Bernanke ist dann mal weg

11.08.2011 18:08 | Stefan Wolff

Die US-Notenbank hat versprochen, die Zinsen um zwei weitere Jahre rekordtief niedrig zu halten. Entweder haben die Währungshüter eine Kristallkugel im Keller, die ihnen gesagt hat, wie die Welt sich weiter dreht oder aber die Not muss groß sein.

Man kann die Reaktionen an den Finanzmärkten durchaus so interpretieren. Denn die Liquiditätsjunkies haben sich über die der Aussicht auf zwei weitere Jahre billigen Geldes nicht etwa gefreut. Die Kurse sackten gar ziemlich schnell wieder durch.

Niedrige Zinsen sind – wenn sie die konjunkturelle Lage nicht spiegeln – ein  süßes Gift. Natürlich können sich Unternehmen, vor allem Banken und im Idealfall auch Verbraucher mit günstigem Geld eindecken. Das weckt Investitionslaune und belebt die Wirtschaft.

Auf der anderen Seite schüren zu niedrige Zinsen auch Inflationsgefahren. Bislang hatten die Notenbanken die Preise gut im Griff. Zumindest sind sie (außer bei Energiekosten und Nahrungsmitteln) nicht unbedingt ins Kraut geschossen. Doch das muss nicht immer so bleiben. Dabei genügt es schon, wenn die Währungshüter nur den Verdacht erwecken, sie kümmerten sich nicht genug um die Teuerung, um Inflation anschwellen zu lassen. Nicht nur Angebot und Nachfrage bestimmen über den Preis sondern auch die Psychologie.

Und noch etwas sollte alle Alarmglocken schrillen lassen: Das billige Geld hat die Subprime-Krise und damit alle Folgekrisen bis zur heutigen Schuldenkrise erst ausgelöst. Nur weil herkömmliche Zinsprodukte nichts eingebracht haben, haben sich Spekulanten auf die Suche nach einträglicheren Anlagevehikeln gemacht, die sie in strukturierten Produkten, den Asset Backed Securities (ABS) ja dann auch gefunden haben.

Auch dieses Mal steht zu befürchten, dass sich die Handelsabteilungen der großen Finanzhäuser auf immer irrwitzigere Produkte stürzen, um ein paar Promille Extra-Rendite aus ihrem Geld heraus zu kitzeln. So pumpt das billige Geld der Fed die nächste Spekulationsblase auf.

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Kommentare

  1. Kommentar 1: von Humperdinck

    Das billige Geld ruft derzeit keine Inflation hervor, das billige Geld bekämpft aktuell die Deflation.

    http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2011-01/19096220-oekonom-heiner-flassbeck-inflation-weiter-kein-thema-deflation-ist-die-gefahr-398.htm

    http://www.reuters.com/video/2011/06/07/inflation-alert-roger-bootle-says-deflat?videoId=211596318

    http://www.youtube.com/watch?v=L2wOvw8wNDQ

  2. Kommentar 2: von Lion

    @von Humperdinck

    Man sollte nicht nur an heute, sondern auch an morgen denken! Und wer nur an heute denkt, handelt wie unsere Politiker: inkompetent!

  3. Kommentar 3: von Humperdinck

    Sehe ich genauso.

  4. Kommentar 4: von Liselotte Kranz

    Der wahrscheinlichste Weg, die hohen Staatsschulden in den USA wegzubekommen, ist langfristig wohl Inflation.

    Auch ich warte auf die nächste Blase, die durch die niedrigen Zinsen aufgepumpt wird. Mal sehen, wo sie dann auftritt.
    Meiner Meinung nach hat die Fed die Zinsen in der Wirtschaftskrise 2008 viel zu schnell gesenkt, jetzt hat sie keinen Spielraum mehr nach unten. Deswegen wurde wohl auch in der letzten Fed-Pressekonferenz ein mögliches QE III angedeutet, und das ist möglicherweise der Grund, warum sich die Aktienkurse derzeit etwas erholen.
    Die Ankündigung, die Zinsen für die nächsten 2 Jahre auf dem derzeitigen Niedrigstniveau zu halten, halte ich allerdings für ziemlich unverbindlich. Wenn die Wirtschaft so schwach bleibt wie derzeit, hat man sowieso keine andere Wahl, und falls eine sich belebende Wirtschaft Zinserhöhungen erforderlich machen sollte, würden sich wohl die wenigsten darüber beklagen.

