Sendung vom 24. August 2010

24.08.2010 09:08 | Holgi

In den vergangenen Tagen ist ein Rauschen durch den Blätterwald gegangen. Googles Streetview ist der Grund des Rauschens und die vermutlich meistgebrauchten Worte in Zusammenhang mit “Streetview” waren “privat” und “öffentlich”.

Da dachte ich, ich lade euch heute mal ein, anzurufen und – gerne auch völlig unabhängig von irgendwelchen Gebäudedatenbanken – zu erklären, was diese “Öffentlichkeit” eigentlich ist, was da reingehört, was nicht, wie sie sich möglicherweise gerade verändert (es gibt Leute, die sagen, das das so ist) und ob und wie wir diese Veränderung möglicherweise beeinflussen könnten und sollten.

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48 Kommentare

  1. von Mia (aus Bremen)

    Ich habe überhaupt gar nichts gegen Google Streetview.
    Erstmal ist das doch echt eine tolle Erfindung, also auch Google allgemein.
    Mir kann z.B. keiner sagen, dass er noch nie bei Google earth nach einer Straße, einem Ort oder auch Stadt gesucht hat.

    Wenn man beispielsweise in den Urlaub fährt, gäbe es die Möglichkeit vorab schon mal zu schauen was in den Straßen los ist (Einkaufsmöglichkeiten, Diskos etc.)

    Und die Aufregung um das Eingreifen in die Privatsphäre, finde ich auch unnötig. Für mich sind diese Orte, die das Auto fotografiert, auch so öffentlich sichtbar.
    Wenn ich am Sexshop in unserer Stadt vorbeigehe, könnte ich auch auf unseren Nachbarn treffen, wer weiß?!
    Und wenn sich echt mal jemand in seiner Privatsphäre gestört fühlen sollte, oder zufälligerweise bei einem prekären/intimen Moment auf der Straße;) aufgenommen wird, kann er sich ja immer noch an Google wenden!

    PS: Ich fände es auch irgendwie cool, wenn ich da irgendwo auf der Straße laufe und das Streetview Auto würde mich fotografieren.

    Liebste Grüße

  2. von Dirk

    @Mia naja wenn er schon fotografiert wurde ist es zu spät .Aber Grundsätzlich sieht man nur die straße bzw will man ja nur die straße sehen ich suche nicht stundenlang bei google earth um ein Bild von meiner Freundin bei Fremdknutschen zu finden . Sobald man in ein Einkaufsladen geht oder Bank wird ja auch alles aufgenommen bei mir ist auch eine Kamara im Aufzug. Die Videos werden eh gelöscht wenn nichts vorgefallen ist was soll man mit der masse an daten Anfangen es ist eher zufall das man was findet und Häuser kann man auch so von aussehen sehen wer Reich ist wird eine teure Alarmanlage eh brauchen . Bin zwar gegen Datensammlung deswegen zahle ich immer bar aber so ganz darauf verzichten möchte ich ja auch nicht

  3. von Radioralle

    ich habe im Gegensatz zu Mia etwas gegen Google Street View.
    Zu erstmal ist es ein Unternehmen das Geld verdienen will.
    Das geschieht kann auch mit deinen persönlichen Daten (wenn vorhanden) wie Name, Adresse, Wohnort, Straße, Bundesland, Land, Alter, Geschlecht, Fotos, Videos, Audiodateien, Bonität. passieren.
    Es geht weiter das irgendwelche Datenhalden angelegt werden, wo diese Daten, das müssen ja nicht alle sein, gesammelt werden und verknüpft werden könnten. So kann es also sein das Google (Anbieter) diese gesammelten Daten, verschiedene Unternehmen (Googles Kunden) anbietet, für welche Zwecke auch immer. Beispielsweise verschiedenen Bankhäusern, die Kaufen diese verknüpften Daten im Paket und können schon im vorraus wissen wen sie vor sich haben.

    Beispielsweise willst du Kunde einer Bank werden, dir wird ein Mitgliedsvertrag vorgeschoben den du unterzeichnen musst, auf denen stehen mindestens Felder zum ausfüllen für: Name, Adresse, Alter, Familienstand. usw. Alles andere was für die Bank von Bedeutung ist, wie schlechte Bonität, usw. holt sie sich über Unternehmen wie Google, die eben solche Datenhalden anbieten.

    Google Street View aber Stasi 2.0.

