Auf den Goldrausch folgt der Kater

16.04.2013 15:04 | Stefan Wolff

Einen solchen Absturz hatte es lange nicht gegeben. Gut 30 Jahre ist das her, dass der Goldpreis das letzte Mal so stark verloren hat. Seit Monaten steht Gold unter Druck. Allein seit Beginn des Jahres ist der Preis je Unze um elf Prozent gefallen.

Wir haben an dieser Stelle schon viele Diskussionen darüber geführt, ob der Goldpreis eine Spekulationsblase ausgebildet hat oder nicht. Ich war vielleicht etwas zu früh der Meinung, dass dem so ist. Immerhin aber stand der Preis je Feinunze Gold im November 2011 bei 1.400 US-Dollar. Heute ist er nach dem heftigen Absturz der vergangenen Tage wieder dort angekommen.

Gold verdampft bei 2.856 Grad Celsius. Die Blase platzt bei 1.564 Dollar. Da stand er vergangenen Freitag. Die alten Argumente greifen noch. Die Inflationsängste der Anleger haben sich nicht erfüllt. Im Gegenteil ist die offizielle Teuerungsrate in den vergangenen Monaten kontinuierlich zurückgegangen. Außerdem spekulieren die Marktteilnehmer inzwischen darauf, dass notleidende Staaten wie Zypern oder Italien dazu übergehen könnten, ihre Goldreserven zu versilbern.

Gegen einen Totalabsturz sprechen natürlich die anderen Blasen drumherum. Da sind die aufgeblähten Bilanzen der Notenbanken, die ins Kraut schießenden Kurse deutscher Anleihen. Auch an den Aktienmärkten blubbern Blasen. Vor allem pumpt die Bank of Japan gerade den Nikkei auf. Erstaunlich, dass gerade in dieser Situation der Goldpreis einbricht.

Es wird wahrscheinlich einige Zeit dauern, bis wieder über einen Angriff des Goldes auf die 2.000-Dollar-Marke nachgedacht wird. Es müssen ja nicht wieder 30 Jahre Baisse sein, wie in den 80er Jahren. Damals war von negativen Realzinsen keine Rede. Doch die Goldbullen haben sich ihre Hörner erst einmal abgestoßen.

Gold war einfach zu teuer geworden. Das Rekordhoch von 1.920,30 Dollar hatte nur die Angst als Rechtfertigung. Als Beimischung in einem gut sortierten Portfolio hat das Edelmetall trotzdem durchaus seine Berechtigung. Wenn aber die Trommeln am lautesten für eine Anlageklasse rühren, ist es meistens zu spät.

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Kommentare

  1. Kommentar 1: von Paco

    Mal ehrlich, in Zeiten in denen die Euro-Politiker allesamt auf Schwarzgeldjagd sind und das Vertrauen in den EURO restlos aufgebraucht ist, mußte ja eine von der EU gesteuerte Aktion kommen die das Gold madig macht. Unkrontrollierbar, so etwas darf es in der EU-Diktadur nicht geben.
    Eine günstige Gelegenheit sich an den Zypernzug anzuhängen und mal richtig die Sau rauszulassen. Das die Hedgefonds und Banken da mitspielen wundert da nicht wirklich. Aber leider ist die Aktion genauso wenig von Erfolg gekrönt wie die EU-Politik. Solange Indien und China ganz wild auf das gelbe Zeug sind ist diese Aktion ein Schuss ins Knie. Fakt ist nunmal, daß Gold schon seit tausenden Jahren einen magischen Reiz auf die Menschen hat und ENDLICH ist, im Vergleich zum EURO oder anderen Währungen die man UNENDLICH nachdrucken kann.
    Das Argument mit der nicht eintretenden Inflation ist für mich nicht schlüssig,
    weil auch hier getrickst wird. In Wahrheit ist doch alles viel teurer geworden als es der Einheitskorb darstellen kann. Besonders im Süden von Europa steigen die Preise für Strom, Müll, Kfz-Steuern, Mwst, und zahlreiche andere Gebühren zum Teil um 100% in den letzten fünf Jahren. Schöngerechnete Inflationsraten helfen da wenig.
    Vielleicht ist es noch ein bißchen früh um nachzukaufen, man wird den Freitag abwarten müssen, aber der jetzige Kurs ist sicher kein schlechter Einstieg. Wenn Angela und Peer (in der großen Koalition) nach der Wahl mit der Wahrheit rauskommen, und wir mit neuen EURO-Katastrofen konfrontiert werden gehts zügig bergauf mit dem Gold.

