Übrigens: Pakt
Propagandisten benutzen den Begriff “Pakt” gerne dann, wenn sie über irgendwas schreiben, was nicht in ihr Weltbild, beziehungsweise das Weltbild ihres Chefs passt. Aktuell scheint der “Linkspakt” in allen möglichen Abwandlungen der Begriff der rechten Wahl zu sein.
Ich halte das für den Versuch, unterschwellig Angst zu verbreiten, indem man sich eines Wortes bedient, dass tief im kollektiven Gedächtnis insbesondere der Menschen sitzt, deren Entwicklung von den Mythen des Christentums beeinflusst wurde – und das sind, ob sie wollen oder nicht, die meisten Menschen in Deutschland: der Pakt mit dem Teufel.
Und ich habe den Verdacht, dass dieser Demagogieversuch sogar von Erfolg gekrönt sein könnte, denn die Menschen denken nicht dauernd über die Dinge nach, die ihnen vorgekaut werden.
Und die Leser von Zeitungen schon gar nicht, weil Zeitungen seltsamerweise immer noch das Image haben, objektiv zu berichten – da müssen die Hühner wohl noch ein paar Jähchen länger lachen, bis angekommen ist, dass der Journalismus immer parteiisch ist. Und der marktfinanzierte erst recht.

Sonntag, 16. November 2008 | 08:49 Uhr
Und dann gibt es noch den ganz fiesen Pakt die Badehose ein.
Sonntag, 16. November 2008 | 09:23 Uhr
Kinderpo^^… Autobahn!
Sonntag, 16. November 2008 | 11:09 Uhr
Ich denke, daß es bei denjenigen, die sich von der Systempresse beeinflussen lassen, keinen Unterschied mehr macht.
Und die anderen lassen sich eben NICHT von der Systempresse beeinflussen. :-)
Sonntag, 16. November 2008 | 11:16 Uhr
“Systempresse”… lass bitte mal ein wenig Luft ab und komm wieder runter.
Sonntag, 16. November 2008 | 15:29 Uhr
Stimmt, Pakt paßt. Im Westen hieß der Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe „Warschauer Pakt“ und wir haben in der Schule als Übersetzung von NATO „Noratlantikpaktorganisation“ gelernt, wobei mich „-paktorganisation“ immer etwas irritiert hat.
Dienstag, 18. November 2008 | 13:04 Uhr
Ich denke hier darf man das etwas verallgemeinern. Zeitungen fallen unter die Medien (Massenmedien). Auch diese geniesen in der breiten Masse den Ruf einer objektiven Berichterstattung. Erfahrungsgemäs muss ich dem allerdings widersprechen.
Wobei denke ich drüber nach, darf, muss ich vorsichtig mit der Verallgemeinerung umgehen. Ich habe meine Erfahrungen lediglich mit privaten Medien gemacht. Nun ein wahrhaftig komplexer Bereich diese Medienbeeinflussung und beeinflusste Medien…
best regards
Dienstag, 18. November 2008 | 13:21 Uhr
Das ist bei uns nicht viel anders. Wir lassen nur etwas weniger weg als die privaten, weil wir uns eigentlich nicht vor Anzeigenkunden fürchten und auch nicht nach der Pfeife von Politikern tanzen müssten.
Es sind halt alles Menschen. Und wo die berichten, berichten sie aus ihrer Sicht.
Transparenz würde helfen, aber dann müssten die Propagandisten auch zugeben, dass sie Propaganda machen.