Liebe Ursula von der Leyen,

Du förderst gerade eine Kampagne mit dem Namen “Geben gibt”. Es geht um Engagenment fĂĽr das Gemeinwohl. Ein Wettbewerb findet statt und dem Sieger winkt ein Preisgeld von 10.000,- Euro. Eigentlich ja eine prima Sache, dass Du solches Engagement belohnen willst.

Was allerdings an der Verbreitung von albernen, pseudowissenschaftlichen Hirngespinsten ein Engagement fĂĽr das Gemeinwohl sein soll, kapiere ich nicht.

HOG verfolgt die Verbreitung der klassischen Homöopathie in den Ländern, in denen sie bisher unbekannt ist.

Wie kommt es, dass Du in Erwägung ziehst, Quacksalber dafür zu belohnen, dass sie anderen Menschen ihren Unsinn verkaufen, anstatt dich daran zu beteiligen, dass die Ahnungslosen aufgeklärt werden, damit sie in Zukunft nicht mehr den Scharlatanen auf den Leim gehen?

Irritiert
Holgi

14 Kommentare zu “Liebe Ursula von der Leyen,”

  1. von serge

    Ich finde die Homöopathie an sich gar nicht schlecht. Offenbar gibt es viele Leute, die daran glauben oder sich nicht die Zeit nehmen/Lust haben sich zu informieren. Das heisst, eine positive Wirkung kann tatsächlich eintreten. Nur halt in Form des Plazeboeffekts.
    Dabei mĂĽssen dann richtige Medikamente nicht eingesetzt werden, die vielleicht ein paar schlechte Nebenwirkungen haben. Z.B. resistente Viren.

    Es ist eben eine Gratwanderung. Es muss schon ein bisschen Aufwand betrieben werden, damit genug Leute dran glauben. Andererseits sind halt solche Blüten zu vermeiden. Dort wo wirklich Medikamente gebraucht werden, gehören sie auch hin.

  2. von H0MER

    Darum hier http://www.geben-gibt.de/online_voting.html abstimmen – gegen die Homöopathie-Esoteriker (am besten fĂĽr Raul)!

  3. von Holgi

    “Homöopathie an sich” ist die albernste aller Pseudowissenschaften. Und sie verhindert, wie jeder Glaube, dass Menschen autonom Entscheidungen treffen.

    Das Mittelalter ist vorbei!

  4. von Holgi

    Ăśbrigens habe ich ĂĽberhaupt keinen Bock, ĂĽber diesen Homöoquatsch zu diskutieren. Das ist GrĂĽtze und das bleibt GrĂĽtze – und darum lösche ich ab hier alle Kommentare, die diese oder irgendeine andere Religion verbreiten wollen. Weil mein Blog nämlich nicht zur Verbreitung von Wahnvorstellungen dienen soll. Es sei denn, sie dient der Unterhaltung – imemrhin kann man ĂĽber JĂĽnger jeglicher Art ja auch ganz gut lachen :D

    Viel interessanter ist doch die Frage, warum die Leyen solche GrĂĽtze verbreiten hilft.

  5. von H0MER

    Und das auch noch als promovierte Ă„rztin, die vielleicht Gesundheitsministerin werden soll …

  6. von Holgi

    Promovierte Ärztin kann doch jeder Depp. Gescheiterte Mutter ist da schon wesentlich aussergewöhnlicher.

  7. von Twitter Trackbacks for NIGHTLINE » Blog Archive » Liebe Ursula von der Leyen, [hr-online.de] on Topsy.com

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  8. von WTF: Homöopathie, powered by Familienministerium | Die Schreibtischwerkstatt

    [...] trifft es da ja echt nicht mehr, oder um mal Holgi zu [...]