  2. Kommentar 2: von Bernd Schröder

    dieser Beitrag ist von vorne bin hinten Grütze.
    Kein Wort von den ständigen Goldpreis-Manipulationen der Geschäfts und Notenbanken.
    Das hier ist Journalismus als Handlanger der Regierung und der sogenannten reichen „Eliten“.
    Entschuldigung, aber diese absichtliche, irreführende Berichterstattung ist einfach ekelhaft.

  3. Kommentar 3: von Stefan Wolff

    Haben Sie konkrete Hinweise darauf, dass die Notenbanken den Goldpreis manipulieren? Wenn es mehr als nur Verschwörungstheorien sind, könnte ich meine „Grütze“ dmit aufpeppen.

    Grüße
    wo

  4. Kommentar 4: von Kleine Presseschau vom 17. April 2013 | Die Börsenblogger

    […] ARD-Börsenblog: Auf den Goldrausch folgt der Kater […]

  5. Kommentar 5: von Bernd Schröder

    Herr Wolff, wie wäre es wenn sie sich als angeblicher Goldexperte selbst mal auf die Suche im Internet machen? Sie werden seriöse dazu Informationen finden.
    Das prominenteste Beispiel sind die Recherchen von Goldexperte Dimitri Speck:
    http://www.wiwo.de/archiv/geheime-notenbankpolitik-der-goldpreis-wird-manipuliert/5664138.html

  6. Kommentar 6: von AbseitsdesMainStreams

    Ich bin auch ziemlich ratlos! Wo geht das viele Geld hin, das die Notenbanken mit den Geldmengen M1, M2 und M3 drucken/schöpfen?

    Gold und Rohstoffe schwächeln! Liquiditätsgetriebene Aktienhausse?
    ESTX50 und KursDAX notieren bei etwa 60 % der Höchstkurse von 1998/2000 bzw. 2007. Nur der „Luftblasen-„DAX30 gaukelt und schummelt uns in seiner merkwürdigen und weltweit einmaligen Berechnung etwas anderes vor.

    Saugt der Dow Jones – ein ehrlicher Kursindex – und damit die US-Aktien die Liquidität auf? Das kann ich mir teilweise vorstellen. Trotzdem wo bleibt die restliche weltweit vorhandene Liquidität? Bar, Giralgeld?

  7. Kommentar 7: von Brummi

    Herr Schröder, wieso irreführende „Berichterstattung“. Haben sie noch nie von dem Unterschied zwischen Meinung (=Blog-Kommentar) und Nachricht (=Berichterstattung) gehört? Und wenn ich richtig gelesen habe, hat sich Herr Wolf auch nicht selbst als „Goldexperte“ bezeichnet. Mit Verstand lesen müsste man können …

  8. Kommentar 8: von Bernd Schröder

    Blog oder nicht Blog. Das spielt doch keine große Rolle denn der Eintrag von Herrn Wolff ist auf der Hauptseite der Tagesschau Börse gelistet und Herr Wolf ist Redakteur der Tagesschau.
    Brummi, kommentieren Sie doch mal lieber was Herr Speck über die Goldpreis manipulation sagt. Da fällt einem nichts mehr ein oder? Seit 1993 geht das Spielchen jetzt schon!

