Nach dem zweiten Weltkrieg waren in Hanau mehr als 30.000 US-amerikanische Soldaten stationiert. Diese beeinflussten durch ihre Anwesenheit nicht nur das Stadtbild, sondern durch mitgebrachte Mode und Musik auch das Leben der Jugendlichen in der hessischen Stadt: Hanau wurde in den Fünfziger- und Sechzigerjahren zu einer Hochburg der Musik- und Jugendkulturen. Vergnügungssüchtige aus der ganzen Region strömten des Nachts in die unzähligen Musik-Bars, in denen neben regional bekannten Bands wie „Fats & His Cats“ auch internationale Künstler wie Bill Haley, Chuck Berry, Chris Andrews oder Jimi Hendrix ihr musikalisches Talent zum Besten gaben. Clivia Runklé, Tochter eines amerikanischen Soldaten und einer Deutschen, wuchs inmitten dieser schillernden und aufregenden Zeit in Hanau auf. Nicht ohne Folgen: Sie wurde in den Sechzigern Hanaus erstes Go-Go-Girl und bekam als solches internationale Aufträge. Später verdrehte die heute 63-jährige den Männern auch beim Striptease den Kopf. Clivia Runklé nimmt uns mit auf eine Reise in die Swinging Sixties.

Text: Eva-Marie Meyer und Vanessa Tron
Video: Eva-Marie Meyer und Vanessa Tron
Foto: Privat

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