Die geldpolitische Irrfahrt geht weiter

10.03.2016 15:03 | Stefan Wolff

Wenn es die Europäische Zentralbank (EZB) als ihre Aufgabe betrachtet, die Aktienkurse hochzujazzen, dann hat sie mit ihrem neuesten Beschluss alles richtig gemacht. Sollte es darum gehen, für Stabilität und Wachstum im Euroraum zu sorgen, heißt es : “Setzen, sechs.” Denn die Geldpolitik läuft ins Leere, während die Zahl der Kollateralschäden kontinuierlich wächst.

 

Die Inflationsrate  im Euroraum ist zuletzt auf -0,2 Prozent gesunken. Sie ist damit meilenweit von der gesetzten Zielmarke von zwei Prozent entfernt. Immer noch drücken die niedrigen Energiepreise auf die Teuerung. Dass die EZB dagegen nicht (erfolgreich) anrennen kann, dürfte außerhalb des Eurotowers Konsens sein.

 

Das Kreditgeschäft springt nur langsam an. Das liegt daran, dass Unternehmen keine Kredite aufnehmen, nur weil der zu zahlende Zins heute um zwei Basispunkte niedriger ausfällt als gestern. Außerdem behindern sich europäische Bankenregulierer und Geldpolitiker gegenseitig. Wenn die Banken für ihre Ausleihungen immer mehr Eigenkapital hinterlegen müssen, kann die Zurückhaltung der Branche eigentlich nicht wundern.

 

Das sind zwei Gründe von vielen dafür, dass auch der radikale Schnitt der EZB verpuffen wird. Nullzins hatten wir de facto schon. Die höheren Parkgebühren für Banken werden allenfalls deren Bargeldbestände nach oben treiben. Und das Anleiheaufkaufprogrammen ist zwar gut für die schwarze Null, doch um marode Brücken sanieren zu können bedarf es eher eines Infrastrukturprogramms, das es aber in Deutschland wegen der fast schon götzenhaft verehrten schwarzen Null (sic!) nicht geben wird.

 

Der Bundesverband Öffentlicher Banken bezeichnet die EZB-Politik als “geldpolitische Irrfahrt” und das zurecht. Das Geschäftsmodell der Volksbanken und Sparkassen wird nachhaltig beschädigt. Kleine Sparer haben kaum mehr eine Chance, ihren Rentengroschen zu vermehren, sodass ihnen im Alter eine Versorgungslücke droht.

 

Schließlich trifft der Negativzins auch die Assekuranzen. Selbst die Krankenkassen leiden, weil ihren Angaben zufolge die Rücklagen in den Gesundheitsfonds negativ verzinst werden. Erste Kassen rufen bereits nach staatlicher Hilfe, was übersetzt Steuergelder bedeutet, die ja bekanntlich aus dem Säckel jener stammen, die auf ärztliche Versorgung angewiesen sind. Nach einem weiteren Kassen-Soli vermutlich umso mehr.

 

Die Negativzinsen werden also zumindest indirekt die Taschen der Verbraucher leeren. Und direkt auch. Denn die Negativzinsen fressen sich wie ein schleichendes Gift ins Finanzsystem. Nicht nur Staaten können sich auf diese Weise gegen Gebühren finanzieren (also, ohne Zinsen zu zahlen). Der relativ kleinen Bank Berlin Hypo ist es gelungen, eine 500 Millionen Euro schwere Anleihe zu platzieren. Die Nachfrage war so groß, dass Anleger bereit waren, -0,162 Prozent Zinsen zu akzeptieren.

 

Es ist das erste Mal, dass eine nicht-staatliche Anleihe bei der Ausgabe negative Zinsen ausweist. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein.

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Kommentare

  1. Kommentar 1: von Horst Eberl

    Wie kommt es überhaupt, dass ein einzelner Banker der EZB, demokratisch durch Nichts und Niemanden legitimiert, solch weitreichende Entscheidungen zum offensichtlich erkennbarem Schaden ganzer Volkswirtschaften fällen kann?