  9. Kommentar 9: von Stefan Wolff

    Sehr geehrter Herr Schröder,

    zu Ihren Bemerkungen stelle ich fest:

    1. Ich bin kein Redakteur der Tagesschau.
    2. Die journalistische Darreichungsform spielt sehr wohl eine Rolle. Wir unterscheiden Bericht (möglichst objektiv, also nach Ihrer Lesart als „Handlanger der Regierung“ agierend) von Kommentar (also Mainstreammeinung vertretend als „angeblicher Experte“).
    3. Die von Herrn Speck vertretene Theorie nehme ich zur Kenntnis, jedoch nicht als allgemein gültige, ewige und nicht verrückbare Wahrheit, so wie Sie das verlangen.
    4. Der Ton, den ie hier an den Tag legen, kratzt hart an am Rand unserer Vorstellung von Netiquette.

    Mit freundlichen Grüßen

    wo

  10. Kommentar 10: von Siggi

    Der Goldpreis ist eine Wette. Wenn das Geld von heute auf morgen für wertlos erklärt wird, hat Gold immer noch einen Wert. Im vergangenen Jahrhundert ist das mehrmals vorgekommen. Sonst ist es ein Wettrennen zwischen Goldpreis und Inflation.

    Erinnern wir uns aber mal daran, warum dem Geld nicht mehr trauen kann. Heute wurde Margaret Thatcher beerdigt. Sie hat in Grossbritannien fast die gesamte Industrie samt Gewerkschaftsbewegung vernichtet und dafür das Monster aufgebaut, das Geld aus Geld macht.

    Gerd Schröder nahm sich die Londoner City als Vorbild; er hat ja nicht nur die eigene Bevölkerung zum grossen Teil in den Niedriglohn gezwungen, er war auch für die Deregulierung verantwortlich, die Deutschland und indirekt ganz Europa nach Lehman die Dauerkrise gebracht hat.

    Bis heute ist von der Deregulierung kaum etwas korrigiert. Die Folgen von „Geld aus Geld machen“ wird von der EZB mit der massiven Ausweitung der Geldmenge bekämpft. Dafür fehlt immer mehr Europäern Geld zum konsumieren.

    Ich bin gespannt, wie man Geldmenge, Realwirtschaft und Verschuldung wieder in ein Gleichgewicht bringen will. Gold kann da nur für wenige ein Tropfen auf dem heissen Stein sein.

  11. Kommentar 11: von Goldherz

    Naja blicken wir mal ein paar Jahrzehnte zurück!

    Als älterer Kommentator erlaube ich mir zu dem Thema Gold ein paar Zeilen zu schreiben. Zu meiner Person sage ich nur Baujahr Anfang der 50iger Jahre. Eltern waren selbstständig und hatten damals über Großeltern und selbst etliche Goldmünzen (20 Mark) aus dem Kaiserreich der Jahrgänge 1871-1913 erworben.

    Da es in diesen vergangenen Zeiten noch nicht die „heutigen Konsumräusche zu Null Prozent Kredit“ (lach) gab, wurden diese Goldschätze den Kindern vererbt.

    Meine Geschwister und ich besitzen diese heute noch, neben den sehr günstigen Einkaufspreisen der Vergangenheit. Ich spreche hier von 260 Deutsche Mark seit 1957 für einen 50 Gramm Barren mal Lieferfaktor X.

    50 Gramm kosten heute so um die 1.750 Euro, das entspräche wenn in Deutsche Mark umgerechnet 3.423 DM.

    Übrigens den Kilobarren konnte man für unter 10.000 Deutsche Mark erwerben, das entspricht 5.113 Euro bedruckte Baumwoll-Lappen, die ebenso den Weg der ehemaligen Reichsmark beschreiten werden, wie so oft im Leben von vergänglichen Papierwährungen.

    Also wo bitte ist mein oder dein oder euer Kater? Ich dürfte bestimmt nicht der einzige sein, der dem ganzen Schauerspiel gelassen entgegen sieht.

    Ansonsten noch viel Spaß bei Argumenten und Gegenargumenten zu physischem Gold.

