Markus Gürne im Gespräch mit Oliver Roth

09.11.2012 10:11 | Markus Gürne
Ob US-Präsidentenwahl, EZB-Ratssitzung oder neues griechisches Sparpaket. Bei allen Ereignissen spielt die Wirtschaft und auch die Eurokrise eine wichtige Rolle. Wie werden die Finanzmärkte langfristig auf die Politik des alten und neuen US-Präsidenten reagieren, hält die EZB ihr Pulver trocken, was bringt das überhaupt und nicht zuletzt – wie ist die Lage in Griechenland nach dem neuerlichen Sparpaket? Die Fragen liegen auf dem Tisch und Oliver Roth von Closebrothers hat im Gespräch mit Markus Gürne klare Antworten gegeben.
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Kommentare

  1. Kommentar 1: von Nach der Wahl ist vor der Klippe | Worldtradeforum.de

    […] Wie werden die Finanzmärkte langfristig auf die Politik des alten und neuen US-Präsidenten reagieren, hält die EZB ihr Pulver trocken, und nicht zuletzt – wie ist die Lage in Griechenland nach… weiterlesen auf blogs.hr-online.de […]

  2. Kommentar 2: von GoldFan

    Man bekommt den Eindruck, dass die ersten Experten langsam mit der Wahrheit um die Ecke kommen …
    Der Nikolaus hat nichts für uns im Sack; zieht Euch warm an.
    Guter und ehrlicher Beitrag, danke dafür!

    Wie wäre es beim nächsten Mal mit Daniel D. Eckert ?

  3. Kommentar 3: von Buntes Krisen-Panorama | Worldtradeforum.de

    […] Wie werden die Finanzmärkte langfristig auf die Politik des alten und neuen US-Präsidenten reagieren, hält die EZB ihr Pulver trocken, und nicht zuletzt – wie ist die Lage in Griechenland nach… weiterlesen auf blogs.hr-online.de […]

  4. Kommentar 4: von Müller Dominique

    Hallo
    zu den Grichen bleibt das Land ewige ein säumiger soeldner oder was ist mit den los ich hab das gefuehl es ist ein fas ohne Bode sollte man nicht dran mal denken nach dem 2 jahres ultimo Griechen raus !!!!!!!!

    oder deutschland D-mark und geschäfte in Euros abzuwickeln

    oder es laüft zwar noch unter griechland aufgeteilt wie ein Kuchen den und dann wie an einer auktion grie. aufteile

    oder wie in der DDR ein Treuhand (Troika) und dann würde das land aufgeteilt werden.

    Wäre dass nicht eine alternative ????? ich weiss ich hab schon viel gehört aber meine alternativen hören sich schlussig an.weil ich denke mal das die grie. beider heutige auktion kein teilweise – kein Geld kriegen

