Der Fragebogen zur Studie

Es ist soweit: Der Fragebogen, wesentlicher Teil der wissenschaftlichen Untersuchung,  ist online. Damit sind Sie, liebe Nutzer, dran.

Es ist nicht die erste Studie zum Thema Umgang mit Daten im Internet. Aber in dieser konkreten Fragestellung bisher einmalig. WICHTIG: Wir wollen nicht nur die Nutzer erreichen, die schon in Sozialen Netzwerken aktiv sind. Die Studie richtet sich ausdrücklich an alle Menschen, die das Internet nutzen.

Fragebogen ausfüllen

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Wirtschatfsinformatiker Jin Gerlach von der TU Darmstadt über die Fertigstellung des Fragebogens

Thema der Studie ist die Privatsphäre in sozialen Netzwerken im Internet. Hierzu interessiert uns Ihre ganz persönliche Einschätzung. Unter einem sozialen Netzwerk verstehen wir im Rahmen dieser Studie einen Dienst im Internet, der von seinen Benutzern hauptsächlich dazu genutzt wird, um soziale Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Aktuelle Beispiele für soziale Netzwerke sind die Angebote „facebook“, „XING“, „StudiVZ“ oder „Stayfriends“.

Sie werden beispielsweise gefragt,
…ob Sie Nutzer eines Sozialen Netzwerks sind
…wie Sie Sozialen Netzwerken gegenüber eingestellt sind
…wie Sie es finden, dass die Unternehmen mit den Daten ihrer User Geld verdienen
…wie die Nutzer selbst den Wert ihrer Daten einschätzen.

Hinweise zur Verwendung der erhobenen Daten

Der Schutz aller Daten der Umfrageteilnehmer ist uns ein besonderes Anliegen. Wir versichern Ihnen, dass die erhobenen Daten vollständig anonym ausgewertet werden. Rückschlüsse auf Ihre Identität sind in keiner Weise möglich. Die Daten werden ausschließlich zu nichtkommerziellen Forschungszwecken verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.

Wenn Sie bei der Befragung unterwegs aussteigen, werden Ihre Daten NICHT ausgewertet.

Über Tom Klein

Multimedia-Redakteur bei sportschau.de und hr-online. Kontakt bei Twitter: @tmsklein
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20 Antworten auf Der Fragebogen zur Studie

  1. christian sagt:

    Was in diesem Fragebogen ein bischen gefehlt hat war die Unterscheidung wo sich Daten befinden, d.h. im welchen Land der Server und/oder auch das Unternehmen den Hauptsitz hat.

    Auch der Umfang der Datensammlung wird nicht exakt definiert. Facebook sammelt ja nicht nur Daten die man eingegeben hat, sondern vermutlich auch das gesamte Surfverhalten da auf extrem vielen Seiten dieser Facebook button eingebettet ist.

    • behu sagt:

      Welche Rolle soll in einer vernetzten Welt der physikalische Standort eines Servers spielen?
      Sobald sich die Daten einmal im Netz befinden schützt Dich keine Landesgrenze mehr…daher ist es auch völlig unerheblich wo sich die Server der Firmen befinden.
      Ganz davon abgesehen haben die großen Firmen wie facebook, google und apple weltweit ihre Server stehen.

    • Jin G. (TU Darmstadt) Jin G. sagt:

      Sie haben nicht ganz unrecht – natürlich betrifft es meine Bedenken bezüglich meiner Privatsphäre, je nachdem, wo meine Daten gespeichert sind. Und auch ihre zweite Anmerkung ist berechtigt. So gibt es unzählbar viele weitere Aspekte, die im Zusammenhang mit unserem Thema sehr spannend wären. Leider stoßen wir da an die Grenzen unserer Forschungsmethodik. Je mehr wir wissen wollen, desto umfangreicher wird ein solches Projekt und damit leider auch der Fragebogen.

  2. Kai sagt:

    Schade, ich hätte den Fragebogen gerne beantwortet, aber gleich auf der ersten Seite ein typisches Problem von vielen Fragebögen: „Sie haben eine für den weiteren Verlauf des Fragebogens wichtige Frage nicht beantwortet. Könnten Sie dies bitte nachholen?“

    Da waren zwei Fragen die so formuliert sind, dass ich keine sinnvolle Antwort geben kann (eine sinnlose, sprich: willkürliche verweigere ich, zumal die Fragen ja so wichtig sind), also lasse ich sie offen. Das ist leider nicht gewünscht. Ergo ist mir eine Teilnahme leider nicht möglich.
    Schade.

