilight” erschien – und auch noch mit Mädchenschwarm Robert Pattinson verfilmt wurde. Über historische Vampir-Mythen, aktuelle Subkulturen und die Erotik der Blutsauger sprach Morgenpost Online in Berlin mit dem Kriminalbiologen, Vampirforscher und Kolumnisten Mark Benecke.
  • “Verstoß gegen Menschenrechte”
    Das Minarettverbot ist ein Zeichen dafür, dass sein Heimatland durch den Wind ist, sagt der Publizist Roger de Weck. Die Schweizer hätten zwar scharfen Sinn für Demokratie, aber kaum für den Rechtsstaat.
  • Hat ein Taxifahrer den Irak-Krieg verursacht?
    Peinliche Enthüllung zum Beginn des Irak-Kriegs: Tony Blair genügte angeblich das Gerede eines irakischen Taxifahrers, um den Einmarsch zu rechtfertigen.
  • Die Leugner-Industrie
    Tricksen, Täuschen, Schmieren. Die Lobby der Klima-Skeptiker arbeitet mit ganz unsauberen Mitteln. George Monbiot hat dafür eine ganze Reihe von Beispielen gesammelt
  • Wer arbeitet, ist gut – wer viel arbeitet, ist besser
    Workaholics, die ihre Anstellung verlieren, fallen ins Bodenlose – oder stürzen sich ohne Atempause in die nächste Aufgabe. Manchen aber gelingt der Absprung in ein Leben, das nach und nach wieder ins Lot kommt.
  • Das große Hartz-Theater
    Doku-Soaps aus dem Problemmilieu gewinnen Zuschauer, seit die Personen und ihre Konflikte frei erfunden sind.
  • Die Kritische Theorie der Frankfurter Schule: Marx für heute
    Der so genannte „real existierende Sozialismus“ machte offensichtlich, dass die Marxsche Theorie nicht wirklich in die Realität umgesetzt wurde, aber auch, dass viele ihrer Annahmen und v. a. ihrer Prognosen falsch waren. Doch muss damit nicht die ganze Theorie falsch und ablehnenswert sein. Aber sie braucht eine Aktualisierung. Die klassische Marxsche Theorie ist nicht für alle Seiten gültig, sie ist geschichtlich eingebettet, was ja ihre Schöpfer auch nie bestritten haben.
  • Religionen sind Parawissenschaften
    Martin Mahner [...] bietet in der aktuellen Ausgabe 4/09 des Skeptiker eine neue Definition von „Parawissenschaften“ an. Unter diese Definition würden nun auch Religionen fallen.
  • Der Student, der niemals lebte
    An der TU Darmstadt hat ein Student namens Fritz Filter sein Architekturdiplom bestanden. Das einzige Problem: Er existiert nicht.
 
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Quasipresseschau 246

Mittwoch, September 16th, 2009
  • Wer arm ist, stirbt früher
    Ein Jahrhundert hat daran nicht viel verändert, selbst die Wohnorte sind gleich geblieben, so ein britischer Wissenschaftler
    Obwohl die Lebenserwartung im Laufe der letzten 100 Jahre drastisch höher wurde und Sterblichkeit in jungen Jahren ebenso drastisch zurückgegangen ist, während die Gesundheitsversorgung besser wurde und Wirtschaft und Gesellschaft sich stark verändert haben, hat sich an dem Zusammenhang zwischen Armut und geringerer Lebenserwartung selbst wenig geändert.
  • Atomstrom ist teuer
    Sie war einer der wenigen Aspekten im Fernsehduell von Merkel und Steinmeier, in denen die Positionen der beiden Kontrahenten weit auseinander gingen: die Atomenergie. Weil auch in Kommentaren in diesem Blog immer wieder das Argument zu lesen ist, dass wir ohne deutsche Atomkraftwerke billigen Atomstrom aus Frankreich importieren würden, möchte ich an dieser Stelle noch einmal klarstellen: Atomstrom ist verdammt teuer.
  • Rückgratfreier Diskurs
    Als zwei ursprünglich von der Tagung ausgeschlossene chinesische Autoren eine Erklärung abgaben, verliess an einem Symposium der Frankfurter Buchmesse die offizielle Delegation Chinas den Saal. Nachdem der Veranstalter sich dafür entschuldigt hatte, kehrte die Delegation zurück – um fortan im wesentlichen die Regie zu führen.
  • Die deutsche Leihwirtschaft
    Um zu wissen, was uns bevorsteht, kann ein Blick zurück helfen. Was liegt näher, als Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt der vergangenen Jahre endlich einmal zur Kenntnis zu nehmen? Die Politik tut es kaum.
  • Gravitationswellen messen mit einem Teleskop aus Sternen
    Gravitationswellen sind Wellen in der Raumzeit selbst. Der Raum selbst beginnt zu schwingen. Wir sind uns ziemlich sicher, dass es sie gibt. Einsteins allgemeine Relativitätstheorie sagt ihre Existenz voraus und Messungen an Pulsaren zeigten indirekt, dass es sie wirklich gibt. Bis jetzt ist es aber (vermutlich) noch nicht gelungen, diese Wellen direkt zu beobachten.
    Mit einem gewaltigen “Observatorium”, so groß wie unsere Milchstrasse und zusammengesetzt aus vielen Sternen soll sich das bald ändern.
  • Kriminalisierung gescheitert
    Auch der letzte Prozeß gegen einen Berliner G-8-Gegner endet mit Einstellung aus Mangel an Beweisen
  • Grund zum Heulen?
    Germanisten und Philosophen haben es heute in der Arbeitswelt schwerer als andere Akademiker. Wie Geisteswissenschaftler trotzdem glücklich werden können.
  • Feindwahlkampf
    “Das Volk gegen links” ist das Motto, seit 1949. Sechzig Jahre dumpfer Antikommunismus, ursprünglich von den Altnazis in der CDU angeführt, heute Einheitsstrategie von “Mitte” bis rechtsradikal.
  • Handgepäck des Großstadtnomaden: Der Rucksack
    Es war etwa Mitte der Achtziger Jahre, als die einflußreiche In-Group meiner selbsternannten Eliteschule mir in gewohnter Herablassung bedeutete, daß dieser Schulranzen jetzt aber wirklich indiskutabel sei und durch etwas weniger Peinliches ersetzt werden müsse.
  • Blaukraut bleibt Blaukraut und Grauhemd ist Blauhemd!
    Was sich seit dem Wochenende abspielt, ist für mich ein Lehrstück darüber, wie Meinung gemacht werden kann, wenn man geschickt genug ist. Wie stark Vorurteile und vorgefasste Meinungen sein können, wie sie wirken. Und es zeigt auch, wie Journalismus teilweise funktioniert, wie er zumindest heutzutage funktioniert…
  • Ein Gespenst geht um in Deutschland
    An dieser Stelle wird es Zeit, uns von Weimers geistigen Ausscheidungen zu verabschieden und einmal grundsätzlich darüber nachzudenken, wie es eigentlich um die LINKE und die SED-Vergangenheit bestellt ist.
 