    [b]Die Leute die keine Negativen Seiten an Google Street View sehen sind entweder zu jung oder uninformiert.[/b]

    Ein interessantes und gutes Thema, Go Lateline Go.

    [b]Test[/b] [i]Test[/i] Unterstützt das Blog Codeinformationen ? [b]Test[/b] [i]Test[/i]

  4. von Dirk

    @ RAdioralle
    Dazu braucht die Bank doch kein google die Schufa hat alle deine Daten . Ich denke wenn du Schulden hast ist es nichtm die Schuld der Schufa und warum solltest du 10 Konten haben um dein Kredit abzubezahlen .
    Was ich nicht verstehe ist wie die die ganze Datenflut auswerten wollen . Da haben die Kreditinstitute besser Einsicht. Was sollen die mit deinen Daten den genau machen ? Die können mir noch so viel Rolex Werbung schicken wenn ich mir eine schon gekauft hab kann mich keiner zwingen noch eine zu kaufen .
    Viel schlimmer ist doch Foto hochladen was für immer irgendwo im internet sein kann . Ich hab ein Freund wo die Polizei vor der Tür stand weil er sehen wollte ob jemand seine Post liest und sich als Terrorist dargestellt hat aber die konnten auch nix machen weil sie ja eigentlich keine Emails lesen dürfen . Ich würde es nicht schlecht wenn Menschen die krass beleidigen weil es ja anonym ist zumindest verwarnt werden würden . Du kannst ja in kaum ein Board rein wo es keine fights gibt sobald einer ne andere Meinung hat wird beleidigt und dann gehts nur noch hin und her ohne das man ein Kompromiss gefunden hätte es gibt milliarden Meinung Firmen verboten Bewerber zu googeln .
    Google street kann ja dein alkohol und zigaretten kauf nicht an deine Krankenkasse weiter schicken . Das machen die Premiencards und deine Banken gerne für dich ;)

  5. von Dirk

    Holger klär mal auf was die mit den Daten alles machen weil solange ich keine nacktbilder und radikale texte online stelle ist es ja nur ein riesen Datentopf der irgendwann überkocht . Aber ich bekomme nichtmal spam ok ich kaufe auch nicht online ein . Die neue Generation will ja alles teilen unhd ist auch anderen Menschen etwas offener . wenn du mich nicht magst wie ich bin dann gibt es halt genug andere .
    Wir wissen doch das die CIA den 11 September verbockt hat dank informationsüberfluss

  6. von Michael

    ich finde die Aufregung, die jett plötzlich bei google Street View kommt auch überraschend.
    bei google earth sieht man doch genauso in Gärten von Häuser rein, etc..
    Das was man bei google street view sieht, sieht man auch, wenn man dort läuft, das bei google earth nicht umbedingt.
    Gesichter sind verstellt, gegen Bilder von seinem Grundstück kann man Einspruch erheben.
    Außerdem bringt es ja auch vorteile, Stichwort Navi.

    @ Dirk.
    wie meinst du das mit dem Informationsüberfluss ?
    wie ich heute in einer Reportage im ZDF gesehen habe, hatte man über Leute (auch über 2 Terroristen aus Hamburg) schon Informationen, da aber Politiker zerstritten warenoder Geheimdienste nicht zusammengearbeitet haben hat man spuren nicht weiter verfolgt.
    einerseits will man Datenschutz, andererseits Schutz vor Terrorismus, der eben u.a. durch Überwachung und Auswertung von Daten funktioniert.

    Außerdem denke ich, dass man sich vor der Offenlegung seiner Daten schützen kann.
    eben immer eine Spur vorsichtiger und so anonym wie möglich surfen.
    wenn man dan auf Facebook 100 Bilder von sich hochlädt, geht das eben nicht.

  7. von Tobias

    @Dirk
    Ich würde mich nicht darauf verlassen daß die gesammelten Datenmassen so groß sind, daß sie nicht mehr sinnvoll auswerten lassen.

    Das wird zwar gerne mal behauptet, aber wenn man sich näher damit beschäftigt, fällt einem auf wie viele Firmen, Unis und andere Institutionen sich genau mit diesem Problem befassen und das schon seit vielen Jahren.