    Bevor ich es vergesse: Gold misst man nicht in Dollar oder Euro sondern in Brotlaiben. Vor über 2.000 Jahren bekam man 300 Stück dafür und heute selbst nach dieser massiven Drückungsaktion auch noch 300 Stück. Was will man mehr.
    Das Ganze nennt sich Kaufkrafterhaltung und Schutz vor sämtlichen Filzläusen dieser Welt.

    Lieben Gruß noch an Herrn Stefan Wolff. Seine Meinungen sind mir auch im Wirtschaftsteil mancher Zeitung zugänglich.

    Bleibt anständig miteinander (..)

  12. Kommentar 12: von Bernd Schröder

    Sehr geehrter Herr Wolff,

    es tut mir leid wenn ich in meinem Frust etwas zu hart rangegangen bin, aber inhaltlich halte ich meine Kritik aufrecht. In deutschen Massenmedien wird das Gold in der Mehrheit der Berichte systematisch schlecht geschrieben. Bitte nicht falsch verstehen, auch im Mainstream wird oft ausgewogen über Gold geschrieben, aber wenn es um Sendungen geht mit großer Reichweite (z.B. die Tagesschau) werden wichtige Informationen unterschlagen.

    Übrigens was Herrn Speck angeht verlange ich keineswegs das es DIE Wahrheit ist die für immer gültig sein soll. Vielmehr ist es eine Analyse der Vergangenheit und man muss sich, finde ich, schon fragen ob man diese Informationen nur mit der Wirschaftelite teilen will oder ob der mündige Bürger und GEZahler nicht auch ein Recht auf diese Infos hat.
    So wie man bei jeder Gelegenheit über den Umstand berichtet das Gold keine Zinsen abwirft sollte man auch darüber informieren das Notenbank über Verleihungen und Verkäufe einen sehr starken Einfluss auf den Goldpreis hat. Genauso wie Großbanken mit Ihrem Papiergold was fast beliebig vermehrbar ist und auch auf diesem Wege den Preis drückt. Das alles (ein niedriger Goldpreis) liegt im Interresse der Notenbanken, Großbanken und der Regierungen und darüber muss berichtet werden.
    Besten Gruß,
    B. Schröder

  13. Kommentar 13: von Aliquaca

    Übrigens hat diese Seite (boerse.ARD.de), die nicht die „Hauptseite der Tagesschau“ ist, sondern ein eigenständiges ARD-Angebot, schon viel früher als andere von der möglichen Goldpreis-Manipulation und den Beobachtungen von Herrn Speck berichtet:

    Manipuliert die Fed den Goldpreis?
    http://boerse.ard.de/meldungen/manipuliert-die-fed-den-goldpreis-100.html

    Wie die Fed den Goldpreis manipuliert
    http://boerse.ard.de/performance-und-rendite/rohstoffe/wie-die-fed-den-goldpreis-manipuliert-100.html

  14. Kommentar 14: von Bernd Schröder

    Danke Aliquaca!
    Diese Artikel hab ich auch gesucht aber fälschlicherweise mit dem Stichwort „Tagesschau“.

    Herr Wolf kennt sich auf der eigenen Webseite nicht gut genug aus. Ich möchte Ihm das persönlich nicht vorwerfen, denn dazu kenne ich Ihn nicht gut genug.
    Allerdings möchte ich hier Online-journalismus im allgemeinen kritisieren. Jeder der sich Medienmagazine wie NDR Zapp oder SWR-Medienmagazin anschaut bzw. anhört weis das Onlinejournalisten notorisch überfordert sind mit Ihrer Recherche (wenn überhaupt noch recherchiert wird und nicht nur mehr abgeschrieben wird). Deswegen verwundert es mich nicht wenn Journalisten nicht gut genug über den Goldmarkt.
    Auf der anderen Seite werfe ich nicht wenigen Journalisten vor das sie absichtlich informationen über einen manipulierten Goldpreis zurückhalten. Gerichtsfeste Belege hab ich keine zur Hand, aber wer ein bischen nachdenkt der kommt nicht drum herum diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen.

