Das war’s für dieses Jahr.. :(

Sonntag, 19. Oktober 2008 | 17:38 Uhr | von sebastian

Soo liebe Blog-Leser,

momentan werden uns schon in die Computer vor der Nase und unter den Händen weggebaut - man merkt: Die Messe 2008 ist gleich vorbei.

Ich kann nur sagen, dass es uns beiden einfach “sau viel” Spaß gemacht hat, für euch von diesem Weltereignis zu berichten. Viele viele Themen hätten wir gerne noch für euch aufgegriffen, aber das war zeitlich oft einfach nicht drin.  Wir hoffen, dass ihr ein bisschen Spaß beim Lesen, Hören und Angucken der Beiträge hattet.

Viele viele Grüße von eurem Reporter-Team

Laura

und

Sebastian

Stefan Kretzschmar: “Anders als erwartet”

Sonntag, 19. Oktober 2008 | 17:12 Uhr | von sebastian

Der Mann, dem ich gegenüber sitze, fällt auf. Er hat viele Tatoos und trägt Piercings. Stefan Kretzschmar, genannt “Kretzsche” hat ein Buch geschrieben - “Anders als erwartet”, es ist seine Autobiographie, dabei ist der ehemalige Weltklasse-Handballer doch selbst erst 35. Ganz schön jung, um ein Buch über sein Leben zu schreiben, oder??

Selbst sagt Stefan folgendes dazu: “Ich habe einen ganz wesentlichen Teil meines Lebens jetzt hinter mir gelassen - nämlich das Leben als Sportler… Es war mir wichtig jetzt einen Schnitt zu machen. Es hat mir ermöglicht eine endgültige Trennlinie zu ziehen und alles nochmal Revue passieren und hinter mir zu lassen.”

Kretzschmar ist zum ersten Mal auf der Buchmesse. Und der sympathische Mann möchte nicht ausschließen, dass es nicht doch noch ein zweites Mal mit einem zweiten Buch im Gepäck wird.

Auch für mich und Laura neigt sich die Buchmesse nun unaufhaltsam dem Ende zu :(

Preisverleihung - Literateens

Sonntag, 19. Oktober 2008 | 16:39 Uhr | von laura

Wie letztes Jahr fand auch 2008 die Preisverleihung der Literateens statt. Und so lief das Projekt ab: hr-online Redkateurin Nicole Rodriguez fuhr in verschiedene Schulen (In diesem Jahr nach Offenbach, Marburg, Rüsselsheim und Usingen), um dort Kinder- und Jugendbücher zu verteilen. Die Kids hatten einige Monate bzw Wochen, um die Bücher zu lesen und zu rezensieren (Kritik und Lob… Beides war vertreten).

Am heutigen Sonntag, dem zweiten Besuchertag der Buchmessem, fand die Preisverleihung statt. Es gab jeweils drei Plätze in zwei verschiedenen Altersklassen (10-13 und  14-17) zu vergeben.

Und die Preise gingen an:

(10-13 Jahre)

1. Platz: Yvonne Hoppenstadt (ASS Offenbach)

2. Platz: Jens Emmert (IKS Rüsselsheim)

3. Platz: Samira Ameen (ASS Offenbach)

(14-17 Jahre)

1. Platz Tamara Rosemann (ASS Offenback)

2. Platz: Björn Kusmierz (IKS Rüsselsheim)

3. Platz: Mira Schwick (Phillippinum Marburg)

Die Schule in Offenbach hat dieses Jahr die meisten Preise abgeräumt und die Schüler zeigten sich auch recht glücklich.

Nachdem noch die letzten Literateens Poster und alle YOU FM Heftchen verteilt wurden, gab Raffaela Jungbauer, die die Preisverleihung moderierte, ihren kleinen Fans noch einige Autogramme und die Möglichkeit Fotos zu machen!

Fotos vom ganzen Event findet ihr wie immer in der Fotogalerie!