    Dabei fallen teilweise sehr aufschlussreiche akademische Papers und Patentanmeldungen auf, die sehr gute, erschreckend gute Lösungen für die Auswertung extrem großer Mengen unstrukturierter Informationen.
    In erster Linie geht es um Text aber – und das ist in dem Zusammenhang sehr interessant – neuerdings umfasst das auch Fotos und Videos. Klassifizierungsalgorythmen bauen schon jetzt aus öffentlichen und nichtöffentlich Datenbanken, Internetdiensten wie Facebook, VZ, twitter etc. Lagebilder über ganze Bevölkerungen von Staaten, bis hinunter auf die Ebene eines einzelnen Stadtteils. Großflächige Erfassung von Veröffentlichungen erlaubt es zB jetzt schon anonym veröffentlichte Texte ziemlich sicher seinem Verfasser zuzuordnen, sofern dieser irgendwo zuordenbar publiziert hat.

    Und diese Datenbanken entstehen im Hintergrund, weitab aller Öffentlichkeit, nicht nur bei Google, die sich aber – soweit bekannt – “nur” auf einen weiten Teilbereich öffentlicher Information beschränken.
    Andere Datensammler sind da nicht so eingeschränkt und aggregieren deutlich mehr, insbesondere aus dem grauen und schwarzen Bereich des Datenhandels.
    Die Firmen die diese aufbauen werden üblicherweise von Banken und Investmentfonds, aber auch zu geringerem Anteil von Geheimdiensten finanziert. Die momentan mögliche Rendite ist dabei nicht die ausschlaggebende Motivation, weil noch zu gering, viel mehr ist sowas eine Investition in den zukünftigen Wert der Daten, der sich durch Zusammenführung mit anderen Sammlungen noch erhöhen lässte.
    Ausserdem ist davon auszugehen daß die entsprechenden Firmen die momentane weltweit sehr laxe datenschutzrechtliche Lage noch solange es geht nutzen werden, um soviel verwertbares anzusammeln wie möglich.

  8. von Dirk

    ich meine damit das Daten und Informationen vorhanden sind aber es so viele sind das man sie nicht mehr auswerten kann . Wenn die CIA nur eine millionen von mails welt weit lesen muss weil ja in jeder mail Terror hinweise sein könnten und selbst durch ein Filter kommen Bomben und Bringe den Presidenten um und wenn die alles nachprüfen müssen was harmlos ist und was ernst das geht doch garnicht . Die verpassen wichtige Infos wegen dem Datenüberfluss. ich will garnicht wissen wieviel hass botschaften Obama bekommt wo sich araber nur aufregen aber keine Macht haben aber die die Macht haben werden es im Untergrund besprechen . Die Email Kontrolle ist somit nur um kleine Sünder mit Geldstrafen zu belegen damit Kohle fürs ganze lesen wieder reinkommt

  9. von Joachim Haas

    Hallo Holger,

    erst mal gute besserung mit deiner Erkältung.

    Die Öffentlichkeit hat nicht nur negative sondern auch einige positive Merkmale.

    Ich angachiere mich ehrenamtlich für stotternde Menschen und kann nur durch die Hilfe der neuen Medien (Stichwort Web 2,0) viele Menschen erreichen und so Vorurteile in der Gesellschaft abbauen.

    Selbstverständlich gibt es auch immer eine missbräuchliche Verwendungen die man aber nicht pauschalisiert als einseitiges Bild wahrnehmen sollte.

    gruß Joachim aus Mücke (Ein Ort in Hessen das kein Mensch kennt)

  10. von Hanzo

    Naja, erstmal muss man ja die Definitionen klären:

    Privat:
    [1] eine einzelne Person betreffend, im Gegensatz zu allgemeinen Bereichen der Gesellschaft (wie Unternehmen, Parteien oder Staaten)
    [2] familiär, intern, und nicht öffentlich

    Öffentlichkeit:
    [1] die breite Masse der Leute
    [2] Zustand des frei zugänglich Seins

    Wenn Streetview nur auf “typische Touristenplätz” beziehen würde, dann wäre das weniger ein Problem, aber die Daten sammeln und verarbeiten finde ich das eine Frechheit.
    Diese Daten die verarbeitet werden, können ganz leicht wie eine Art Steckbrief zusammen gefasst werden so wie es ja auch schon mit Google etc. ist… wenn da sich einige Leute die Nutzungsbedingung durchlesen würden und das auc verstehen würden, würden sie evt. eine neue Suchmaschine suchen.
    Google würde es auch nichts angehen wenn ich am Samstag für 5 Monate nach Kanada fliege, aber sie würden es wissen/verarbeiten mit ihrer Suchmaschine und eine Menge mist anzeigen bei meinen Suchergebnissen(so wie immer).