  15. Kommentar 15: von Stefan Wolff

    Sicherlich spricht einiges für den Verdacht, dass Notenbanken den Goldpreis manipulieren könnten. Allerdings hätte sie sich und ihren Kollegen damit immensen Schaden zugefügt.

    http://www.bloomberg.com/news/2013-04-17/gold-wipes-out-560-billion-from-central-banks-as-equities-rally.html

    Ist die Manipulation 560 Milliarden Dollar wert (auch wenn es kine realisierten Verluste sind)?

    Zur Kritik an den Online-Journalisten (und das trifft die Kollegen, die täglich ein hervorragendes Angebot auf boerse.ard.de bereitstellen, mehr als mich): Im Jahr kommen allein auf boerse.ard.de grob überschlagen über 3.000 Artikel zusammen. Wer die nicht alle aus dem Stegreif rezitieren kann, ist bestimmt nicht notorisch überfordert.

    Und noch einmal ein kleiner Grundkurs Journalismus: Kommentare geben die Meinung es Verfassers wieder. Wenn Sie diese Meinung nicht teilen, ist der Kommentar nicht automatisch falsch. Meinungsfreiheit bedeutet nicht, Ihrer Meinung sein zu müssen. Das aber nur nebenbei.

  16. Kommentar 16: von Bernd Schröder

    Das die Zentralbanken sich selbst Schaden zugefügt haben ist eine sehr begrenzte Sicht der Dinge. Demgegenüber steht die Aufrechterhaltung mehrere Währungen in Ihrem Wert wenn man es global sehen will. Da geht es schnell in die Billionen. Das ist ja das Ziel dieser Aktionen. Papierwährungen sollen gestützt werden und Gold geschwächt.

    Ein anderer Aspekt ist das die Zentralbanken genau wissen das der Goldpreis wieder steigen wird. Wie Dimitri Speck sagt, es geht nicht mehr darum den Goldpreis nach unten zu drücken sondern nur noch darum wie man den Goldpreis daran hindert zu schnell zu steigen (was schlecht für Papierwährungen sein könnte – Vertrauensverlust, etc….).

    zum Thema Online-Journalismus. Hier geht es nicht um irgendeine x-beliebige Nachricht sondern um fundamentales Wissen was den Goldmarkt angeht bzw. die Preisfindung des Goldpreises. Die Eingriffe der Notenbanken und Großbanken sind so massiv das unmöglich über den Goldpreis sprechen kann (wenn man ehrlich ist) ohne über die genannte Tatsache auch zu erwähnen.

    zum Thema Meinungsfreiheit: zu KEINEM Zeitpunkt habe ich versucht Ihnen zu verbieten Ihre Meinung frei kund zu tun. Was ich gemacht habe, ist meine Meinung zu Ihrer Meinung zu sagen.Das war zugegebenermaßen zuweilen ein bischen zu harsch, aber ich kann nicht sehen das ich besonders aggresiv gewesen bin.
    Es sieht mir aus wie ein harter, aber fairer Austasch von Meinungen :-)

  17. Kommentar 17: von Wolfgang

    Hallo zusammen,

    wie wärs denn einmal hiermit:
    http://www.goldseiten.de/artikel/168512–Gold-Crash—Sollte-ein-Ausfall-der-LBMA-verhindert-werden-.html

  18. Kommentar 18: von Aliquaca

    Ich weiß nicht. Wenn Journalisten bei jedem Beitrag jede Verschwörungstheorie miterwähnen müssten, wär der eigentliche Beitrag ziemlich kurz. Ich stimme mit Ihnen überein, dass viel für eine Goldpreismanipulation spricht, aber ohne jeden aktuellen Beweis von „fundamentalem Wissen“ oder einer „Tatsache“ zu sprechen, wäre meiner Meinung nach schlechter Journalismus.
    Das Schöne am Internet ist doch, dass man frühere Artikel immer wieder findet. Und – wenigstens die ARD hat immerhin schon spätestens seit 2008 über mögliche Manipulationen berichtet.