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Quasipresseschau 245

Donnerstag, September 10th, 2009
  • Sind wir ohne Moral die besseren Menschen?
    Interview mit Michael Schmidt-Salomon
  • Das Volkskraftwerk
    Lichtblick und VW wollen den Energiemarkt umkrempeln. Mit ihrer Idee könnten 100.000 Wohnhäuser zu Kraftwerken werden. Was passiert wenn sich gegensätzliche Unternehmen zusammentun
  • Helmut Markwort, Faktenschwänzer
    „Focus”-Chefredakteur Helmut Markwort hat ein erstaunlich flexibles Verhältnis zur Wahrheit und der Notwendigkeit, ihr zu ihrem Recht zu verhelfen.
  • Nein, mehr gibt es nicht
    In Deutschland sind die Steuern der Wohlhabenden längst nicht so hoch wie gern behauptet – dafür wächst die Armut. Eine kleine Zahlenreise durch eine Gesellschaft, die aus den Fugen gerät.
  • Was sind Dimensionen?
    Das Wort “Dimension” ist hier in meinem Blog schon öfters aufgetaucht. Bis jetzt meistens im Zusammenhang mit diversen esoterischen Vorstellungen: “Aufstieg in die vierte Dimension”, “Übergang in die fünfte Dimension”, usw.
  • Hartz IV ist besser als Solms I
    Das liberale Bürgergeld erweist sich als Mogelpackung. Hartz IV verschlimmbessert.
 
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Quasipresseschau 244

Donnerstag, September 3rd, 2009
  • „Bild“ und Althaus gescheitert
    Das war für mich die beste Nachricht am vergangenen Sonntag: dass die Wähler in Thüringer sich massenhaft von Dieter Althaus abwandten. Ich habe selten etwas so Schäbiges erlebt wie den Versuch dieses CDU-Ministerpräsidenten, den von ihm verursachten Ski-Unfall, bei dem eine Frau ums Leben kam, für sich zu instrumentalisieren.
  • Reise in den Evangelikalen Märchenwald
    Ungefähr dreißig Augenpaare beobachten skeptisch, wie ich mich auf den Weg mache, diese Parallelwelt wieder zu verlassen, in der Wunschdenken, vermeintliche Realität, angebliche historische Fakten und sprachliche Verwirrungstaktiken ein geschlossenes Denkgebäude bilden: den christlichen Glauben.
  • Populismus auf der Zielgeraden
    Für eine Politikerin, die selbst inmitten der größten Krise des Finanzkapitalismus seit den 1930er-Jahren unverdrossen an den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft festhielt, die in engagierten Reden und Interviews den Schutz von Eigentum und Privatautonomie zum höchsten Gut stilisierte, sind das wahrlich unerhörte Töne. Und unverständliche obendrein
  • Eis ohne Wiederkehr
    Vor 130 Jahren durchsegelte der erste Mensch die Nordostpassage. Heute folgt eine schwedische Expedition den Spuren Nordenskjölds – und macht erschreckende Beobachtungen.
  • Deutsche Banken gut im Geschäft mit Steueroasen
    Über Tochtergesellschaften und Stiftungen machen deutsche Banken Geschäfte mit fast allen Steuerparadiesen der Welt. Selbst ein staatlich gestütztes Institut ist dabei
  • Die Klassenfrage
    Sitzenbleiber kosten das Schulsystem jährlich eine Milliarde Euro. Zudem zeigen Studien, dass Wiederholer nicht einmal ihre Leistung steigern. Trotzdem halten Lehrer an der Sanktion fest.
  • Sitzenbleiber bringen bessere Leistungen
    Als Schüler eine Klasse wiederholen zu müssen, wirkt nach Ansicht der meisten Bildungsexperten demotivierend. Wirtschaftsforscher wollen nun [2004] genau das Gegenteil herausgefunden haben: Sitzenbleiben spornt zu besseren Leistungen an.