    Zum Thema Politker und Internet:

    Fürs Internet sollte das Baumhaus-Prinzip gelten: Wer zu alt ist, um ohne Hilfe reinzukommen, soll uns darin auch keine Vorschriften machen. http://german-bash.org/307120

    euer Hanzo

  11. von Dirk

    @ Tobias
    aber was sollen sie damit anfangen . Die Bank will kein Schuldner der nie Rechnungen bezahlt das bekommt er von der Schufa . Wird er mir kündigen weil ich Urlaub in der Karibik gemacht habe und über mein flirt online schreibe .
    Ok die Krankenkasse kann ihre beiträge erhöhen wenn sie sehen das ich viel esse und wenig sport mache und dazu noch mengen von Alkohol trinke aber was interessiert ihn ob ich 5 Pornos in einer woche gekauft online gekauft habe . Bekomme ich dann Sexverbot ?

    Ok der Boss will keine Sexbilder von mir sehen ist klar aber was interessiert es ihn ob ich in meiner Freizeit in einem Hundeforum mich über mein Dackel unterhalte

    Die Werbeagentur will auf meine Bedürfnisse eingehen und nur werbung schalten die mich interessieren könnte aber wenn ich HarzV bin brauche ich nicht 5 Shampoos. Was interessiert die Agentur das ich z.B Drogen konsumiere die können sie mir nicht verkaufen
    Und die Polizei wird selbst mit größter Kontrolle nicht jeden Verhafen können die sind jetzt schon überlastet und auhc die Gerichtshöfe

  12. von Tobias

    @Dirk
    Ach dieses Terrorhysteriezeuchs ist garnicht das Problem, wirkliche Anschlägs- und Wasauchimmerpläne werden nicht durch sowas aufgedeckt, und zur Verteilung von Geldstrafen eigenet sich das auch überhaupt nicht.

    Das möglichst flächendeckende Abfischen von Mails ist in erster Linie dazu geeignet völlig automatisiert Beziehungsgeflechte aufzuzeichnen und in Beziehung zu allen anderen Datenbanken zu setzen.

    Und, nein, wenn jemand tatsächlich per Mail einen Anschlag oder ähnliches in offenen Worten plant, dann geht das nicht in der Masse unter sondern kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens in einen automatischen Abgleich mit vielen Kriterien nachdenen entschieden wird damit weiter vorgegangen wird.

  13. von K. Arl

    Hey, auf Sightwalk.de kann man schon genauso rumfahren, wie bei google und da gibts keinen Aufschrei…

  14. von Anton

    Wir sind leider ein Volk von Überwachten!

    Gläsern und so gut wie hilflos. Nur weil mein Internetanbieter weiß, ob ich erotisches anklicke, nur weil die Kreditkartenfirma einen Überblick darüber hat was ich wann und wo gekauft hab, nur weil ich leicht mit dem Handy lokalisierbar bin und weil mein Nachbar mit einer Kamera-Drohne von Saturn meiner Freundin beim Sonnenbaden zu sehen kann, heißt dass nicht dass wir uns nicht gegen BigBrother wehren können. Mir ist meine Privatsphäre wichtig und ich werde alles tun dass, diese immer weiter sinkende Hemmschwelle der Großkonzerne und Datensammler nicht so weiter geht.

    Und der erste Schritt ist das Formular gegen Google Streetview. Und dann folgt die Wahl entsprechender politischer Parteien die den Datenschutz der Bürger stärken (wollen).

    Gruß Anton (18)

  15. von Mara

    Holgi, irgendjemand redet bei dir im Studio im Hintergrund… das nervt! Mach mal die Tür zu…

  16. von Martin

    Google wird immer mächtiger !

  17. von Benne

    Aber vielleicht müsste man den Menschen erstmal verraten, dass jetzt nicht durchgehend irgendwelche Google-Autos durch die Welt fahren und durchgehend neue Fotos aufnehmen, sondern das jetztige Fotomaterial schon wieder veraltet ist – wer sich wirklich so anstellt kann ja ab jetzt einfach das vorhandene Fotomaterial verändern zum Beispiel Haus anders anmalen….

  18. von CHiM

    http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/sprachlog/allgemein/2010-08-14/pro-google-street-view

    Ein sehr interessanter Artikel dazu!