  19. Kommentar 19: von Paco

    Sehr geehrter Herr Wolf,

    es ist ja offensichtlich das der Goldpreis manipuliert wird, wie anders wären solche Abschläge in zwei Tagen möglich? Laut Presse und Experten der schlimmste Verlust in 30 Jahren.
    Dies wäre vielleicht noch zu erklären wenn Euro, Dollar und die anderen Währungen blendend dastehen würden, in Wahrheit sind sie aber kurz vorm Exodus durch die enorme Verschuldung.
    Die Berichterstattung zum Gold hat sich in den letzten Monaten immer mehr gegen das Gold gewendet, vielleicht weil manche hofften daß es irgendwann bergab gehen muß (Wunschdenken), fundiert war es nicht.
    Auch die Schuld beim Ende des QE3 zu suchen ist für mich nicht nachvollziehbar.
    Ein spanischer Journalist von ElMundo hat auch vorige Woche vor dem Absturz in einem Bericht versucht das Gold schlecht zu reden, und er hatte ein Argument das schwer zu toppen ist. Er warnte vor riesigen Goldfunden die den Preis drücken könnten. WOW!
    Erstaunlich waren auch die völlig überzogenen Kommentare weil der Kurs um 18% fiel. Wenn eine Aktie um 18% korrigiert kräht kein Hahn danach, und da ist ein Trendwechsel in zwei Tagen selten.

    Es bleibt ein mißglückter Versuch das Gold schlecht zu reden, nicht von Ihnen Herr Wolff, von der ganzen Presse und den Hintermännern in der Politik die es gar nicht mögen.

    Viele Grüße aus Expanistan

  20. Kommentar 20: von Papierwertlos

    Gold hat keinen großen Nutzwert und niemand braucht es wirklich. Papiergeld ist soviel Wert wie es vorhandene Güter repräsentiert. Angesichts des mehrfach höher gedruckten Wertes des umlaufenden Geldes gegenüber den vorhandenen Gütern auf der Welt wird es früher oder später zu einer Korrektur der Währungen kommen, im schlimmsten Fall zu einer Währungsreform oder einem Zusammenbruch von Euro und Dollar. Bei dieser Ausssicht wird Gold dann doch gegenüber dem Papiergeld glänzen, vor allem das physische Gold.

  21. Kommentar 21: von Bernd Schröder

    @Aliquaca, meinen Sie einen Beweis im Sinne von einer Verurteilung eines Notenbankers vor Gericht?

    Seit wann braucht man für Berichterstattung grundsätzlich immer gerichtsfeste Beweise?
    Schauen Sie sich mal die Berichterstattung über den syrischen Bürgerkrieg an. Eine weile lange gab es fast täglich Berichte über Kämpfe und Tote ind Syrien. Und das zum Teil ohne Beweise oder nachvollziebares Filmmaterial. Nur auf Grund von Aussagen „der Opossition“ oder einer „Beobachtungsstselle für Menschenrechte“. Und am Schluss des Berichtes kam immer der Hinweis „Leider lassen sie diese Informationen (über Tote und Massaker) nicht überprüfen“. Trotzdem ist über diese Massaker, seinen Sie denn real gewesen oder auch nicht, wie am Fließband berichtet worden. Ich kenne Massenweise andere Berichte wo unbestätigte Gerüchte aus „informierten Kreisen“ o.ä. immer wieder berichtet werden.
    Aber bei Gold gelten offensichtlich andere Regeln. So sehe ich das zumindest.

  22. Kommentar 22: von Stefan Wolff

    Im Grunde genommen handeln wir doch nur mit Versprechen. Wir messen Papiergeld, Muschelplättchen oder eben Gold einen gewissen Wert bei, weil wir auf das Versprechen vertrauen, dafür einen Tauschwert zu erhalten, bspw. für einen Papierschein mit einer „10“ drauf eine Pizza und ein Getränk. Und für eine Unze Gold kann man seit Jahrhunderten die schon zitierten 300 Laibe Brot oder einen recht hochwertigen Herrenanzug erstehen. Sobald dieses Versprechen nicht mehr eingehalten wird, ist das Vertrauen futsch. Das gilt für alle Tauschwährungen.