 
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Quasipresseschau 243

Freitag, August 28th, 2009
  • “Wir haben die Arbeitslosigkeit reduziert”
    Wahlkampfzeit ist Märchenzeit. Im Kampf um die meisten Stimmen versprechen die Parteien viel und reden die Bilanz ihrer bisherigen Regierungszeit schön. ZEIT ONLINE hat deswegen den Lügendetektor ausgepackt. In den kommenden Wochen bis zur Wahl nehmen wir uns regelmäßig zentrale Aussagen der Parteien vor und prüfen sie auf ihren Wahrheitsgehalt. Im zweiten Teil unserer Serie beleuchten wir das Eigenlob von CDU und SPD in Sachen Arbeitsmarktpolitik.
  • Öffentlichkeit und Legitimation
    Das Politikmodell der meisten parlamentarischen Demokratien ist deliberativ, was – etwas lax formuliert – bedeutet: Alle dürfen mitdiskutieren und wenige dürfen entscheiden. Aus der Tatsache, dass die Meinungen der Vielen gehört werden müssen und von den Entscheidern nicht gänzlich ignoriert werden können, beziehen die Entscheidungsverfahren ihre Legitimation.
  • Wenn es die CDU erwischt
    Die SPD ist am Boden. Jeder weiß das, nur ihre Führung nicht. Ob sie noch einmal die Chance haben wird, sich zu erneuern, hängt vor allem davon ab, wie lange ihre neoliberalen Plünderer noch etwas zu sagen haben. Als “Volkspartei” ist sie auf absehbare Zeit erledigt. Die CDU hat ein anderes Problem, wenngleich kein geringeres.
  • Umbau ist machbar
    Erneuerbare könnten 2050 nach einer Greenpeace-Studie 100 Prozent der Stromversorgung decken. Voraussetzung: AKWs schon 2015 stilllegen und keine neuen Kohlekraftwerke mehr bauen
  • Schäuble drückt sich
    Nettes Pamphlet, dass der Herr Bundesinnenminister da bei der FAZ deponiert hat. Hindsight is cheap – daher erspare ich mir jegliche Frage nach “Was war die Rolle von CDU/CSU im Vorfeld der Krise?”, zumal ich darauf eh keine ehrlich Antwort bekäme. Stattdessen erlaube ich mir, zwei Passagen herauszugreifen aus denen hervorgeht, dass auch ein Ökonomen und Philosophen im Dutzend zitierender Wolfgang Schäuble in Wahrheit weder Kraft noch Wille hat, an die Wurzeln des Problems zu gehen.
 