  19. von REph

    Nach der Definition eben das Öffentlichkeit alles ist, was zur Bildung einer öffentlichen Meinung notwendig ist, kann das ja alles sein, wenn man zugrunde legt, daß eine öffentliche Meinung konstruiert werden kann.

    Z.B. könnte eine Person über 50% der Medien kontrollieren und dieser bestimmt dann halt, was Meinung ist oder worüber man eine Meinung haben sollte.

    Das läuft dann darauf hinaus “Ich will etwas über etwas sagen, also muß/darf ich alles darüber wissen.”

    Der Wille allein legitmiert alles.

  20. von CHiM

    http://www.e-rent.de/

    Auf E-Rent wurde schon Köln, Bonn und Düsseldorf schon vor Google Street View komplett gefilmt, und alles ohne Verpixelung!

  21. von uwe

    Guten Abend,Google Street View ist doch überhaupt kein Problem.Wenn jemand denkt sein Haus ist nicht überwacht der irrt.Der Bundesnachrichtendienst kennt Dein Haus,der weiß wo Du wohnst und was Du machst,man hat da ja auch etliches vom MfS übernommen. Warum sich da nun alle aufregen das da eine Kamera durch die Straßen fährt kann ich nicht verstehen.

  22. von suse

    vielleicht sollte man vielen menschen auch verraten, dass alles, was ich in irgendeiner form im internet publiziere (in sozialen netzwerken zum beispiel) einer öffentlichkeit zugänglich ist, d.h. diese informationen sind nicht mehr privat.
    wenn es dann leute gibt, die ihr privatleben der internetgemeinde präsentieren, und sich dann darüber beklagen, dass fremde menschen intime dinge über sie wissen, dann tun sie mir leid.
    wir haben immer noch macht darüber, was die welt über uns weiss oder eben nicht!
    trotzdem hoffe ich, dass google gestoppt wird – wegen der schon angesprochenen datenverknüpfungen, die diese verschiedenen einzelinfortmationen so wertvoll machen.

    http://pleaserobme.com/

  23. von Helena

    Eigentlich stehen wir doch alle jeden Tag irgendwie in der Öffentlichkeit.
    Wenn ich aus der Haustür gehe kann mich jeder sehen der gerade vorbeiläuft. Ergo überlege ich mir bevor ich aus der Tür gehe wie ich aussehe und was ich mache, außer es ist mir egal. Und wenn es sowieso jeder sehen kann der gerade da ist und es für mich okay ist, dass diese Menschen das sehen, wieso sollte es dann nicht okay sein, wenn die ganze Welt mich so sehen kann, interessieren tut das sowieso die wenigsten, der Großteil der Menschheit (er-)kennt mich auch garnicht. Wenn mir irgendwer ans Bein pinkeln will kann er das auch ohne googleStreetView o.Ä.
    Wenn man sich jetzt noch überlegt auf wievielen Überwachungsbändern oder Touri-Fotos(bei denen man auch nicht kontrollieren kann was damit passiert/wer sie sieht) man in seinem Leben drauf ist, dann kommt es auf StreetView auch wirklich nicht mehr an.

  24. von Sunnygirl

    Vielleicht ist ein Problem ja, dass die Fotos dazu dienen könnten, Wohngebiete zu “kategorisieren”. Ein potentieller Arbeitgeber (oder was auch immer) hat so die Möglichkeit, sich mal eben einen Einblick in die Wohngegend zu verschaffen und urteilt unter Umständen dann vorschnell über die Bewerber, sodass Person A, die in einem “besseren” Wohngebiet nur aufgrund der Wohnsituation bevorzugt wird.

  25. von Ludwig

    och was, google earth beschwerden gabs doch auch von anfang an.
    nur halt weniger laut von bürgerrechtlern.

  26. von Tobias

    @uwe
    Vorsicht, Dein Tinfoil Hat ist gerade verrutscht!!1! :-D

  27. von REph

    @aktuellen Anrufer: der Bundesdatenschutzbeauftragte, Schar hat im Zuge der Disskusion um Steet-View die Idee angebracht, das es Firmen verboten werden soll, einen Bewerber in sozialen Netzwerken in Augenschein zu nehmen

  28. von Patrick

    @Callcenter&Bankverbindung: Ja, die haben die Daten schon und möchten nur ein “Ja” entlocken, das reicht den schon um einen Vertrag *geschlossen* zu haben. Zur Not wird das Gespräch noch etwas geschnitten, damits deutlicher wird.