    Wie kommt es, dass niemand in der Bundespolitik dagegen hält, obwohl ein verfassungsbedingter Auftrag vorliegt, Schaden vom Volk abzuwenden.

    Sind diese Politiker am Ende schon gekauft worden?

    Warum wählen wir überhaupt noch? Sind wir nicht längts entmündigt worden? Ist das die neue DDR?

  2. Kommentar 2: von friedrich peter peeters

    Die Draghi Entscheidung wird nicht für Wachstum sorgen, obwohl dies nötig wäre. Die Prognosen sind ja weiter nach unten beigestellt. Die Spekulanten an der Börse werden sich freuen, aber für wie lange…. Viel Munition hat der Draghi nicht mehr

  3. Kommentar 3: von Philipp Hofmann

    @Eberl:

    Die EZB ist sehr wohl legitimiert und zwar über den ECOFIN, den europäischen Ministerrat der Finanzminister. Die Legitimationskette reicht vom Bundestag über die Regierung und den Finanzminister bis in die europäischen Institutionen. Solange Herr Schäuble im Ecofin nicht sein Veto einlegt, hat er auf deutscher Seite die Verantwortung für die EZB-Politik zu tragen.

    Demokratietheoretisch ist jedoch fast jede Kritik an der EZB und EU geboten. Die gesamte Rettungs- und Währungspolitik ist viel zu exekutivlastig, siehe z.B. auch TTIP. Kein Wunder das in der ganzen EU die nationalen reflexe wieder auftauchen. Die EU-Elite versagt auf breiter Front!

  4. Kommentar 4: von _wo_

    Lieber Herr Wolf,

    wenn Sie jetzt mal auf die Kurs-Charts schauen (u.a. DAX, EUR/USD), scheint der Schuss nach hinten losgegengen zu sein. Oder ist das die Weisheit der Märkte?

    MfG.

  5. Kommentar 5: von Heinrich

    Kann denn dieser EZB Wahn nicht aufgehalten werden, unsere Ganze Altersversorgung geht unter. Wie lange ist der Italiener noch Präsident der EZB.

  6. Kommentar 6: von Schulz

    Es ist noch gar nicht lange her, da erklärte man uns, Deutschland wäre der große Gewinner des Euro. Wie die Zeiten sich ändern..

  7. Kommentar 7: von Subdi

    Lieber Herr Wolf,
    einerseits finde ich ihre Argumente durchaus berechtigt, aber ich finde Ihr vernichtendes Urteil über die Politik der EZB ungerecht, weil Sie bei weitem nicht alle Aspekte betrachten.

    Die deutsche Bundesbank ist gegen Draghi, und die gesamte deutsche Presse ist auch gegen Draghi. Aus meiner Sicht sind das typisch-deutsche Scheuklappen.

    Wer das größere Bild betrachtet, und ein bisschen kosmopolitisch denkt, der muss doch sehen, dass wir global gerade auf eine neue Weltwirtschaftskrise zusteuern könnten.

    Eine Kapitalflucht aus China droht, und die Kapitalflucht aus den Schwellenländern ist schon längst Realität!

    Kapitalflucht heißt, dass Kapitalisten ihr Kapital aus der Wirtschaft zurückziehen, ihre Betriebe schließen, und ihr Geld in Sicherheit bringen. Für die Weltwirtschaft wäre das eine Katastrophe, und diese Katastrophe wollen die „guten“ Notenbanken verhindern.

    Höhere Zinsen wären nämlich sehr attraktiv für Fluchtkapital, und deswegen wären sie gefährlich. Die Notenbanken sehen diese Gefahr! – davon bin ich überzeugt.

    Ich denke, die Politik der EZB ist mit der Fed und der Bank of China abgesprochen, und ich finde das gut so.