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Quasipressefront 242

Mittwoch, August 26th, 2009
  • Gysi warnt vor Europa der Eliten
    Neue EU-Begleitgesetze passieren erste Beratung im Bundestag. Nur Die Linke äußert Grundsatzkritik
  • Die obskure Rehabilitation der Kriegsverräter
    Selbst die Union will nun Kriegsverräter rehabilitieren – so wie die Linkspartei seit Langem. Trotzdem wird die Linke im parlamentarischen Verfahren ausgegrenzt
  • Privatbankier prophezeit Niedergang der USA
    Der oberste Privatbankier der Schweiz hat genug von den USA. In einem Text sagt er dem Land den wirtschaftlichen Abstieg voraus und kritisiert die Aggressivität der Weltmacht.
  • «Ich war nicht ich – ich war mein Job»
    Jahrelang hat ein Informatiker alle Ansprüche erfüllt ausser die eigenen. Bis er ein Burnout erlitt. Die Leidensgeschichte des Josef Engler
  • Piratenpartei: “Die Sicherheit der inneren Gewissheit”
    Am 27. September ist Bundestagswahl und alle großen Parteien haben IT-Themen in ihren Wahlprogrammen. Golem.de hat sie sich angesehen. Den Anfang macht ein Außenseiter, die Piratenpartei. Sie ist mit dem Aufruf “Klarmachen zum Ändern!” in den Wahlkampf gezogen.
  • Wir basteln uns … einen Gaga-Aufschwung!
    Ich lese gerade die destatis-Meldung zur ausführlichen BIP-Schätzung für das 2. Quartal, und habe vor lauter Kopfschütteln bereits Nackenschmerzen. Spinnen diejenigen, die von Aufschwung reden, eigentlich alle? Oder können sie nur nicht lesen?
  • Kochs harte Landung
    Im Wahlkampf hat Roland Koch noch vor den Plänen von SPD, Grünen und Linkspartei zum Flughafenausbau gewarnt. Doch Unkenrufe vor den Linken sind nicht immer berechtigt.
  • 100 % Erbschaftssteuer
    Kann man etwas tun um zu verhindern, daß die Zinslawine das Geld nicht immer auf denselben Haufen rutschen läßt? Während sich in der Hand sehr weniger gigantische Vermögen sammeln, entsteht auf der anderen Seite Armut, bricht der Mittelstand ein, gehen der Realwirtschaft die Mittel verloren, um noch produzieren und investieren zu können.
  • Indiens sinkende Grundwasservorräte vom All aus gemessen
    Wir leben über unsere Verhältnisse – aber während das z.B. beim unwiederruflichen Verbrennen von Erdöl durchaus bewusst ist, auch wenn es scheinbar niemanden stört, dann ist das bei einem noch alltäglicheren Gut wie Wasser schon nicht mehr so klar. Klar – das kommt ja bei jeder Gelegenheit vom Himmel – aber man darf nicht verkennen, wenn man mehr aus einem Grundwasserleiter herauszieht als durch Regen wieder aufgefüllt wird, schafft man sich gewaltige Probleme.
  • René aus München – ein Leben als Stricher
    “Meine Eltern würden die Wahrheit nicht überleben”: 700 Männer arbeiten in München als Prostituierte. Je jünger die Stricher, desto besser läuft das Geschäft.
  • Kahlschlag kommt nach der Wahl
    Die deutsche Industrie will Stellen im großem Umfang streichen – sobald die Bundestagswahl vorüber ist. Dann läuft das Stillhalteabkommen mit Berlin aus.
  • YouTube Preview Image
  • Wie eine Ewigkeit
    Vergeht Zeit im Gefängnis anders? Fühlt sie sich zäh an, wie ein Pizzateig? Verrinnt sie nicht, sondern scheint fest wie ein Stück Moorheideboden? Oder andersherum? Sorgt der geregelte Ablauf im Jugendgefängnis mit täglicher Arbeit, Schule oder Ausbildung und Freizeit für gerade so viel unspektakuläre Ablenkung, dass die Monate im Rückblick zu einem Nichts zerschmelzen, weil nichts passiert ist?
  • FDP droht neuer Finanzskandal im Internet
    Der FDP droht ein neuer Finanzskandal. Erstaunlich, oder? Man sollte meinen die Partei sei nach dem Möllemann-Debakel vor dubiosen Finanzierungen gefeit. Weit gefehlt.
  • Rücksicht auf eine Richterin
    Teile eines schmutzigen Erbkrieges: Die hessische Top-Juristin Karin Wolski bleibt offenbar von einem Steuerprozess verschont – wegen guter Kontakte zur CDU.
  • Die netten Nazis von nebenan
    Der thüringischer Gymnasiallehrer Burkhard Durner muss zusehen, wie ehemalige Schüler als Kandidaten der NPD einen rassistischen Wahlkampf führen
  • “Der Staat ist Teil des Drogenproblems”
    Teile Mexikos sind im Bürgerkrieg, Journalisten leben gefährlich
  • Die beste Untertanentradition der Kanzlerin
    Für uns hier, die wir uns mit dem Phänomen der Klassengesellschaft und ihren erfreulichen Seiten beschäftigen, und zumeist auch das Vergnügen haben, das von der Doppelspitze der Sozialprestige- und Reichtumspyramide aus zu tun; für uns, die wir gewissermassen im virtuellen Gipfelrestaurant der Republik sitzen und wie die Wüstlinge Weintrauben essen, sind das spannende Wochen
 