  29. von Dirk

    Ich entscheide doch nicht ob im Stadion eine Kamera da ist oder nicht . Ich muss es hinnehmen wenn ich da hingehen will aber die wahl habe ich ja nicht außer ich bleibe zu hause

  30. von joachim

    Ich versteh die ganze aufregung nicht , die aufnahme ist in einem sekundundbruchteil gemacht und gut ist …. und da kann der Vorgarten am nächsten tag schon ganz anderes aus sehen . Ist ja nicht so das sie in die Wohnung gehn …

  31. von Tobias

    Übrigens, die Problematik ist in Wirklichkeit schon über 10 Jahre bekannt, gab damals schon eine Firma namens Tele-Info die Fahrzeuge durch die größten deutschen Städte geschickt hat. Wurde dann als “Show View”-Telefonbuch-CD verkauft.
    Gab da sogar nen EV-Urteil vom – natürlich – Landgericht Hamburg, das die Veröffentlichung von bestimmten Bildern untersagt hatte.

  32. von Anton

    Ich möcht gern einen Menschen sehen der Pro Google Earth ist und NICHT bei Facebook, VZ oder sonstigen sozialen Netzwerken und dort sein halbes Leben publiziert in dem Glauben sie seien der Mittelpunkt der Welt.

    Das Argument mit dem Haus umstreichen ist schlichtweg lächerlich und zeigt die Respektlosigkeit vor dem Persönlichkeitsrecht der Menschen anderer Meinung.

  33. von Tobias

    Weil Holgi die Firma schon erwähnt hat, hier mal ein Beispiel was die so an Datenmengen vorhalten.
    Die Qualität kann man zwar so nicht beurteilen, man kann aber davon ausgehen daß die den (ziemlich hohen) Preisen entsprechend ist, sonst wären die nicht schon so lange und gut im Geschäft.

  34. von Harald

    Hallo Zusammen!

    Arbeite und forsche im Bereich Bioinformatik, daher warne ich vor Aussagen wie “große Datenmengen kann man eh nicht sinnvoll auswerten”. Stichworte “Pattern Matching”, “Statistisches Lernen”, “Natural Language Processing” und und und …

    Übrigens darf man natürlich kein auf Google zugeschnittenes Gesetz beschließen. Es müsste eine grundsätzliche Diskussion geben, z.B. darüber welchen Informationsgehalt hat ein Bild von meinem Haus etc.

    Und zuletzt warne ich davor, Google “groß zu reden”, denn es kocht auch nur mit Wasser. Welchen Vorsprung hat dieses Unternehmen denn tatsächlich? Ich finde es schlimmer, dass wenn ich ihre Suchmaschine benutzen würde, Google meine IP-Adresse samt aller Suchanfragen hätte (“Hodenkrebs”, “Sex Paderporn Gays”, “Britney Spears Torrent”).

    Eigentlich weiss man doch auch, wann in etwa das Auto von Google bei Euch vorbei fährt. Ein findiger Unternehmer würde jetzt Tarnmäntel für Häuser verkaufen =)

  35. von paul

    hier noch ein bisschen satire
    http://www.youtube.com/watch?v=OMFBuHsKXb0

  36. von Ralf

    Hallo Holger, hast du schon gewusst, dass die Daten jeder Person, die irgendwann mal aufgeschnappt wurden, bei schober.com zum Verkauf angeboten werden? Die Datenbank ist riesig, schau da mal rein. Es ist ein Adressen-Shop!

  37. von Ralf

    Ach und übrigens gibt es eine Webseite, die davon berichtet, welche Datenpannen in der letzten Zeit bis Anno X vorgefallen sind. –> http://www.projekt-datenschutz.de/

  38. von Tobias

    Und noch einen:
    Naaa, in welches “Lifestyle-Segment” mag man Euch kategorisiert haben?
    Seit Ihr auch in der “Aktiven Mitte”? Oder doch nur bei den “Konsum-Einsteigern”?
    Das entscheidet ob Ihr bei der Bank den Kredit für 3,5% (wie beworben) oder für 7,8% bekommt. Ob die Hotline an Deinen Anruf priorisiert rangeht oder nicht. Ob die Versicherung Dir den günstigeren Tarif anbietet oder nicht.