Konny Reimann: “aber das ist eine andere Geschichte”

Sonntag, 19. Oktober 2008 | 16:25 Uhr | von sebastian

Zum Buchmessen-Abschluss gab es für mich persönlich noch ein Highlight, denn Konny Reimann hat heute die Messe besucht. Was? - den kennt ihr nicht? Das müssen wir mal ändern:

Der bei einer Auswanderer-Sendung im Fernsehen bekannt geworden Hamburger ist im Jahr 2004 mit seiner Familie nach Texas gezogen - dabei ließ er sich von einem Kamerateam begleiten. Seitdem haben viele Zuschauer den stets optismistischen Reimann durch seine charmante norddeutsche Art ins Herz geschlossen.

Anfangs wussten er, seine Frau Manuela und seine Kinder Janina und Jason nämlich eigentlich nur eins: Dass sie in Amerika leben wollten. Wie und wovon, stand anfangs noch nicht so fest. Auch mit der englischen Sprache haperte es ein wenig. Doch Reimann’s bissen sich mit viel Fleiß, Wille und Durchhaltevermögen durch.

Heute wohnt die familie in einem großen Grundstück am Moss Lake, nahe der texanischen Stadt Gainesville. Dort betreiben sie mehrere Gästehäuser, in denen besonders Besucher aus Deutschland zum Urlaub machen kommen. Viele von ihnen auch nur, um die Familie Reimann kennenzulernen.

Zu mir sagte Konny vorhin: “Ich bin nur ein normaler Handwerker” - dabei signierte er sein erstes Buch “…aber das ist eine andere Geschichte” (Edel/Moewig-Verlag), das er auf der Messe vorgestellt hat. “Ich gehe normalerweise nicht auf Messe, aber es ist doch ziemlich imposant. So eine riesen Halle, und alle stehen um mich herum und wollen was von mir …So das ganze “TamTam”, ich find’s lustig. Das ist schon eine tolle Erfahrung und macht Spaß!” Der kleine Mann mit Cowboyhut wirkt eigentlich gar nicht wie ein Star -  eher total normal, aufgeschlossen und sympathisch. Und ich glaube, genau das ist es auch, was Konnys Fans an dem Ur-Hamburger so gerne mögen.

Beim Schreiben hat Konny übrigens ein bisschen Hilfe bekommen. “Ich hab das Buch nicht selber geschrieben, das waren Autoren… Wir haben vier Tage gebraucht. Ich hab mich hingesetzt, in meiner Hafenkneipe oder so, und habe einfach den ganzen Tag erzählt!”

Wer die ganze Geschichte von Konny Reimann erfahren will, findet sie in “… aber das ist eine andere Geschichte”.

Unser Mann hinter der Kamera: Stephan Wolfram

Sonntag, 19. Oktober 2008 | 13:38 Uhr | von sebastian

Stars und Promis fotografieren, immer in der ersten Reihe stehen, jeden Tag ein Teil der Medien sein - das klingt nach einer Traumvorstellung.

Unser Fotograf Stephan Wolfram genießt diese „Privilegien” tagtäglich, dass aber ziemlich harte Arbeit dahintersteckt, wissen die wenigsten:

2111 Fotos (und nicht auf einem ist er selbst drauf), 48.36 Kilometer Weg (zu Fuß!!!!), fast 65.000 Schritte und 3200 verbrannte Kalorien. Diese Zahlen muss man einfach mal auf sich wirken lassen.

Und wenn ihr auf unseren Buchmesse-Seiten Fotos von Promis und den Wichtigen der Wichtigen seht, dann könnt ihr euch fast sicher sein, dass Stephan dahintersteckt (oder natürlich Laura!!)

Stephan sagt: „Mittlerweile es ist ganz und gar nicht mehr außergewöhnlich, wenn ich jemand Berühmtes vor der Linse habe - da es eigentlich tagtäglich so ist: Von den Größen der Hollywood-Szene wie Brad Pitt und Angelina Jolie bis zu Xavier Naidoo, den Politikern in Berlin - wie beispielsweise Frau Dr. Merkel - und alles was im Sport Rang und Namen hat.”

Neben einem gutem Blick für das Motiv braucht er aber vor allen Dingen guten Ellenbogeneinsatz, denn die Konkurrenz derer, die auch „den besten Schuss” haben wollen, ist groß. Deshalb heißt es auch oft stundelang zu warten und zu warten.