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Quasipresseschau 241

Freitag, August 21st, 2009
  • Wo ein Picknick Europa veränderte
    Es war ein historisches “Picknick”: Hunderte DDR-Bürger nutzten die Gelegenheit und flohen in den Westen – die ungarischen Grenzer schauten weg. Bundeskanzlerin Angela Merkel dankte jetzt bei einem Besuch in Ungarn der Regierung in Budapest für ihren Beitrag zur Deutschen Einheit: “Ungarn hat dem Willen der Deutschen aus der DDR Flügel verliehen”, sagte sie in Sopron an der ungarisch-österreichischen Grenze.
  • Der heiß umworbene Banker – ein Mythos
    Etliche Banken haben begonnen, ihren Spitzenkräften wieder hohe Sonderzahlungen zu versprechen. Die Vorstände rechtfertigen diese Praxis meist mit dem Argument, sie müssten finanzielle Anreize bieten, um hoch qualifizierte Mitarbeiter zu halten.
    Doch Headhunter, die sich in der Branche auskennen, zeichnen ein ganz anderes Bild.
  • Nach Panne: ZDF sendet Beitrag über Evangelikale
    Nachdem Moderatorin Hülya Özkan einen Beitrag über evangelikale Christen am vergangenen Freitag wegen technischer Pannen absagen musste, brachte die ZDF-Sendung “Heute in Europa” das Stück am Dienstag. Es zeigt die Missionsbemühungen einer Londoner Gemeinde.
  • »Sie lassen die Armen die Rechnung zahlen«
    Mit einem Aktionstag will die Linkspartei in Hessen Stimmung gegen Bundesregierung und Banken machen. Gespräch mit Sabine Leidig, Geschäftsführerin des deutschen Zweiges des globalisierungskritischen Netzwerks ATTAC. Sie tritt in Hessen als Spitzenkandidatin der Linkspartei zur Bundestagswahl an.
  • »Auch Unpolitische fühlen jetzt, was eine Diktatur ist«
    Der Putsch vom 28. Juni hat viele Hondureñer politisiert. Aus dem Widerstand wächst eine neue politische Kraft. Ein Gespräch mit Pavel Nuñez
  • Kein “German Wunder” auf dem Arbeitsmarkt
    Der Vorsitzende des Sachverständigenrates, Wolfgang Franz, rechnet mit Steuererhöhungen und steigenden Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung. Im Gespräch erklärt der Arbeitsmarktexperte, warum sich sein Mitleid für die künftigen Bundesminister in Grenzen hält und wie schlimm die Job-Krise Deutschland treffen wird
  • Am Busen der Natur nagt der Zahn der Zeit
    Es ist das Schlimmste zu befüchten. Dieser Wahlkampf wird noch zu einem volkswirtschaftlichen Proseminar. Nun wissen wir was in Frau Lengsfelds Dekolleté zu finden ist. Wirtschaftspolitischer Sachverstand?
  • Die wichtigsten Programmpunkte der Parteien auf einen Blick
    Was wollen die im Bundestag vertretenen Parteien? Wo liegen die Unterschiede und wo die Gemeinsamkeiten? Bei tagesschau.de können Sie auf einen Blick vergleichen, was Union, SPD, FDP, Grüne und die Linkspartei in ihren Wahlprogrammen versprechen.
  • Rhetorik als Beitrag zur Landesverteidigung
    Untriste Tropen: Zwei Geisteswissenschaftler aus Princeton haben beim Rüstungsriesen Lockheed einen Antrag auf Förderung von Ironieforschung gestellt. Das Potential der Geisteswissenschaften, Konflikte einzudämmen, bekomme nicht genug Aufmerksamkeit.
  • Gymnasium als kleine Uni
    Ein Schüler des besten deutschen Gymnasiums verliebt sich – in eine finnische Schule. Ein Erfahrungsbericht.
  • Die Ökonomie bleibt eine valable Disziplin
    Wieso wurde die Krise nicht vorausgesehen? Sind die Ökonomen an allem schuld?
  • Computerspieler sind dicker und depressiver
    Nach einer neuen US-Studie korrelieren Spielekonsum und Risikofaktoren wie Übergewicht und Depression – mit überraschenden Mann-Frau-Unterschieden.
  • Der zweite Weg zum Mindestlohn
    Der frühere Hamburger Bürgermeister und SPD-Politiker Klaus von Dohnanyi soll jenen Ausschuss der Bundesregierung leiten, der über Mindestlöhne in Branchen mit geringer Tarifbindung entscheiden soll. Christliche Gewerkschaften sind nicht vertreten.
 