  8. Kommentar 8: von Leitner,Manfred Ing.

    Ich habe lange vor Rentenantritt gespart, um die miese BfA-Rente (trotz jahrzehntelanger Höchstbeitragszahlungen) mit 5 % Sparzinsen aufzubessern.
    Betrüger der EU-Instanzen haben alles mit Null-Zinsen vernichtet, aber die wahre Inflation, (ohne den Billigramsch aus Fernost) von einst ist geblieben.
    Bei diesem Schaden, den unsere „Volksvertreter“ auf breiter Front angerichtet haben, kommt „Freude“ auf. Wut, Unzufriedenheit,Protest und Rache des ohnmächtigen, nicht vertrottelten, redlichen Bürgers können nur in den Zuwächsen der AfD sichtbar werden. Davor fürchten sich die lohnabhängig beschäftigten Sesselkleber und Privilegienritter.
    Unabhängige Staatsmänner, die nicht vom Großkapital getrieben werden, braucht das Land. Nur so besteht Hoffnung, dass wir dem totalen Niedergang entrinnen.
    Angstvolle Grüße

  9. Kommentar 9: von Leitner,Manfred Ing.

    an meiner Meinung ändere ich nichts, die Regeln sind eingehalten.

  10. Kommentar 10: von GoldFan

    Hallo Besitzer von Shorties: Die Erntezeit naht!

  11. Kommentar 11: von Fay Valentine

    Endlich das sich das Frei-Geld System (nach Silivio Gesell) Global durchgesetzt. Geld-Guthaben wird nicht verzinnst sondern sein Wert verfällt. Wer es nicht schnell genug ausgibt hat Pech gehabt. Genau so soll Geld funktionieren. Jetzt muss man noch das Problem der Geldschöpfung lösen. Die Banken müssen das recht der Geldschöpfung verlieren. Die Kommunen oder Privat-Personen drucken wieder ihr eigenes Geld (Beispiel Wörgler Freigeld, Bitcoins bzw. Privater-Schuldschein). Und wer in eine solche Währung kein Vertrauen hat bzw. für das Alter etwas auf die hohe Kante legen will soll sich eben Gold und Silber beschaffen. Das hat tausende von Jahre prima funktioniert. Instinktiv mach das schon viele Menschen so. Sie tauschen wir „wertloses“ Papiergeld in Silber- und Gold-Münzen. Leider werden die Beschaffungszeiten immer länger, da die Edelmetall-Lager leer sind. Der Kurzwert des Silbers hat übrigens nichts mehr mit dem Kaufpreis von physischen Silber zu tun. Sie werden von den Händlern ausgelacht wenn man sich auf den aktuellen Kurswert bezieht. Es scheint aber niemanden aufzuregen, eine Kaufpanik ist nicht festzustellen nur lange Gesichter am Schalter wenn man am Bankschalter wieder gesagt bekommt, dass momentan nichts mehr da ist und man für 5 Kilogramm Silber Monate warten muss.
    Ich sehe der Zukunft sehr optimistisch entgegen. Letzt endlich wird es am Ende doch nur die Treffen, die sich auf die versprechen( bzw. ganz offensichtliche Lügen) des Staates verlassen hat. (bsp. „Die Renten sind sicher / Ihr Geld ist sicher usw.) Dummheit schützt eben nicht vor Strafe. Darum Augen auf und Hirn einschalten und nicht mit dem Heer der Lemminge über die Klippe stürzen.

  12. Kommentar 12: von Amanita Phalloides

    Worum geht es wirklich? Die Finanzkrise 2008 hat den USA 4 Billionen (IWF) oder 7 Billionen (Banken) in die Kasse gespült, immerhin 4 respektive 7 % des Weltvermögens. Diesen tiefen Griff in unsere Taschen versucht die EZB doch wohl zu strecken. Wer am Ende wann wieviel zahlt, steht völlig offen. Island, Irland, Griechenland etc. haben kräfig gezockt, was andere Fragen stellt, als heute diskutiert werden. Wie viel Vermögen Europas über den Teich gingen, wäre viel spannender zu erfahren. Erst dann ließe sich einiges seriös diskutieren.

  13. Kommentar 13: von Peter Groth

    Das kommt dabei heraus, wenn man Verantwortung und Autorität aus den Händen gibt. Herr Dragi entschuldet weiterhin die Mittelmeer-Anreinerstaaten auf unsere Kosten.