Warum es trotzdem sein Traumjob ist, erklärt Stephan hier: „Man kommt viel rum, lernt viele verschiedene Leute kennen, die man nicht so alltäglich im Supermarkt trifft. Und das Beste ist, dass am Ende jeder das Resultat bestaunen kann”.

Kevin Brooks: Vom Hot-Dog-Verkäufer zum Jugendliteraturpreisträger

Sonntag, 19. Oktober 2008 | 11:19 Uhr | von sebastian

Gestern hatten wir unser letztes längeres Interview. Und mit Kevin Brooks saß uns wieder ein interessanter, wieder ein englischsprachiger und wieder ein sehr ungewöhnlicher Autor gegenüber:

Bevor Brooks als Schriftsteller bekannt wurde, traf man ihn eher als Hot-Dog-Verkäufer im Londoner Zoo, als Tankwart oder bei seiner Arbeit im Krematorium. Er spielte Gitarre in einer Punk-Band. Klingt nicht nach einem späteren Gewinners des Deutschen Jugendliteraturpreises. Aber in seinem Fall trifft es zu. Der 49-jährige Brite brauchte einfach an paar Jahre Zeit, um sein Talent zu entfalten. 2001 brachte er mit „Martyn Pig” seinen ersten Roman raus. Schnell war auch Erfolg da. Neben dem Deutschen Literaturpreis 2006 wurde Brooks auch schon mit dem „Goldenen Bücherwurm” und dem “Buxtehuder Bullen” ausgezeichnet:

„Ich habe immer gehofft und gewollt, dass ich eines Tages Schriftsteller sein kann. Ich wusste, dass man, um ein Buch zu schreiben, viel Disziplin und Hingabe braucht - und die hatte ich lange Zeit nicht… Zu lernen, wie man ein Buch schreibt, dass ist ein langer Prozess.”

Lauras Fotos vom Interview:

Und seine Geschichte passt auch zu seinem äußeren Erscheinung. Er sieht verwegen aus, trägt eine Glatze und einen Dreitagebart. Er spricht langsam mit einer tiefen Stimme und dem typisch britischen Akzent. Irgendwie kam er für mich aber sehr sympathisch und entspannt rüber. Er erklärte:

„Ich schreibe über das echte Leben und wirkliche Dinge, zum Beispiel über Menschen mit Problemen und einem harten Leben. Wenn am Ende alles glücklich ausgeht, dann fühlt sich das für mich nach einer Lüge an - denn es ist nicht alles glücklich im Leben.”

Diese realistische Sichtweise drück sich auch in seinem Schreibstil wieder. Brooks schreibt direkt und schonungslos. Er beschönigt die Sachen nicht.  Damit beschäftig hat sich besonders Uwe-Michael Gutzschhahn, der auch beim Interview dabei. Er hat bisher alle Brooks-Romane ins Deutsche übersetzt. Gutzschhahn erklärte uns, dass es in jedem Buch eine bestimmte Dynamik der Sprache gibt, jede Geschichte hat ihren eigenen Sound, ihre eigene Stimmung. Es käme darauf an, dass man schnell eine Verbindung zu der Sprache und den Figuren der Geschichte herstellen könne.

Die Übersetzung scheint Gutzschhahn auch hervorragend gelungen zu sein. Brooks Bücher bestechen durch eine direkte und schonungslose Sprache, die einfach realistisch ist, was bestimmt ein Grund für den großen Erfolg seiner Geschichten ist.

Bilder sagen mehr als tausend Worte…

Samstag, 18. Oktober 2008 | 16:51 Uhr | von laura

Hier die neuesten Bilder vom Planeten Goishmajoki:

Wir sind nicht allein! Manga-Mania

Samstag, 18. Oktober 2008 | 16:43 Uhr | von sebastian

Erinnert ihr euch an eine große Stadt namens Frankfurt? Noch gestern gab es diese Stadt - doch heute Nacht verwandelte sie sich in den bösen Planeten Goishmajoki.

Das Kommando auf Goishmajoki haben die Nespaderinnen. Versammlungen werden auf dem Planenten-Mittelpunkt “Agora” abgehalten, dem Zentrum eines Ortes, den man einst “Messe” nannte. Und alle kommen sie zu den Veranstaltungen: Mokuna, Sassame, Shikali, Kadcepter…sogar Pikachu soll schon gesichten worden sein, obwohl die große Ära der Pokemon ja schon einige Lichtjahre zurückliegt.