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Quasipresseschau 240

Mittwoch, August 12th, 2009
  • Aufgeilen am Rausschmiss
    Wirtschaft ist wertfrei – hey, wer müßte ausgerechnet mir das extra sagen: Spätestens nach meiner Luhmann-Lektüre bin ich von allen sozial-romantischen Vorstellungen eines “gerechten” oder “humanen” Kapitalismus geheilt, “Cash as cash can” ist angesagt und wer am meisten hat, wenn er in die Kiste springt, der hat gewonnen. Same procedure as every year, James – und weil Deutschlands Volkswirte und Chefökonomen intelligente und anpassungsfähige Menschen sind, quittieren sie das Ganze mit Jubel
  • Der knallharte Samariter
    In Berlin übernimmt ein evangelisches Stift Pflegeheime der katholischen Caritas. Doch von Nächstenliebe keine Spur: Die neuen Besitzer geben sich als Lohndumper, die faire Pflegesätze gefährden.
  • “Dann kommt die Goldene Zeit”
    Der Spekulationswahnsinn ist im Kapitalismus unausweichlich, sagt die Wirtschafts- und Innovationsforscherin Carlota Perez. Obwohl viele Leute dabei ihr Geld verlieren, diene er doch der Wirtschaft
  • Forscher warnen vor “Trostessen”
    Wer hohe Schulden hat, leidet eher unter Fettleibigkeit, haben Forscher der Uni Mainz herausgefunden. Die Wirtschaftskrise könnte diesen Trend verstärken.
  • Als Journalist in der Hölle
    Wie der seit Jahrzehnten im Todestrakt Gefangene seine Artikel verfaßt. Wie er sich gegen Schikanen wehrt. Und wie das Leben im Knast manches Mal die ganz bitteren Themen liefert
    Von Mumia Abu-Jamal
  • Psychopathen, Psychiater und Psychonauten
    Barack Obamas Plan, sich lieber dem Morgen als dem Gestern zu widmen, scheint nicht aufzugehen. Der US-Justizminister erwägt, einen Sonderermittler einzusetzen, der Foltervorwürfe gegen CIA-Leute überprüfen soll. Senatoren fordern eine Untersuchungskommission zu Bushs und Cheneys Geheimprogrammen im Anti-Terror-Kampf. Sollte wirklich entschlossen aufgeklärt werden, könnte sich herausstellen, dass das Gestern bereits das Morgen war.
  • Attac zieht in den Wahlkampf
    Das globalisierungskritische Netzwerk Attac stellt sich auf massive Verteilungskämpfe nach der Bundestagswahl ein – und will sich einmischen
  • Mündig whoppern
    Dann hören Sie mal aufmerksam hin, was am abendlichen Grilltisch so geschwätzt wird. Die Sache mit den Mogel-Lebensmitteln sei eine einzige Verbraucher-Verdummung und -Verunsicherung, hieß es kürzlich im Garten einer Freundin. Denn: “Die sind ja gar nicht giftig”, empören sich die aufgeklärten Verbraucherinnen in der Runde. “Da ist ja bloß Sonnenblumenöl drin. Oder Fisch-Eiweiß. Wo ist das Problem?” Wo das Problem ist?
  • Kampagnen-Journalismus
    Je älter man wird, desto mehr überzeugt man sich, dass Ihre Heilige Majestät, der Zufall, dreiviertel aller Geschäfte in diesem elenden Universum erledigt“, schrieb Friedrich der Große am 26. Dezember 1773 an Voltaire. In diesem Satz lagen noch der ganze Fatalismus und die Schicksalsergebenheit der Menschen des Barock, die sich ihren Gott bestenfalls als ‘blinden Uhrmacher’ vorzustellen vermochten. Mir jedenfalls – knapp 250 Jahre später – fällt es immer schwerer, noch an Zufälle zu glauben. Zum Beispiel angesichts eines Gewitterhagels von Zitaten gegen das Internet innerhalb nur zweier Tage
  • Fettiges Fastfood für die Bildung
    Über 73.000 Euro gab die Regierung aus, um Schulklassen bei Ausflügen ins Ministerium ein McDonalds-Mittagessen zu spendieren. Sie könnten ja Salat wählen
  • Schwulenhetze, streng wissenschaftlich
    Evangelikale Fundamentalisten wollen Homosexuelle umerziehen. Deutsche Akademiker unterstützen diese Kampagne und appellieren an die “Wissenschaftsfreiheit”.
  • Die Würstchentruppe der Merkel-Jugend bläst zum Kampf
    Am 30. August könnte es passieren, dass in Thüringen ein Mann Ministerpräsident wird, der 1989 – wenige Tage vor dem Mauerfall – dazu aufrief, die marxistisch-leninistische Weltanschauung der Jugendlichen in der DDR zu stärken, und als stellvertretender Schuldirektor vom FDJ-Zentralrat für “hervorragende Leistungen bei der kommunistischen Erziehung” mit dem Thälmann-Orden in Gold ausgezeichnet wurde – eine Ehre, die keinem anderen Lehrer im Bezirk Erfurt je zuteil wurde. Der Mann, der Probleme mit seiner DDR-Vergangenheit hat, ist nicht etwa Mitglied der “SED-Nachfolgepartei”, sondern der ehemaligen Blockpartei CDU, und sein Name ist Dieter Althaus.
  • Althaus auf Mitleidstour
    Personality-Show à la Althaus: Thüringens Ministerpräsident scheint nicht davor zurückzuschrecken, den Tod der Skifahrerin auszuschlachten.
  • Sprechstunde beim Betriebspsychologen
    Kapitalismus des Unbewussten: Die Marktwirtschaft macht nicht nur krank – sie ist nun auch selbst krank: neurotisch, depressiv, befallen vom Aufmerksamkeitsdefizit. Eine Krankengeschichte.
  • It’s the Stamokap-Economy, stupid!
    Ich staunte ja nicht schlecht, als ich Anfang des Jahres in Niall Fergusons neuem Buch „The Ascent of Money” einen Verweis auf Rudolf Hilferding fand. Seit Jahrzehnten schien die ökonomische Literatur einen großen Bogen um den ehemaligen Parade-Marxisten und Lenin-Vordenker zu machen, und jetzt sollte also ausgerechnet Harvard-Edelhistoriker Ferguson dem Mann die Referenz erweisen? Nicht zu glauben.
  • Wahljahr ist Zahljahr
    Im Jahr der Bundestagswahl spenden Unternehmen und Banken besonders viel Geld an Parteien. Davon profitieren vor allem CDU und FDP, die SPD hingegen verliert.
 