  14. Kommentar 14: von BlueAngel

    Wie und Wo kann man diesen Tsunami von Geldpolitik endlich ein Ende machen?
    Was ist mit der Politik? Die Politiker schweigen ! Die Sparer sind wie auch immer die Dummen. Kann man dies nicht einmal hochrechnen?
    Ein Haushalt, der auf dem Sparkonto 20.000,– Euro liegen hat, würde bei 2,5% abzüglich Inflationsrate, jedes Jahr 500,–Euro gutgeschrieben bekommen, wenn es für das Jahr 2007 angesetzt wäre. Das ist nur unter den angesprochenen Bedingungen, wenn das beibehalten werden kann, möglich. Doch die Realität sieht nun ganz anders aus. Hätte man die Summe in Aktien gesteckt, wie BB Biotech, dass wären 500 Stück. Auf den heutigen Kurs bezogen, der bei ca. 225,– Euro steht, wäre das eine Summe von 112.500,– Euro. Das ist mit dem Vergleich von 500,– Euro pro Jahr eine vergleichbare Größe und eine Erhöhung des privaten Vermögens, um sage und schreibe (500 x ca.7 Jahr = 23500,– Euro) bei Erwerb der BB Biotech auf heute 112 500,– das über 5,6-fache an Wertzunahme. Was soll man dazu noch sagen!!
    Man ist sprachlos !!!

  15. Kommentar 15: von D-I-Y

    Die BuBa hat wiederholt aufgezeigt, dass die Geldanlagen der Deutschen auf Sparbüchern u.ä. r e a l in den allermeisten Jahren nichts abgeworfen haben. Insoweit nichts neues. Die einzig interessanten Fragen lauten, ob, wann und in welchem Umfang es zu Zinserhöhungen kommt. So haben z.B. die Lebensversicherer die Duration in ihren Portfolien in den letzten Jahren deutlich erhöht (um den Aktiv-/Passiv-Mismatch angesichts bestehender Garantien unter Kontrolle zu halten). Ein deutlicher abrupter Zinsanstieg trifft sie und verteilt über viele Jahre ihre Kunden. Kritisch ist ein solcher Zinsanstieg tendenziell für zunehmend verschuldete Staaten (z.B. Frankreich) und für Banken, die in grossem Umfang Fristentransformationsgeschäfte (z.B. durch den Kauf italienischer Staatsanleihen) machen.
    Zahlreiche deutsche Banken berichten regelmässig immer noch über den Abbau ihrer Forderungengen gegen Gläubiger aus den PIGS-Staaten. Das spricht doch Bände.
    Zahlreiche deutsche Banken berichten über ihre Bemühungen und Erfolge bei der Verringerung ihrer Abbau-Portfolien. Neue Kredite in anderen Bereichen fallen oft kleiner aus. Das spricht auch Bände.
    Diverse Fehlentwicklungen bei deutschen Banken haben im übrigen nichts mit den USA (oder gar Lehmann) zu tun. Die BayernLB hat z.B. Milliarden in den Sand gesetzt über ihre Beteiligungen in Österreich (letztendlich in Südosteuropa versenkt) und Ungarn.
    Die Entwicklungen in Europa sind letztendlich so uneinheitlich, dass eine einheitliche Geldpolitik ihnen nicht gerecht werden kann. Die Höhe der Sparbuchzinsen ist dann das geringste Problem für den Anleger. Es stellt sich vielmehr die Frage nach den ‚richtigen‘ Assetklassen und den ‚richtigen‘ Zielregionen.

  16. Kommentar 16: von suchgrueblerxyz

    Wer hat den Nutzen? Danach glaube ich nicht, dass es um Inflation geht. Den Nutzen haben die Krisenstaaten mit ihrer Verschuldungsproblematik und marode Banken. Diese Patienten haben die Möglichkeit, leichter zu gesunden.
    Gesündere Banken können mehr Kredite geben, wenn sie das Risiko nicht scheuen. Verbraucher werden Immobilien kaufen und mehr konsumieren, weniger sparen. Aber die Krankenblätter der Maroden sind riesig, und je vorsichtiger die Verbraucher verbrauchen und zögerlicher die Kreditnehmer sich verschulden. umso länger wird die Schwindsucht und Niedrigzinsphase andauern. Dies wurde uns ja auch angekündigt. Dsa Paradoxe ist, je fröhlicher wir mehr ausgeben umso eher werden wir auch wieder Zinsen für unser Geld sehen.