  23. Kommentar 23: von roman schneider

    Seit 5 Tagen kaufen die Deutschen Gold und Silber wie schon lange nicht mehr. Verkauft wird nur Papiergold an der Co ex. Dort kann man Gold verkaufen, auch wenn man keines hat…

  24. Kommentar 24: von Torsten

    Nachrichten sollten vor allem als ein Denkanstoß gesehen werden, sich eingehender mit den einen selbst interessierenden Themen zu befassen, um sich dann aus vielen Quellen eine eigene Meinung zu bilden.
    Meine Meinung:
    Nicht nur das weltweite Papiergeldsystem ist am Ende, auch „Werte“ wie Papiergold, Derivate und selbst Aktien stehen in Frage und (was viele verdrängen) auch Immobilien (Stichworte Zwangshypothek,Mietpreisregulierung, Enteignung) – in der Geschichte altbekanntes Geschehen. Spätestens seit Zypern stehen jetzt viele vor der Frage: Wie kann ich noch erfolgreich sparen und meinen Lebenstandart für die Zukunft (möglichst auch die der Kinder) absichern. Seit 40 Jahren spare ich meinen Notgroschen so ich kann jeden Monat in Edelmetall.
    Mich interessiert kein Goldkurs, würde ich doch ohne Not mein Metall auch nicht für ein Zehnfaches Euro-Angebot hergeben, ich habe schließlich noch keine Not, mit viel Glück bleibt mir dieser Versicherungsfall erspart, dann erbens die Kinder. Geschichtlich herausragend leben wir noch immer in „guten Zeiten“, vorsorgen sollte man in greifbaren Dingen, Wissen und Gesundheit. Wichtig finde ich ist zu erkennen, daß einem im Leben viel versprochen wird, vom Papiergeld bis zum Traualtar, aber fast alle Versprechen werden irgendwann gebrochen. Warum z.b. nicht jetzt nochmal alle Impfungen auffrischen, endlich die Augen lasern, Zähne checken,Englisch verbessern, Segeln lernen, ein (Flucht-)Boot und etwas Edelmetall halten, – in der Welt stehen alle Signale auf Dunkelrot wie seit 75Jahren nicht mehr.

  25. Kommentar 25: von Bernd Schröder

    ja Herr Wolff, lassen Sie uns lieber über das Wetter reden als über Goldpreismanipulationen. Das ist nicht so schwer verdaulich.

  26. Kommentar 26: von Stefan Wolff

    Das haben wir selbstverständlich auch für Sie: http://wetter.tagesschau.de/

  27. Kommentar 27: von FayValentine

    Meine (persönliche) Einschätzung zu Gold und Silber:

    1. Das Preisverhältnis von Gold zu Silber sollte bei mindestens 1 zu 20 liegen. Momentan liegt es bei 1 zu 55. Entweder ist Gold zu teuer oder Silber zu billig.

    2. Der Gold- und Silber- Fixing-Preis hat nichts mit Angebot und Nachfrage an Gold und Silber zu tun. Ich kaufe regelmaßig Silber bei der MP in Köln. Es ist momentan kein Silber und auch kein Gold lieferbar. Die amerikanischen Silber American-Eagle und die kanadischen Maple-Leaf sind ausverkauft. Neue Ware kommt nicht vor Anfang Juli (Maple-Leaf) bzw. Anfang September (Eagle). Antwort auf die Frage „Warum prägen die nicht mehr Münzen“ kommt die Wahrheit heraus: „Womit den, es ist kein Gold und Silber verfügbar um Münzen zu prägen!“

    3. Jedem sollte klar sein, dass an der COMEX kein „physiches“ Gold und Silber“ gehandelt wird, sondern nur die „Wunschvorstellung von Gold“. Die einen Nennen es Leerverkäufe, die anderen Goldpreismanipulation. Egal wie man es nennt, es hat nichts (außer dem Preis) mit dem reelen Kauf von Gold und Silber zu tun.