  39. von Tobias

    @holgi
    Das SWIFT-Abkommen umfasst die aussereuropäischen Überweisungen, ABER auch die innereuropäischen Bargeldanweisungen.

  40. von paul

    Bei der Sache mit den Personalern stellt sich mir auch immer die Frage, ob man dann auch da arbeiten wollen würde, wenn einzig und allein auf Grund von Facebookprofilen und StreetView Bildern entschieden wird. Das mag man sich nicht immer aussuchen können, aber im Grunde schießen sich die Unternehmen ja auch selber ins Bein, wenn sie gute Leute nur auf Grund von Oberflächlichkeiten nicht nehmen.

    wichtiger ist mir vor allem die generelle Datenkontrolle und da finde ich den Vorstoß in Richtung Datenbrief vom CCC eine Möglichkeit.

  41. von Dirk

    Der typ jetzt kommt nicht auf dem Punkt um das thema herum

  42. von joachim

    ICH versteh den nicht was der da will zZ oO ….Ich versteh nur Bahnhof

  43. von Patrick

    @Stuttgart21:
    Stuttgart 21 wird seit über 15 Jahren geplant – warum wurde damals nicht demonstriert? Warum erst jetzt? Warum werden durch diese Aktionen noch mehr Kosten (Ja, Polizeieinsätze sind teuer) verursacht? Stuttgart 21 wird kommen – und das ist auch gut so. Und wenn die Ferien in BW zuende sind, hört das ganze Theater hoffentlich auch wieder auf. Das blockiert nur die Abrissarbeiten und kostet zusätzliches Geld. 20k sind von 600k nichts. In Berlin waren bei der Demo ganze 30 Leute da :)

    Früher hat einem der Bonatzbau nicht gefallen – jetzt wo er wegkommt hängen alle so dran? Niemals.

    @Thema: Es gibt inzwischen selbst Seiten, die alle Benutzerdaten – samt Passwort im Klartext – an andere verkaufen.

  44. von Adalberti

    Und das doofe ist, dass ich nur auf der Adobe-Website kontrollieren kann:

    http://www.macromedia.com/support/documentation/en/flashplayer/help/settings_manager09.html

  45. von Dirk

    Ja aber wenn ich das Produkt nicht brauche oder nicht kaufen kann/will bringt das doch nix da kann 100 mal produkt vom mercedes geschaltet werden weil ich einen habe aber es kann mich doch keiner zwingen das produkt zu kaufen

  46. von Mara

    Wer Firefox benutzt und seine Flash-Cookies regelmässig löschen möchte, der kann z.B. Better Privacy benutzen: https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/6623/

    (Als halbwegs paranoides Mädchen benutze ich noch NoScript, CookieSafe, CookieCuller, Adblock Plus, gelegentlich Tor und (fast immer) mein Gehirn.)

  47. von Em

    @ Holger zum Thema Google Street View : http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/lokalnachrichten_dortmund/BVB-Fans-stellen-Pixel-Antrag-fuer-Schalke-Arena;art930,1004524

  48. von Markus

    @Holger:
    Der Typ, der in Deiner letzten Sendung als “Christoph” sich ins Radio schalten ließ, um dann gefühlte Stunden “Fahrenheit 451″ zusammenzufassen, von “Echelon” erzählte, über Fleischwerdung allenthalben schwadronierte und redeteredeterdete — tja, dieser Herr aus dem Schwarzwald hat, glaube ich, beim Kollegen Böhmermann schon öfter den Durchbruch ins Radio geschafft, und zwar immer unter einem anderen Namen. (Beim letzten mir bekannten Auftritt hat Böhmermann ihn erkannt und rausgeschmissen) Es war dann immer so wie in Deiner Sendung: Erst mahnt er, wir dürfen “das System” nicht gegen den Mensch gewinnen lassen, dann immer kurze Andeutung von Verschwörungstheorien und dann WIRKLICH JEDES MAL der Sprung zu Stuttgart 21. Er hört sich auch in jeder Sendung so an, als ob er ein Skript vor sich hätte und seine Tagesordnungspunkte abhakt. Auch bei Caro Korneli war er schon mal “zu Gast”, zum Thema “Geister” nämlich. Da hat er u.a. erzählt, daß er mit freiem Oberkörper durch den Wald marschiert. Eine unangemeldete Hitler-Parodie wie in Deiner Sendung hat er damals übrigens nicht zum Schlechtesten gegeben… :D

    Nur mal zur Information.