  5. Kommentar 5: von Jockel

    Bernankes Vorgänger haben immer in mikroskopisch kleinen Schritten agiert und in ihren Verlautbarungen jede Nuance sorgsam abgewägt, wohl wissend, dass eine große Gemeinde ihnen alles von den Lippen saugt. Sie sind nicht aus der Reserve gekommen und haben damit gleichzeitig zumindest noch den Eindruck erweckt, weiteren Handlungsspielraum zu haben.
    Finanzmarkt ist ein Haifischbecken, der Schnelle spielt den Langsamen aus.
    Nun gibts im Millisekundentakt über zwei Jahre reichlich Gelegenheiten dies zu tun.

    Schöne Überschrift: „dann mal weg“!
    Weg sein – Abtauchen – Untergehen – … ?
    Der letzte macht das Licht aus.

    Er wird schon wiederkommen, denn Notenbanken haben ja keine Ratings. Der Schalter zum Licht ausmachen fehlt. :)

  6. Kommentar 6: von Dachs

    Bisher ist das viele Geld nötig und auch noch nicht bei den Konsumenten angekommen. Bisher ist „nur“ die Geldmenge M3 gestiegen, nicht aber das Geld bei den Verbrauchern. Erst wenn die Geldmenge M1 ebenfalls steigt, was sie sicherlich früher oder später wird, werden auch die Preise entsprechend steigen.
    Die niedrigen Zinsen sind nicht Schuld an den Blasen. Es ist die menschliche Gier und die Angst etwas verschenkt zu haben. Dafür bedarf es keiner neuen undurchsichtigen Produkte, solange die Leute für 0,1 Prozentpunkte das Tagesgeldkonto z.B. nach Island verlegen.

  7. Kommentar 7: von Winter

    Ohne Sinn und Verstand schreibt der Verfasser seinen Artikel, nur um die Leser zu verunsichern. Die Meinung des Verfassers ist 70 Jahre alt und passt
    nicht mehr in die heutige Zeit. Den Verfasser müsste man pensionieren. Er
    produziert leider nur Törichtes!
    Winter

  8. Kommentar 8: von Lion

    @ Dachs
    Widerspruch! Die jahrelange Niedrigzinspolitik der Fed hat die Subprime-Krise (BLASE) verursacht. Die Subprime-Krise wiederum hat durch weltweit notwendige Konjunkturprogramme die Staatsverschuldung in Amerika und Europa exorbitant in die Höhe getrieben. Und nun stehen wir am Abgrund.

  9. Kommentar 9: von Stefan Wolff

    Der Verfasser ist ein wenig bedrückt, dass seine Meinung älter sein soll als er selbst. Der Verfasser wird niemals pensioniert werden, weil er kein Beamter ist. Der Verfasser will auch nicht seine Leser verunsichern sondern zur Diskussion ermuntern. Der Kritiker Winter trägt dazu wenig bei.

  10. Kommentar 10: von Kleine Presseschau vom 12. August 2011 | Die Börsenblogger

    […] Best Börsen Blog: Bernanke ist dann mal weg […]

  11. Kommentar 11: von Chinabull

    Die Fed kann die Zinsen nicht senken, ohne die Schein-Wirtschaft der USA zum kollabieren zu bringen: Hausbesitzer (und andere Schuldner) konnten ihre Hypotheken zu niedrigeren Zinsen von 3-5% refinanzieren – das bedeutet eigentlich einen riesigen Verlust für die grossen Banken, aber diese Verluste können durch leichtes Borgen von neuem Geld ausgeglichen werden. Stiegen Zinsen, vielleicht auf 4-6% würden all die Banken, die 2008 einen Bail-Out erhalten haben, wieder pleite gehen. Zweitens würden Hypothekenzinsen steigen, weniger Häuser verkauft werden, es gäbe mehr Zwangsvollstreckungen und so würden Hauspreise viel stärker fallen als bisher – das heisst nicht nur verlieren amerikanische Banken bei höheren Zinsen die Wirtschaftlichkeit ihrer Kredite, sondern auch ihre Kreditsicherheiten verlieren an Wert. Und drittens werden die Zinszahlungen für die amerikanischen Schulden, und nicht nur auf Bundesebene, unbeherrschbar, wenn die Fed nicht durch das Aufkaufen von Bonds die Zinsen künstlich niedrig hält.
    Ums kurz zu sagen: Die Fed ist in der Klemme. Sie wird Zinsraten nicht erhöhen können, muss aber vortäuschen falkenartig zu agieren, sollte es zu eine Währungskrise kommen. Die meisten Anleger, Wirtschaftswissenschaftler, uns sicherlich Otto-Normalverbraucher haben noch nicht verstanden, genau wie fatal die Situation eigentlich ist!