  28. Kommentar 28: von GoldFan

    Hallihallo,
    ich wollte nur verkünden, dass ich meinen Namen und meine Goldvorräte behalten werde; letztere werden bei weiteren Kursschwächen „aufgestockt“ (man beachte das Wortspiel).

    Schönes Wochenende und einen gepflegten Umgang miteinander wünscht

    GoldFan

  29. Kommentar 29: von Clara von Eichholz

    Lieber Herr Schröder!
    Eine Meinung bildet man sich in dem man vielfältige Informationen zu einem Thema sammelt und sich dann ein Bild macht. Dies ist sehr individuell. Wenn man seine Meinung äußert, ist man entweder Journalist, wird also dafür bezahlt, oder man ist als Privatperson daran interessiert in einen Austausch zu kommen, um eventuell seinen Standpunkt zu ändern weil man noch andere Informationen erhält die einen dazu bewegen. Wenn man allerdings eine Meinung hat und meint die anderen müßten sie so übernehmen kann man auch mit einer Parkuhr sprechen. Lieber Herr Schröder, ich bin gern bereit Ihnen 50 Cent zu überweisen.

  30. Kommentar 30: von Privatanleger

    Gold im Portfolio ist eine gute Idee. 10% bis 15% sind da durchaus sinnvoll – um dann dazu kaufen, wenn der Anteil wieder unter die eine gewisse Untergrenze gefallen ist. Und ein Portfolio betrachtet man über Jahre und Jahrzehnte hinweg. Über lokale Maxima und Minima des Goldkurses mache ich mir keine Gedanken.

  31. Kommentar 31: von Andreas Teufl

    Gold muss noch einiges an Wert einbüßen, damit ich es wieder als Investment kaufen kann…

  32. Kommentar 32: von reiner tiroch

    erst wurde beim Gold getrommelt wo jemand gewonnen haben muß, und nun trommelt man seit geraumer Zeit für Aktien, obwohl eine korrektur von 30% erwartet wird.

  33. Kommentar 33: von Privatanleger

    …ist alles von der Entscheidung abhängig, wie man das aktuelle Risiko für die Anlageklassen einschätzt. Man habe Anlehen (Unternehmen und Staaten), Aktien (weltweit, Euro, Emerging Markets), phyisische Commodities (unter anderem Gold) und Cash (Tagesgeld) im Portfolio. Die Verteilung bestimmt jeder selbst, je nach Situation. Zum Thema hier: Es gibt eine Wahrscheinlichkeit des „vollständigen Crashs“ – und daher: Gold im Portfolio ist ok. Wenn ich die Wahrscheinlichkeit eines weltweiten Crashs der Aktienkurse erwarten würde, dann wäre der Anteil der Commodities dementsprechend höher.

  34. Kommentar 34: von reiner tiroch

    nun, es gibt einfach nichts was vom Kapital und Co nicht manipuliert wird. als nächstes werden Banken mit 1,3 Billionen verfüllt, damit sie den bösen Stresstest bestehen. dann kommt die Bilanzkorrektur (haha) die sie bisher sauber manipuliert haben. danach gibt es unendlich OMT.
    der IWF will 10% von jedem, und es gibt nur 10% Geld im Umlauf. sie wollen alles! weil die Schuldenberge höher sind als uns vorgegaukelt wird, werden die privaten Schulden euch zu 50-100% erhalten bleiben. weil der Schäuble die krise mal wieder beendet hat, sollte man seine Schulden zahlen(wer es kann) und kauft euch was ihr immer schon wolltet, bevor über Nacht alles weg ist. bei der Ehrlichkeit aller verbrecher ist das angebracht.

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