    • Jin G. (TU Darmstadt) Jin G. sagt:

      Das tut uns leid! Wir haben im Vorfeld viel Zeit investiert, um zu prüfen, ob unsere Fragen von den zu Befragenden auch beantwortbar sind. Allerdings auch nur im Rahmen unserer Möglichkeiten – man übersieht leider immer irgend etwas. Vielen Dank jedoch besonders dafür, dass Sie aufgrund des Problems keine verfälschenden, willkürlichen Antworten gegeben haben. Vielleicht könnten Sie uns Feedback geben, welche Fragen für Sie nicht beantwortbar waren? Gerne auch per Mail!

  3. Ralph sagt:

    Oh Mann, warum müssen diese Fragebögen so ewig lang sein? Und warum kann man keine Fragen auslassen (was soll man z.B. auf die Frage sntworten, ob man „Internetseiten“ für vertrauenswürdig hält? Die meiner Bank, ja; aber die Spielbank-Seite aus Russland, nein). Habe nach 15 Min (sic!) abgebrochen.

    • Jin G. (TU Darmstadt) Jin G. sagt:

      Vielen Dank für den guten Hinweis. Wir hatten bei dieser Frage „allgemeine Internetseiten des Alltags“ im Kopf – natürlich kann darunter jeder etwas anderes verstehen.

  4. M_bedded sagt:

    Was mir im Fragebogen fehlte, waren Fragen zum Stellenwert, den social networks für das eigene soziale Netzwerk spielen. Ich gehöre zu einer älteren Generation und habe einen Freundes- und Bekanntenkreis, in dem facebook et al. keine nennenswerte Rolle spielen. Wenn ich Freunde treffen will, rufe ich sie schlicht an, ich schicke ihnen auch Mails, aber keiner von denen ist nur über facebook erreichbar (oder benutzt es). Ich vermute, dass die Abwägung zwischen Risikoeinschätzung und den eventuellen Vorteilen eines soc nets auch davon beeinflusst wird, wie subjektiv bedeutsam diese Vorteile überhaupt sind.
    Dieser Aspekt wird aber nicht ausreichend abgefragt – soweit ich mich erinnern kann, wird man nur gefragt, ob man glaube, über ein soc net neue, interessante Leute kennenlernen zu können. Das ist ja gut und schön, aber es soll tatsächlich Menschen geben, die dafür auch noch über andere Strategien verfügen (und vielleicht sogar präferieren).
    Da die Studie ja explizit auch Leute in den Fokus nehmen will, die nicht oder noch nicht in soc nets unterwegs sind, erscheint mir dies ein Manko des Fragebogendesigns zu sein.

    • Jin G. (TU Darmstadt) Jin G. sagt:

      Ein ausgezeichneter Hinweis – vielen Dank! Ein bisschen steckt dieser Aspekt in der Frage, ob man das Netzwerk praktisch oder effizient fände, seine Freunde über Geschehnisse zu informieren. Aber explizit wäre diese Information natürlich interessant gewesen.

  5. Ingmar sagt:

    Interessante Umfrage über ein wichtiges, in meinen Augen zu selten behandeltes Thema, bin gespannt auf die Ergebnisse.
    Ich finde die vielen Items (Aussage-Batterien) pro Seite und die nicht vorhandene Möglichkeit, bestimmte Fragen unbeantwortet zu lassen, jedoch auch nicht sehr nutzerfreundlich. Zudem fängt man, wenn man zwischenzeitlich mal unterbricht und andere Seiten aufruft, später aber weitermachen will, immer wieder von vorne an – was eine zusätzliche Hürde für das Beenden der Befragung darstellt. Dies kann und sollte m.E. anders eingestellt werden.

  6. Jin G. (TU Darmstadt) Jin G. sagt:

    Wir freuen uns, dass Sie das Thema spannend finden und sind ebenso gespannt auf die Ergebnisse. Leider sind Fragebögen dieser Art nicht immer besonders nutzerfreundlich, was allerdings oft durchaus seinen Grund hat. Wir wünschen uns, dass Nutzer die Fragen „in einem Rutsch“ beantworten und nicht zwischendurch Pause machen. In diesem Falle könnte es z. B. passieren, dass Hinweise an früherer Stelle im Fragebogen später nicht mehr so präsent sind. Auch benötigen wir leider zur Auswertung tatsächlich vollständig ausgefüllte Fragebögen. Bei freiwilliger Antwortoption würden die vollständigen Fragebögen leider nur noch einen Bruchteil der Gesamtmenge ausmachen, was die Qualität mancher statistischen Verfahren unter Umständen stark verschlechtern könnte. Im schlimmsten Fall wären dann manche Aussagen nicht treffbar oder stünden auf einer unsicheren Datenbasis – und Aussagen, die vielmehr Vermutungen sind, möchten wir vermeiden. Leider wird dadurch der Fragebogen für die Teilnehmer unkomfortabler.