  17. Kommentar 17: von suchgrueblerxyz

    Neben den niedrigen Zinsen hat uns die Notenbank für Wachstum auch Strukturreformen empfohlen. Was das sein soll, enthält man uns vor. Die Schuldenstaaten sparen Milliarden durch die heruntergeschleusten Zinsen. Wie wäre es denn, wenn von diesen Ersparnissen die Finanzminister einen Anteil am zusätzlichen Konsumvolumen als Konsumgutscheine an ihre darbende Bevölkerung zurückgeben würden, um damit die Angststarre vor dem Ausgeben des Ersparten in einen Anreiz am teilsubventionierten Konsum umzuwandeln.

  18. Kommentar 18: von friedrich peter peeters

    Die Hau-Ruck Mentalität von Draghi mag passen zu einer amerikanischen Grossbank. Für die EZB und das Vertrauen der Bürger in ihr ist es Gift. Der Euro hat schwere Schäden davon getragen. Sowohl die Bundeskanzlerin als auch der Finanzminister haben es an der nötigen politischen Sorgfalt fehlen lassen. Dies hätte ich n i e von einer CDU Regierung erwartet und nehme es ihr sehr übel.

  19. Kommentar 19: von mami

    Wenn die EZB schon an Regeln vorbei Geld druckt würde ich es konsequent machen und die Banken ganz umgehen – dort stopfen sich nur Leute die Taschen voll, die im jetzigen Prozess nicht gebraucht werden. Die EZB kann (politisch gelenkt – ist eh der Fall) Geld direkt an Industrie-/Forschungs-/Infrastrukturprojekte rausgeben. Noch eine Idee: die EZB kann Geld direkt an die Bürger verteilen – das würde wenigstens direkt auf die Inflation und den Konsum durchschlagen. Man sollte darüber nachdenken – das ist weniger verrückt als es zuerst klingt.

  20. Kommentar 20: von Hermann Schmauder

    Sehr geehrter Herr Wolff –

    zunächst historisch-persönliche Bemerkung:

    Erinnern Sie sich noch an die Wirtschaftsgespräche in der Volksbank Reutlingen bei denen Sie referierten und an meine damals formulierte These“Negativzins“!
    Jetzt ist er da – hat eben ein Jahrzehnt gedauert.

    Passt zu Keynes: „In the long run we are all dead“.
    So ist das auch mit dem Zinssystem. Die EZB schleicht das System aus!

    Mit der Säkularen Stagnation kommen Piketty und L.Summers/Mankiv /Rogoff als neue Modellanten ins Spiel und wir bekommen eine neue Geldwirtschaft. Oder einen bombastischen (Nahost)Krieg… weil ja im Islam der Zins verboten ist und das darf so ja (- aus Interesse, interests) bei den westlichen Banken nicht sein. Neue Geschäftsmodelle sind gefragt! Mehr nicht. Wieso die Aufregung?

  21. Kommentar 21: von GoldFan

    Ich finde, wie schon mehrmals zuvor, den Kommentar von Subdi am interessantesten und am lesenswertesten. Danke Subdi!

  22. Kommentar 22: von Facelwega

    Wir können die EZB / Draghi verantwortlich oder nicht verantwortlich machen. Weshalb haben wir Anleger / Sparer / Rentner / Unternehmer nicht den Mut, die Finanzpolitik der einzelnen Staaten (z.B. Verschuldungsgrad) näher zu betrachten. Ist die „Schuldenpolitik“ der einzelnen EU-Länder wirklich d i e Lösung? Vielleicht sollten wir generell mal die Forderungen minimieren und nicht immer – unter welchem Titel auch immer – die Schuld bei Anderen zu suchen.