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Quasipresseschau 239

Donnerstag, August 6th, 2009
  • Medienfront gegen Sozialstaat
    Sozialbericht offenbart Umverteilung von unten nach oben. Berichterstattung erweckte gegenteiligen Eindruck
  • “Angst wird Lebensgefühl der Moderne”
    Die drohende Pandemie der Schweinegrippe gibt uns die Illusion von Gemeinschaft, sagt Wolfgang Schmidbauer in der FR-Serie “Was ist deutsch?”. Der Psychoanalytiker spricht über dunkle Unis, Fußball-Events und die Tücken der Euphorie.
  • Der Religions-Code ist geknackt
    Wir können die Religion nun wissenschaftlich erklären. Leider ist das noch nicht überall angekommen. An einer aktuellen Debatte zwischen US-Skeptic-Chef Michael Shermer und Francisco J. Ayala erkennt man die Fehlerhaftigkeit alter Spekulationen.
  • Daumenschrauben bringen keine Jobs
    In Meyers Konversationslexikon von 1890 ist unter dem Stichwort Arbeitshäuser zu lesen: “Die Einrichtung des englischen Werkhauses stützt sich vorzüglich auf die Abschreckungs-theorie. Sie ist darauf berechnet, von der Inanspruchnahme öffentlicher Hilfe möglichst abzuschrecken und durch eignen Erwerb die Aufnahme in A. zu vermeiden.” Fast 120 Jahre später lesen wir in einem Papier des Bundeswirtschaftsministeriums von Arbeitsangeboten, bei denen eine produktive Tätigkeit nur von “nachrangiger Bedeutung” ist, ansonsten “aber der ‘abschreckende’ Effekt im Vordergrund steht”.[1] Dabei handelt es sich um das Konzept von “Workfare”, quasi einer Umschreibung von Zwangsarbeit. Das Papier liegt bereit in den Schubladen des Wirtschaftsministeriums und diese Zwangsarbeit soll die Zukunft der Arbeitslosen sein. So jedenfalls sehen es die jüngsten Ergebnisse der Zukunftskommissionen in Nordrhein-Westfalen und Bayern vor.
  • Erfolgreich, kaltgestellt
    In der Affäre um die kaltgestellten hessischen Steuerfahnder hat Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) erneut alle Vorwürfe zurückgewiesen, die Beamten seien mit Hilfe von psychiatrischen Gefälligkeitsgutachten aus dem Dienst entfernt worden. Doch zahlreiche Dokumente, die der FR vorliegen, zeigen ein anderes Bild.
  • Die arabische Welt gefangen im unaufhörlichen Mittelalter-Loop?
    “Es bleibt ein Rätsel”. Seit Jahren ist, wenn es um den Zustand der arabischen Welt geht, die Rede davon, wie jung die Bevölkerung ist: 60 Prozent sind unter 25 Jahre alt, der Medianwert liegt bei 22 Jahren im Vergleich zum weltweiten Durchschnittsalter von 28 Jahren – neu nachzulesen im aktuellen Arab Human Development Report. Aber von Dynamik, einer Eigenschaft, die man einer jugendlichen Gesellschaft zuschreiben möchte, so gut wie keine Spur. Seit Jahren ändert sich nichts am Gesamtbild einer stagnierenden Region, deren Bevölkerung in großen Teilen über Armut, Mangel an Möglichkeiten und Repression klagt. Auch der neue UN-Entwicklungsbericht wiederholt die traurige Diagnose.
  • Fundamentalisten-Prüfung dem Abitur ebenbürtig
    Prüfungen eines evangelikalen Lehrplans, in welchem Schülern vermittelt wurde, dass das Loch Ness Monster die Evolution widerlegt und dass Rassentrennung vorteilhaft ist, wurden von einer britischen Regierungsbehörde als dem internationalen Abitur gleichwertig eingestuft.
  • Der erste Journalist
    Als der Publizist Ludwig Börne im Mai 1832 sein Exil in Paris verließ, um zum Hambacher Fest zu reisen, da säumten begeisterte Menschen schon in Neustadt und Freiburg jubelnd die Straßen. Abends erlebte der schmächtige Mann aus der Frankfurter Judengasse stundenlange Serenaden vor den Fenstern des Gasthofs. Weshalb er die halbe Nacht nicht einschlafen konnte, denn immer wieder wurde er heraustrompetet von Dorforchestern und Sangesbrüdern, die mangelndes musikalisches Können durch patriotische Begeisterung und viel Alkohol wettmachten. Allerdings sei ihm inmitten all der Ovationen auf diesem Fest auch die Geldbörse gestohlen worden. So trocken beschrieb Börne kurz darauf seinen ersten Kontakt mit dem organisierten Liberalismus in Deutschland.
  • Lange Ärmel auch im Sommer bitte
    Wenn es nach Frau von der Leyen und Co. geht, dann soll das Internet die schöne heile Welt darstellen, die nie existierte oder existieren wird. Billigstes Retuschieren der Schönheitsfehler, die die Perfektionsidylle zerstören.
  • Die Kapelle spielt wieder auf
    Die Zeiten der neoliberalen Mietmäuler sind keineswegs vorbei: Arbeitgeber und so genannte Experten empfehlen Lohnkürzungen als Krisenmedizin
  • Kein Lohn? Keine Arbeit!
    Wenn der Arbeitgeber das Gehalt nicht pünktlich zahlt, ist die Verunsicherung groß. Wie man sich in dieser Situation verhält, erklärt die Kolumne zum Arbeitsrecht.
  • “Sie tun mir als Atheist ja leid”
    Katholik Andreas Khol und Atheist Niko Alm im argumentativen Wettstreit über die Existenz Gottes, den Zölibat, Religion als Tabu-Thema und darüber, was sie einander nicht glauben können
  • Vom Wert des Nachrichtenwerts
    Quatsch mit Soße und Freunden: Das Handelsblatt und die Aktivisten der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
  • Merkel wusste seit 1996 von Atommüll-Risiken der Asse
    Greenpeace fordert Parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Bundestages
  • Warum sich der Kunde für günstige Produkte bücken muss
    Weshalb sind die Wände beim Brot rot gestrichen? Worüber ärgert man sich an der Kasse? Detailhändler animieren Kunden mit immer ausgeklügelteren Mitteln. Der Chef-Ladenbauer der Migros erzählt.
 