  7. Rolf Albermann sagt:

    Ich habe mich an der Umfrage beteiligt aber geschmeckt hat sie mir nicht.
    Meiner Ansicht nach sind viel zu viele Suggestivfragen enthalten und welchen Sinn soll es haben dass die gleiche Frage drei mal hintereinander – nur anders formuliert – gestellt wird?
    Ich bin gespannt auf die Auswertung der Umfrage, aber den wissenschaftlichen Wert des Ergebnisses darf man jetzt schon getrost anzweifeln. Man muß sich nur überlegen welche Gruppe von Internetnutzern überhaupt daran interessiert ist sich an solchen Umfragen zu beteiligen und zu welchem Ergebnis die Formulierung der Fragen aller Voraussicht nach führen wird.
    Eigentlich schade, denn deutlich neutraler abgefasst hätte das ein schönes Projekt sein können.

    • Jin G. (TU Darmstadt) Jin G. sagt:

      Lieber Herr Albermann,

      wir nehmen Ihr Feedback sehr ernst und möchten dementsprechend detailliert auf Ihre Kritik eingehen. Zunächst einmal: Schade, dass Ihnen die Umfrage nicht gefallen hat. Wir interessieren uns sehr dafür, welche Fragen für Sie die Antwort bereits vorwegnehmen. Um andere Teilnehmer jedoch nicht vorab zu beeinflussen würden wir uns sehr über dieses Feedback in Form einer E-Mail freuen.

      Mehrere sich inhaltlich ähnelnde Fragen nervt leider die Teilnehmer (zu Recht), hat aber einen wichtigen Grund, weshalb dieses Verfahren heute Standard in wissenschaftlichen Befragungen ist. Der Grund lautet vereinfacht wie folgt: Wir möchten mit drei ähnlich formulierten Fragen einen bestimmten Aspekt z. B. bezüglich der Einstellung der Teilnehmer zu einem Thema herausbekommen. Stellt man nun eine einzige Frage, ist das Risiko, dass verschiedene Leute diese eine Frage unterschiedlich (und damit auch anders, als wir es beabsichtigen) interpretieren recht hoch. Jeder Teilnehmer bringt ja seinen individuellen Hintergrund mit, stolpert deshalb vielleicht über ein bestimmtes Wort, eine Formulierung, oder Ähnliches. Die Antwort würde dann durch das unterschiedliche Verständnis verzerrt und es bestünde das Risiko, dass sich ein bestimmter Trend statistisch möglicherweise nicht abzeichnet. Versucht man den interessanten Aspekt jedoch auf unterschiedliche Arten zu adressieren, erhöht sich die Chance, dass eine Verzerrung durch Missverständnis bei einer einzelnen Frage, die Haltung des Teilnehmers allzu stark beeinflusst. Die anderen (ähnlichen) Fragen gleichen dies aus und man bekommt vielleicht trotz Verzerrung einer Frage ein ganz gutes Gesamtbild. Betrachtet man nun die Gesamtheit der Teilnehmer erhöht sich durch eine weniger verzerrte Adressierung des Aspektes die Vergleichbarkeit untereinander. Im Endeffekt erhöht sich die Qualität der Aussagen, die auf Basis der Daten getroffen werden können und das ist nicht nur für uns als Wissenschaftler wichtig. Auch für diejenigen, die sich letztendlich für die Studienergebnisse interessieren ist es doch von Interesse, dass sich unsere Aussagen auf Daten von einer gewissen Qualität stützen.

      Mit dem von Ihnen angesprochenen Punkt der „Selbstselektion“ haben Sie natürlich Recht – eine bestimmte Gruppe von Internetnutzern interessiert sich für das Thema und nimmt deshalb an der Befragung teil, andere Gruppen möglicherweise nicht. Dies ist sicherlich aus wissenschaftlicher Sicht ein „Kritikpunkt“ – aber würden Sie aus diesem Grund die Studie lieber gar nicht durchführen?

