Nena: “Himmel, Sonne, Wind und Regen”
Samstag, 18. Oktober 2008 | 12:05 Uhr | von sebastianKennt ihr Gabriele Susanne Kerner? Nein? Klar tut ihrs, für gewöhnlich nennt sie sich nämlich Nena! Genau die Nena, die durch die 99 Luftballons bekannt wurde. In den 80ern rockte sie zur Zeit der „NDW” (Neue Deutsche Welle) Deutschland und als einige von ganz wenigen deutschen Künstlern auch die USA.
Was dafür nicht so viele wissen (ich wusste es vor unserem Interview auch nicht..), ist, dass Nena mittlerweile schon ihr zehntes Album mit Kinderliedern gemacht hat. Auf der Buchmesse präsentiert sie ihre neueste Platte: „Himmel, Sonne, Wind und Regen”.
Das Besondere diesmal: fast die ganze Familie hat mitgewirkt. Ihr Mann Philipp Palm ist der Produzent und singt sogar erstmals im Duett mit seiner Frau beim Lied „Baum”. Tochter Larissa (18) ist mit zwei Songtexten vertreten und singt auch selbst mit.
Mit Rolf Zuckowski („In der Weihnachtsbäckerrei, gibt’s so manche Schleckerei….” - ihr wisst schon) hat sich Nena außerdem den Kinderlieder-Star überhaupt mit ins Boot geholt. Er ist im Duett mit ihr in „Fragen” zu hören.
Mit Nena selbst und ihrem Mann Philipp Palm konnten wir im Interview am Mittwoch sprechen. Man merkte schon, dass uns diesmal ein „hochkarätiger” Promi gegenüber saß, denn das Management wollte die Zitate, die ihr in diesem Beitrag findet, erstmal auf Richtigkeit überprüfen. Mittlerweile ist aber alles gecheckt, und so darf ich euch berichten, dass Nena ein ganz besondere Beziehung zu Kindern hat. Eigentlich macht sie nämlich gar keinen großen Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen, zwischen den „Kleinen” und „Großen”.
Das sagt Nena zur allgemein gern gestellten Frage: “Was willst du mal werden, wenn du groß bist?”
Nena: „Für uns ist relevant, dass Kinder selber entscheiden, was sie aus ihrem Leben machen wollen. So wie Schule hier gelebt wird, damit sind wir einfach nicht einverstanden.”
Aus diesem Grund haben Nena und Philipp im September 2007 auch eine eigenen Schule gegründet. In ihrer Privatschule gibt’s keine Noten, keinen Lehrplan und keine festen Unterrichtszeiten. Die Schüler können selber entscheiden, wann und was sie lernen wollen. Es kommt noch besser: Die Schüler können in einer demokratischen Abstimmung Lehrer, die die Mehrheit nicht mehr an der Schule haben wollen, einfach abzuwählen. Bisher durften aber alle bleiben.
Klar, das klingt eigentlich nach einem Paradies für Schüler, aber irgendwie habe ich auch Zweifel, ob die Schüler am Ende alle wichtigen Sachen, die man zum Leben brauch (also grundlegende Dinge wie Lesen und Schreiben) lernen.. Philipp Palm gab folgende Antwort auf diese Frage:
„Lesen, Schreiben und Grundrechenarten sind das Banalste von der Welt. Alle wollen das lernen. Davor wollten auch alle sprechen lernen, weil alle um sie herum sprechen und es scheint einfach enorm wichtig zu sein. Und in der Welt, in der Kinder im Jahre 2008 aufwachsen, sind sie ständig umgeben von Schrift. Deswegen ist es absoulut natürlich, das alles lernen zu wollen.”