  12. Kommentar 12: von Lion

    Richtig. Und Winter sagt zur Sache – NICHTS!

  13. Kommentar 13: von Dachs

    @Lion
    Ich sage ja nicht das die Niedrigzinspolitik der Fed unschuldig ist. Sie war sicherlich der Treibstoff dafür. Aber auf das Gaspedal muss ja auch noch jemand treten. Ich erinner an die „Zertifikateopfer“, das waren Rentner die mehr wollten als 3%. Nach der Subprime-Krise war die Liquidität nötig um eine Depression zu vermeiden. Die niedrige Zinspolitik, der letzten 2,5 Jahre und der Ausblick, dass es so weiter gehen wird, ist der Grundstein für den Kollaps, denn wer will diese Liquidität aus dem Markt herausnehmen. Die von den Staaten in den Markt gepumpte Liquidität wurde ja in „Alles“ investiert. Gold, Aktien, sogar miesverzinste Rentenpapiere wurden gekauft und stiegen gleichzeitig.
    Am Abgrund stehen wir, da bin ich bei Ihnen, wenn die Staaten ihr Schuldenpolitik in den Griff bekommen. Und das werden die nicht schaffen.

  14. Kommentar 14: von tropensturm

    Mal eine zugegebenermaßen düstere Interpretation von mir….

    Ohne entsprechende politische Entscheidung ist das Geld der FED nur dazu da von den Investmentbanken verzockt zu werden. Die Firmen wollen keine Kredite in den USA, weil der Anreiz fehlt es zu investieren und die politische Lage wohl als instabil zu bezeichnen ist dank der Teebeutelpopulisten, die sich einzig einer neuer Generation von Reichen verpflichtet fühlt die vom Verzehr ihres unproduktiven Vermögens lebt. Der US Bürger hingegen ist auch noch immer damit vollauf damit beschäftigt sich von 2008 zu entschulden. Also gehen die Billigkredite in den Spekulationsmarkt.
    Das weiß die FED, auch wenn sie es nicht so richtig eingestehen will. Also wieso tut sie das was sie tut? Offiziell bleibt das Statement, das sie die Inflation anheizen will, warum will sie das tun? Um den Schuldenberg abzuschmelzen, Löhne ansteigen zu lassen, etc. was wiederum zu Wachstum führen soll. Funktioniert aber nicht so wirklich. Aber meines Erachtens soll damit auch vor allem China unter Druck gesetzt werden endlich aufzuwerten. Entweder weil durch die angeheizte Inflation alles von alleine dort teurer wird, oder damit endlich die Währung selbst freigegeben wird. Europa steckt irgendwie dazwischen mit seiner unfertigen Eurokonstruktion und muss die altbekannten Probleme aus Bretton Woods nochmal neu erlernen. Es ist in Europa ein komplexes Netz an Problemen, zieht man am einen Ende, reißt es wo anders: Soziale Unruhen, Rezession, Inflation, Spekulationsblasen auf Immobilien, Bankrott, Staatsfonds die nicht mehr aussteigen können, usw. jeder Faden ist bis zum zerreißen angespannt… die Zeiten wo man gegensteuern konnte sind vorbei. Irgendwo wird also etwas reißen und alles andere dann auch.