Aus sicherer Quelle habe ich gehört, dass sich Goishmajoki in der Nacht von Sonntag auf Montag wieder in Frankfurt verwandelt.. ach, wie langweilig..

Günter Ohnemus - Zufall oder Schicksal?

Samstag, 18. Oktober 2008 | 14:58 Uhr | von laura

In seinem neusten Buch “Alles was zählt” schreibt Günter Ohnemus in der “Ich-Erzählweise” über einen Jungen, der eines Tages nichtsahnend durch die Straßen läuft und dem plötzlich ein Mädchen in die Arme fällt. Natürlich nicht einfach so - nein - sie stürtzt mit dem Fahrrad, fliegt vorne über den Lenker und ihm direkt in die Arme. So hat alles angefangen und deshalb kam mir gleich die Frage in den Sinn, ob er eher an Zufall oder Schicksal glaubt.

Er antwortete, dass es eher ein Zufall war und dass einem im Leben immer wieder Zufälle passieren. Außerdem sagte er, dass er nicht daran glaubt, dass alles im Leben vorbestimmt sei, so wie das die Deterministen behaupten.

Was auch sehr interessant war, ist dass er amerikanische Literatur bevorzugt. Früher war er auch mal eine Zeit lang Übersetzer und übersetzte einige deutsche Artikel und Bücher ins Englische.

Die Begründung, warum er die amerikanische Literatur bevorzugt, erzählt er im folgenden Audio-Schnipseln:

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Libba Bray - eine fantastische Fantasy-Frau!

Samstag, 18. Oktober 2008 | 13:32 Uhr | von sebastian

Unser zweites Interview mit einem englischsprachigen Autor, und wieder eine wunderbare Erfahrung!!

In den USA ist Libba Bray bereits ein Star. Mit ihrer Reihe „Der geheime Zirkel”, die mittlerweile schon drei Teile hat, stand sie mehrere Wochen an der Spitze der Bestsellerliste der “New York Times” (gaaanz wichtige Zeitung in den USA!).
Der Verlag dtv brachte die drei „Der geheime Zirkel”-Bände, also den ersten Teil: „Gemmas Visionen”, den zweiten: „Circes Rückkehr” und den dritten Teil: „Kartiks Schicksal”, nun auch in Deutschland auf den Markt. Und der Erfolg scheint auch hier nicht auszubleiben.

Mittlerweile hat Libba Bray schon ungefähr eine Million Bücher verkauft. Ist sie deswegen abgehoben? Nein, ganz bestimmt nicht! Die Amerikanerin war absolut herzlich und total aufgeschlossen. Unser Interview war sehr locker. Zwar sind wir hin und wieder ein bisschen vom Thema abgeschweift. (was soll man denn auch machen, wenn man endlich mal jemanden gegenüber sitzt, der genauso gerne Rockmusik der 70er und 80er (Queen!) Jahre hört, wie man selbst ;) ) Es ist immer erstaunlich, wie normal die meisten „großen” Autoren in Wirklichkeit sind.

Lauras Bildergalerie:


Die drei Bücher spielen allesamt in einem englischen Mädcheninternat des 19. Jahrunderts. Libba Bray hat in den Büchern eine Parallelwelt geschaffen, in der natürlich auch Magie eine Rolle spielt. Und das ist auch der Punkt, der ihr beim Schreiben am meisten Spaß macht. Obwohl sie es sehr schwierig findet, dass am Ende auch alles logisch ist. Freunde von „Harry Potter” und „Herr der Ringe” werden sicher auch hier ihre Freude haben.
Libba schreibt gerne für Jugendliche, aber was ihre Bücher für diese Altersgruppe so interessant macht, kann man eigentlich gar nicht so sagen:
Jugendliche sind unheimlich wichtige und tolle Menschen. Aber wenn man die meisten Autoren nach dem Unterschied zwischen Jugend- und Erwachsenenliteratur fragt, dann werden sie sagen: Nichts!. Außer dem Fakt, dass die Charaktere der Geschichten meist Jugendliche sind.