    Mit freundliche Grüssen

    Investment-DON88

    Müller Dominique Maurizio

  5. Kommentar 5: von Privatanleger

    In bezug auf Griechenland ist es zu erwarten, dass ein einhundertprozentiger Schuldenschnitt erfolgen wird. Griechenland kann diese Verschuldung nicht aus eigener Kraft herauskommen. Es besteht hier sowohl ein starkes Leistungs- als auch ein Zahlungsbilanzdefizit – und da kann man sich nicht „heraus sparen“. Aktuell läuft in Griechenland eine Preisanpassung: Die Löhne bzw. Lohnstückkosten sinken. Gleichzeitig sinken die Preise – zumindest für Importe nicht. Die Schulden z.B. seitens der privaten Unternehmungen sinken aber nicht. Und dies bedeutet das Aus für viele griechische Unternehmen. Die reale Abwertung in Griechenland müsste 30% betragen, damit Griechenland wieder wettbewerbsfähig ist. Jeder stelle sich vor, was es heißt, von jetzt auf gleich 30% weniger zu verdienen. Das ruft starke gesellschaftliche Verwerfungen auf.
    Ich bin nicht sicher, ob ein Vergleich mit der Situation Deutschlands während der Brüningschen Notverordnungen korrekt ist. Zumindest gibt es Gemeinsamkeiten: Deutschland war gezwungen, real abzuwerten. Durch Notverordnungen wurden die Beamten-Gehälter und Pensionszahlungen gekürzt, die Löhne sanken stark ab. Man sparte in diese Krise hinein und dies führte zu starker privater Armut im Mittelstand – die politischen Folgen kennen wir alle. Ich habe große Sorge, dass wir in Griechenland oder auch Spanien, Portugal, Italien eine starke Renationalisierung und einen steigenden Extremismus sehen werden.
    Entweder sollte man einen temporären Austritt aus dem Währungsraum in die Verträge aufnehmen – dies war auch ein Vorschlag von Hans-Werner Sinn – damit diese Länder künstlich über ihre eigene Währung abwerten können. Oder die Staaten im Währungsraum einigen sich über einen Hilfsfonds, der – zentral überwacht und streng reglementiert – Unternehmungen und privater Hand während einer solchen realen Abwertungsphase unterstützt.
    Der nun beschlossene Aufschub für Griechenland kostet zwangsläufig Geld, die privaten Gläubiger werden sich innerhalb dieser Zeit komplett von griechischen Investitionen zurückgezogen haben und die EZB wird ein Gros der griechischen Staatsanleihen besitzen. Die Schuldensituation Griechenlands wird sich damit nicht verbessern, nur das Schwergewicht auf Schuldnerseite wird dann die EZB sein und somit alle Mitglieder des Währungsraumes, insbesondere Deutschlands Steuerzahler. Die von mir oben angeführten Vorgehensweisen sind zwar auch schmerzvoll aber wahrscheinlich die einzig möglichen und auch die solidarisch gerechtesten Wege aus diesem Dilemma.

    Herzlichen Gruß
    Privatanleger

    PS:
    @Maurizio Müller Dominique:
    Eine absolut fürchterliche Alternative, die sie da vorschlagen. Ich dachte, dass wir in Europa diese Denkweisen seit dem zweiten Weltkrieg überwunden hatten. Die nationale Souveränität eines Landes – ob innerhalb oder außerhalb der EU oder des Euro-Währungsraumes darf niemals angetastet werden.

  6. Kommentar 6: von Müller Dominique

    An:Privatanleger
    das ist mir schon klar, da sie ja eine gute alternative auf gezeigt haben dafür erst mal danke es gibt mir zudenken übrig (meine alternativen !!!)
    ich hatte gestern auch so ein gespräch gehabt ich denke soweit wären ihre alternativen Humaner gestaltet oder auch gemeinschaftlicher, Sozialeakzeptanz, Sollte man auch bedenken.Meine bedenken daher gehen so das wir auch Marktwirtschaftlich denken und ich als Unternehmen gebe doch kein land geld das nicht weiss wie es damit umgeht nun weiss ich ja man kann kein land Pleite gehen lassen,kann man schon aber das hätte ja sehr harte folgen seitens der Eu (Anleihen kredite etc.).

    wenn mein unternehmens-system nicht funktioniert sowie die einhaltung Der Eu-Richtlinien nebst Staatsdefiziet etc. dann muss ich mein unternehmen aufgeben und verträge schafft man ja um sie zu halten um sicherheit in einer gemeinschaft zu schaffen die Griechen haben ja ein sehr grossen vertauensbruch begangen .oder war das mies wirtschaften

  7. Kommentar 7: von Klaus van Wahnen

    In Griechenland wird es so oder so zu einem Schuldenschnitt der öffentlichen Gläubiger kommen. Dies sehe ich so wie Herr Roth. Der Aufbau einer öffentlichen Verwaltung über wettbewerbsfähige Unternehmen bis hin zu einer intakten Forschungslandschaft dürfte wohl Jahrzehnte dauern.
    Woher Herr Roth seinen Optimismus für eine Jahresendrally nimmt kann ich nicht nachvollziehen. Schließlich gehen die notwendigen strukturllen Umbrüche in Südeuropa mit einer Konsolidierung der öffentlichen Haushalte einher.

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