    Warum kam es soweit? Wenn die Politik eines gelernt hat, dann das konkrete Entscheidungen polarisieren und abgelehnt werden, sogar immer öfters demokratisch von Minderheiten in Frage gestellt. Können wir wieder auf Pisa oder die Relativitätstheorie schieben das zu viele Leute das mit Mehrheiten und Zahlen nicht auf die Reihe kriegen. Aber zusehen, verbal attackieren und auf andere zeigen wird honoriert durch steigende oder zu mindestens stabilisierte Umfragewerte. Wir haben uns als Wähler Populismus mit eingekaufter Handlungsunfähigkeit ausgesucht, die Politik ist nach Jahrzehnten darauf dressiert worden. Von daher ist das Problem der Politik durchaus selbstverschuldet.
    Jetzt rollt also der Stein und alle schauen zu bis irgendjemand so dämlich ist etwas zu unternehmen, als erster zuckt oder überrollt wird. Zucken wird vielleicht zuerst China dank Inflation oder freie Währung, oder Europa zuerst überrollt von einem seiner unzähligen Probleme. So oder so, die USA und die FED brauchen nur zuzusehen und die Dinge so belassen wie sie sind. China ist ein Sklave seiner US$ Anleihen, der Hühnerhaufen EU boxt nicht mal in der gleichen Gewichtsklasse, die muss man also nur klein halten. Chinas versuch irgendwie nach Europas Staaten und Firmen zu greifen kommt zu spät. Und sollte das bedrohlich werden hat ja die FED billig Geld im Angebot für US Investementbanken Übernahmen zuvorzukommen. Das ist für mich also nichts anderes als ein Währungskrieg, nur mit neuen Mitteln geführt und der Sieger werden die USA sein meiner Einschätzung nach. Könnte mich aber auch täuschen und China baut die leeren Millionen Städte in seine Wüsten um die vielen sozialen Flüchtlinge aus dem Westen aufzunehmen :)

  15. Kommentar 15: von geölte schuldenbremse

    Die Argumente-Kommentator Winter-wo sind sie?

  16. Kommentar 16: von Jockel

    Könnten die Zinsen von den Notenbanken nicht 100 Jahre bei Null bleiben, und die USA Ihr Geld direkt von dort leihen?
    Beim Nachdenken über diese Frage erkenne ich, dass Zinsen folgenden Sinn haben:

    Nur wer einen sinnvollen Plan für das Geld hat und sich sicher ist, dass daraus Gewinn entsteht, leiht es sich wirklich und alle anderen lassen es bleiben.
    Mit so niedrigen Zinsen wie im Moment wird Sinn und Unsinn gleichermaßen ermöglicht.

    Und damit sind wir jetzt sogar den früheren Notzeiten – z. B. Deutschland nach dem Krieg – gegenüber klar im Nachteil: Nur wer etwas sinnvolles tat, konnte überleben (mit Folge: Wirtschaftswunder).

  17. Kommentar 17: von Lion

    @Dachs
    Ich stimme im wesentlichen zu. Aber:
    1. Wenn ein Anleger 3% Rendite erwartet, dann hat das nichts mit Gier zu tun!
    Nun dumme Anleger würden in ein Produkt investieren, das kaum einen Infaltionsausgleich liefert.
    2. Die niedrigen Zinsen für sichere, konservative Sparanlagen waren eine Folge der jahrelangen (nicht nur 2-3 Jahre) Niedrigzinspolitik. Konservative Geldanlagen boten also keine Möglichkeit, das ersparte Kapital zu vermehren. – Anstatt aufs Sparbuch hätten sie es ja auch gleich unters Kopfkissen legen können. Da wäre es wenigstens sicher gewesen.

    Umkehrschluss: Hätte es normale Sparzinsen gegeben, hätten sich viele Sparer nicht von für sie undurchschaubaren Anlageformen verführen lassen.
    Wir dürfen also Ursache und Wirkung nicht verwechseln!

    Gruß Lion

  18. Kommentar 18: von Lion

    @Jockel
    Das macht die amerikanische Notenbank bereits: Sie kauft amerikanische Staatsanleihen. Damit DRUCKT SIE GELD! Folge: Inflationsgefahr steigt. (Staaten, die das in der Vergangenheit gemacht haben, standen alle vor dem Kollaps.)

  19. Kommentar 19: von Jockel

    Wenn die Notenbanken Geld verleihen, stellt sich nicht nur die (erste) Frage, zu welchem Preis, sondern auch noch die zweite: wem (Sicherheiten), die dritte: wieviel und die vierte: Für wie lange.

    Die erste Frage wird immer reichlich kommuniziert, sie soll auch durch den Weiterverleih hindurch strahlen.