  23. Kommentar 23: von Stefan Wolff

    Schön, mal wieder von Ihnen zu hören, Herr Schmauder. Und ja: Ich erinnere ,m,ich an unser Gespräch und Ihre Ausführungen zu alternativen Zahlungssystemen.

  24. Kommentar 24: von friedrich peter peeters

    Heute lesen wir in der ARD/Tagesschau „Was wir von den Japanern lernen können. Die Grenzen der Geldpolitik „. Aber dies haben wir doch schon längst
    von Herrn Draghi gelernt, nur anwenden muss es jetzt die Politik.

  25. Kommentar 25: von BlueAngel

    Sollte man sich einmal das magische Viereck (neu: Sechseck) ansehen, was in der Volkswirtschaft gern herangezogen werde:
    1. Preisniveaustabilität
    2. angemessenes Wirtschaftswachstum
    3. (Voll-)Beschäftigung
    4. außenwirtschaftliches Gleichgewicht
    Diese Vier zeigen doch oder sollen es, dass ein Markt und damit auch der Wettbewerb unter den Nationen funktionieren sollte. Damit einhergehend,doch jedem Land sein Bruttonationalprodukt erwirtschaftet, vorbehalten sein sollte. Auch wenn hier in Europa 28 Nationalstaaten vereinigt sind????, muss eine nach dem jeweiligen wirtschaftlichen Struktur ein Gradmesser eingerichtet sein, der jedem Land und der Gemeinschaft dem gerecht wird. Damit soll verhindert werden, dass ein austrifften auch die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Gegebenheiten in Frage stellen könnten. Das würde Unruhen hervorrufen, wie zurzeit mit der Flüchtlingssituation. Ein starkes wirtschaftliches Land, wie Deutschland, solle doch einmal- abgesehen von Zinsvorteil – den Schäuble dadurch einfährt, dies zur Unterstützung der anderen schwachen Länder zur Verfügung stellen. Arbeitsplätze schaffen, damit Unternehmen auch in Ländern tätig werden, damit die das Bruttonationalprodukt auch selbst erwirtschaften könnten. Damit den Lebensstandard dem in Deutschland anpassend, denn dadurch kämen auch weniger Menschen nach Deutschland. Das geht eben nur über eine Preisniveaustabilität. Was nicht anders heisst, dass der Zins der Gradmesser ist, für die Geldpolitik. Mit de Flutung von Geld in die Wirtschaft sollte der Konsum angekurbelt werden. Aber das reicht doch nicht aus, um eine Inflationsrate von 2 % zu erreichen. Dann müsste die Geldmenge zurückgefahren werden, was aber nicht gewollt ist von der EZB. Von den Wertpapieranleihen, die die EZB ständig aufkauft, wird und geht keine Preisniveaustabilität aus. Das Gegenteil, wie es in Japan abläuft, muss mit schlimmeren gerechnet werden.

  26. Kommentar 26: von M. Salber

    Stimme dem Kommentar von Herrn H. Schmauder vollkommen zu. Warum hat Herr Weinmann BB nicht den noetigen Einfluss im Gremium der EZB den nicht endend wollenden Einfluss von Mario Dragi auf das fortdauerne Gelddrucken zu Stoppen. Es kann m. E. nicht im Sinne der normal denkenden
    Volks- und Betriebswirte unseres Landes sein, jeden Monat 60 Milliarden auf den Markt zu schmeissen um die Inflation auf 2% anzuheben. Das Spiel der Maerkte laeuft anders als der unbedingte Wille von M.D. um jeden Preis dieses Ziel zu erreichen! Warum gibt es nicht mehr Realisten wie Jens Weinmann, die
    ihn in diesem Gremium unterstuetzen. Aber man sagt auch bei Wahlen, jedes Volk verdient die Regierung die es gewaehlt hat, nur mit dem Unterschied, das
    die Wahl ins EZB von verschiedenen Regierungen beeinflusst wird.

    M f G SALCO
    z.Zt. in Forida
    p.s. Letztes Treffen mit H. Schmauder HV E.K. AG

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