  9. von Jock

    Auf jeden Fall haben die Homöopsychopathen ne Menge Anhänger, die sie zum Abstimmen bewegen können. Oder sie haben die längeren Proxy-IP-Listen.
    Aber hey, geht schliesslich um 10000 Ă–cken, da kann man sich schonmal nen kleines Bot-Netz fĂĽr ein paar Tage mieten, das kost ja alles nicht mehr viel…

    Deshalb der Aufruf: (Re-)Tweetet und bloggt das alle mal schön weiter, da kriegen wir bis zum 15.11. garantiert mehr IPs zusammen (da gilt nämlich das Prinzip “One IP, one Vote”).

    Und immer schön fĂĽr die Sozialhelden eV/Raul Krauthausen stimmen, die verdienen das, denn die verdienen im Gegensatz zu den Ersatzreligionslieferanten nix daran und tun (im Gegensatz…) was Gutes.

    Apropos, hat Fefe das eigentlich schon gebloggt…?

  10. von by

    Da schliesse ich mich ganz H0MER und Jock an, votet fuer die Sozialhelden und Raul Krauthausen, die zeigen wirkliches Engagement, und die komischen Homoeopathen duerfen einfach nicht auf dem ersten Platz bleiben!

  11. von ninjaturkey

    Klar ist Homöopathie Unsinn. Es wirkt tatsächlich NUR, wenn man dran glaubt (ja, das funktioniert auch bei Tieren, wenn Herrchen/Frauchen dran glaubt). Damit ist es nichts anderes als eine besonders institutionalisierte Form von Placebos. Bestätigt ist aber, dass rund 30% aller (!) Medikamentenwirkung rein psychlologisch erklärbar ist. Selbst Schmerzmittel “wirken” schon kurz nach der Einnahme, obwohl sie tatsächlich oft erst nach einer Dreiviertelstunde an die entsprechenden Rezeptoren andocken.
    Insofern halte ich Homöopathie nicht direkt fĂĽr schädlich. Wenns wirkt, dann wirkt´s eben, egal ob man dazu gequirltes Wasser, einen tanzenden Schamanen oder Vollmond braucht. Und raffinierter Weise haben solche “Therapien” keine physischen Nebenwirkungen, und verhindern den gern ausufernden Einsatz hochwirksamer Medikamente bei Bagatellerkrankungen.
    Schädlich ist lediglich homöopatischer Dogmatismus bei ernsten Erkrankungen/Verletzungen. Und (von Frau von der Laien durchaus erwüschte) Kollateralschäden in Form von infantilem Wunderglauben, und sonstigen mittelalterlichen Weltbildern sind natürlich ebenfalls nicht auszuschließen.

  12. von Andreas Kyriacou

    @ninjaturkey
    Selbstredend gibt es auch bei Pharmazeutika eine Placebo-Wirkung. Es ist aber ein himmelschreiender Unterschied, ob ein Arzt ein Präparat mit Wirkstoff abgibt im Bewusstsein, dass es auch psychologisch wirkt oder ob ein Arzt der Überzeugung ist, sein persönlicher Voodoo habe zu einer spezifischen Wirkung geführt.

    Das Risiko der Homöopathie liegt nicht in den Nebenwirkungen der Glaubuli, es liegt im Verweigern einer wirksamen Behandlung, welche den Verlauf einer Krankheit unnötig verlängern und verschlimmern kann. Homöopathen gehören auf den Jahrmarkt, nicht in eine Arztpraxis!

  13. von Homöoidiotie « Gondlirs Blog

    [...] Homöoidiotie 7. Oktober 2009 Gondlir Kommentieren Kommentare lesen NIGHTLINE » Blog Archive » Liebe Ursula von der Leyen,. [...]

  14. von Stimmt gegen die Quacksalber! « Guardian of the Blind

    [...] Ihr wollt doch auch nicht, dass die Homöopathie-Quacksalber auch noch 10.000 Euro von der Bundesregierung bekommen, oder? Und überhaupt kann man Zensursula, deren Familienministerium ein Hauptförderer des Preises ist, durchaus wie Holgi im Nightline-Blog fragen: [...]