      Als Forscher, die dazu gezwungen sind, unseren eigenen Methoden kritisch gegenüberzustehen, würden wir dennoch nicht soweit gehen und den wissenschaftlichen Wert der Ergebnisse pauschal anzweifeln. Es gibt sehr viele spannende Fragestellungen, die wir mit Hilfe dieses Fragebogens und der Beteiligung der Hörer und Nutzer in einer gewissen Qualität beantworten können.

      Wir kennen (zumindest zu einem gewissen Teil) die Grenzen unserer Studie. Trotz allem finden wir das Projekt noch immer schön und spannend, sonst würden wir es nicht durchführen :).

      Viele Grüße!

      • Jin G. (TU Darmstadt) Jin G. sagt:

        Kleine Korrektur: „Versucht man den interessanten Aspekt jedoch auf unterschiedliche Arten zu adressieren, erhöht sich die Chance, dass eine Verzerrung durch Missverständnis bei einer einzelnen Frage, die (!)Abfrage der(!) Haltung des Teilnehmers (!)nicht(!) allzu stark beeinflusst.“

  8. B. Heddderich sagt:

    Die Fragestellung ist sehr interessant, entsprechend gespannt bin ich auf die Auswertung. Ein wenig irritiert war ich über die Fragen zum fiktiven Anbieter, es ist ja gut und schön, dass dieser Anbieter behauptet, er würde mir die Kontrolle über meine Daten überlassen, aber solange ich nicht mehr von diesem Anbieter weiß, kann ich das glauben oder auch nicht. Ähnlich wie bei der Frage, wo denn dieser Anbieter sitzt, fehlte mir hier eine Information zur Vertrauenswürdigkeit des Anbieters.

    In Bezug auf die Suggestionskraft der Fragen ist mir vor allem die allerletzte etwass unangenehm aufgefallen. Ich hatte fast das Gefühl, es würde als Widerspruch empfunden, wenn ich einerseits dazu stehe, dass ich es natürlich richtig finde, dass Unternehmen, die etwas anbieten, damit auch Geld verdienen dürfen. Für mich ist es tatsächlich eine Frage des Nutzens und des Vertrauens und da ich beides nicht sehe, habe ich persönlich davon Abstand genommen, eine solches Angebot zu nutzen, ich gehe ja auch nicht in jedem Geschäft einkaufen, halte es aber für durchaus legitim, dass die Geschäfte für Waren und Dienstleistungen Entgelt verlangen.

  9. Milena sagt:

    Hallo! Der Fragebogen war wirklich etwas lang. Wie bekomme ich denn jetzt die Auswertung?

  10. Quasseltroete sagt:

    Guten Tag,

    die Umfrage finde ich im Kern sehr sinnvoll. Leider kommen etliche Fragen der Formulierung nach min. doppelt vor (insbesondere gegen Ende des Fragebogens) bzw. ließen sich durch geeigneten Korrelationen anderer Antworten einsparen.
    Auf diese Weise ließe sich der Fragebogen verkürzen bzw. könnten zusätzliche Felder (siehe andere Kommentare) bearbeitet werden.

    Grüße Quasseltroete

  11. Quasseltroete sagt:

    Ich möchte nur klarstellen, dass ich die Argumentation von Hr. Jin G. durchaus verstehe.
    Meiner Meinung nach sollten „Prüffragen“ allerdings besser nicht zu offensichtlich sein, da dies zu einer deutlich erhöhten Abbruchwahrscheinlichkeit führt. Ich bleibe auf den Standpunkt entsprechende Prüfinformationen lieber durch Korrelation von Antworten anderer Fragen mit geringerer Themenüberschneidung zu verifizieren.

    Grüße Quasseltroete

  12. Anonymer Nutzer! sagt:

    Persönliche Daten…

    Schade. Jetzt habe ich den ganzen Fragebogen beantwortet und dann wollen Sie auf einmal wissen, ob ich verheiratet bin etc. Genau solche Infos gebe ich ja grade nicht im Internet weiter! Wer hat denn Zugriff auf eine nicht mal durch httpS geschützte Seite „ww3.unipark.de“, jetzt und auch in 5 Jahren nach der Studie? Und es gibt keine andere Möglichkeit, die Befragung zu beenden und die gegebenen Daten verwerten zu lassen, als die Umfrage wegzuklicken. Wie sinnlos.