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Quasipresseschau 237

Dienstag, Juli 28th, 2009
  • Auf der Flucht erschossen
    Man könnte es eigentlich bei einem Satz, vielmehr einer Frage belassen: Wenn also auf Flüchtende geschossen werden darf, dann handelt es sich nicht um einen Krieg? Damit wäre zumindest eine Debatte, die um den semantischen Feuerschutz nämlich, beendet.
  • Gibt es versteckte Botschaften in der Bibel?
    In der Bibel sind Botschaften versteckt, die schon vor Jahrtausenden die Terroranschläge vom 11. September 2001 und andere Ereignisse voraussagten
    Das jedenfalls behauptet seit über zehn Jahren der US-Buchautor Michael Drosnin, der 1997 mit seinem Buch “Der Bibel Code” einen Bestseller landete. Man muss angeblich nur die Buchstaben des hebräischen Bibel-Originaltexts auf die richtige Weise anordnen, und schon treten die interessantesten Prophezeiungen zutage. Eine genauere Betrachtung lässt jedoch erhebliche Zweifel aufkommen.
  • Warum der freie Markt im Gesundheitswesen versagt
    Für die Amerikaner ist das Schweizer Gesundheitssystem vorbildlich. In beiden Ländern zeigt sich aber: Die Marktwirtschaft funktioniert hier nicht.
  • “Verheerender Ausblick”
    In den nächsten Wochen muss das Gesetz zur Netzsperre von den Providern umgesetzt werden. Michael Rotert von der deutschen Internetwirtschaft warnt vor Überregulierung und Offline-Politikern.
  • „Das Netz funktioniert durch Kopieren“
    Vinton G. Cerf ist maßgeblich für die Architektur des Internets verantwortlich. Der Amerikaner ist Vize-Präsident bei Google und sichtet dort neue Technologien.
  • Wie es sich anfühlt, ein paar Milliarden zu verlieren
    Die Krise trifft auch die Reichsten. Gemäss Vermögensforscher Thomas Druyen leiden sie unter der persönlichen Niederlage stärker als unter dem materiellen Verlust.
  • Plus eins
    Wir zählen alles: die Tage bis Urlaubsbeginn, die verbliebenen Euro am Monatsende, und manche zählen Schäfchen, um einschlafen zu können. Zählen ist eine der frühesten kulturellen Errungenschaften der Menschheit.
  • Zoff ums Sommerloch
    Im Blog der Tagesschau ist ein heftiger Streit über die Saure-Gurken-Zeit entbrannt – zwischen dem Leiter des Hauptstadtstudios, Ulrich Deppendorf, und Chefredakteur Kai Gniffke
  • Die HRX-Nebel scheinen sich zu lichten
    Aber für meinereins, die den Luxus der Unbekümmertheit nicht haben: man hätte die HRX pleite gehen lassen und die Bankenausfälle durch staatliche Rekapitalisierung kompensieren sollen. Dann wäre der Steuerzahler entsprechend seiner eigenen Leistung zum Zuge gekommen. So wurde er nur schlicht über den Tisch gezogen, weil die Herren Steinbrück und Asmussen zwar arrogant und selbstherrlich auftreten können, aber in der Sache selbst völlig ahnungslos sind.
  • Die teuersten Wohnlagen der Welt
    Superreiche bevorzugen nach wie vor Wohnlagen in Europa. Die Via Suvretta in St. Moritz schafft es auf Rang 6. Dort haben die Immobilienpreise trotz Krise weiter zugelegt – während alle anderen Toplagen im Preis gefallen sind. Monaco bleibt nach wie vor an der Spitze.
 
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