    Die zweite Frage (wem) zielt auf das Ratingproblem. Hier ist mir nicht ganz klar, wie das Rating (z. B. von Banken) einerseits zu höheren Refinanzierungskosten führen soll, diese sich aber andererseits doch sowieso zu den Leitzinskonditionen eindecken können. Und: Geht es Staaten dabei schlechter als Banken? Stehen Staaten mit dem Primat der Politik nicht hinter den Leitzinskonditionen (unter denen sie dann ggf. selbst leiden)? Klar: Es gibt keinen direkten Durchgriff von Regierungen zu Notenbankern, aber wem sind diese verantwortlich?

    Die dritte Frage – wie Lion schon sagte — und um auf meinen Vorbeitrag zurückzukommen: Mit QE1 und QE2 wurden die Dosen der subventionierten Dummheit verabreicht.

    Bei der vierten Frage sehe ich schwarz. Bei Rückzahlungsfälligkeit der großen Programme werden wohl mit ziemlicher Sicherheit irgendwelche Verlängerungsvehikel erfunden.

  20. Kommentar 20: von Mark

    @Stefan Wolff — Freitag, 12. August 2011 — 11:45 Uhr

    Wow. Das kaum noch möglich geglaubte ist tatsächlich eingetreten: Ihre Antwort an den Mitkommentator „Winter“ hat mir doch tatsächlich ein breites, breites Grinsen aufs Gesicht gezaubert! Kann man sich einen besseren Wochenausklang wünschen?

    (Jaja, ich weiß, ich trage mit diesem Kommentar auch nichts zum Thema bei. Daher nur soviel: Gut und schlüssig geschrieben, daher keine Einwände.)

    Schönes Wochenende!

  21. Kommentar 21: von Humperdinck

    Zum Wochenende mal was lustiges:

    http://www.youtube.com/watch?v=avqmxoBNwJ4&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=Ybc4hVj6ElE&feature=related

  22. Kommentar 22: von Pfeifer

    Das ist doch alles Quatsch. Ursache der Probleme ist, das es Handelsregeln gibt, mit denen nicht produziertes Geld jenseits der Realwirtschaft geschaffen werden kann und das dies durch die Gegenreaktion der Staaten auf die Kriese von 2008 in reales Geld, reale Staatsschulden überführt wurde. Anstatt das „virtuelle“- scheinbare Geld zu anullieren und Regelungen zu schaffen, das es so etwas nie wieder gibt, haben die Politiker die Finanzbetrüger belohnt in dem sie reales Geld zu Lasten aller Staatsbürger aus dem scheinbaren Geld machten uns haben noch nicht einmal die Finanzregeln, die zu dieser Katastrophe für den Normalbürger führte abgeschafft. Folglich geht das Spiel weiter.

  23. Kommentar 23: von Jockel

    was mag Pfeifer wohl mit geschaffenem aber nicht produziertem Geld meinen?

  24. Kommentar 24: von Fionn H.

    Der ARD Team hat über den Philly-Fed-Index berichtet – das ist Klasse! Die „desaströsen Zahlen“ von dem Philly-Fed über die wirtschafliche Lage in den USA sorgten für Panik heute auf den Märkten weltweit.
    The ARD daily reports are outstandingly good – I saw no mention of the Philly-Index figures on English language sites (like the FT).
    Wahrscheinlich ist QE3 beschlossene Sache (at the Jackson Hole Meeting next week)

    http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_555752

  25. Kommentar 25: von aufgeschreckter Michel

    Ich habe jetzt diverse Beiträge gelesen und versucht zu verstehen, was denn nun wirklich passiert und was man machen müsste. Ist mir nicht gelungen. Darum plädiere ich zuersteinmal für absolute Steuerzahlungsverweigerung bei allen Bürgern bis es gelungen ist, dies zu ändern:
    Nicht nur Angebot und Nachfrage bestimmen über den Preis sondern auch die Psychologie.

    d.h. die Psychologie aus der Geldwirtschaft auszuschalten. Das kann doch wirklich nicht wahr sein, wieso schafft sich die Menschheit ein dermassen wackeliges, ungeregeltes und offenbar völlig irrationales Geldsystem? Und wer entscheidet eigentlich über die Qualifikation von Politikern? Demokratie is Kappes, wie sollen Leute, die selbst keine Ahnung von Geldwirtschaft haben, die Fähigkeit von Leuten beurteilen, die sie betreuen?
    Es würde allerdings helfen, wenn Fachleute wie hier sich eine klare Sprache angewöhnen, anstatt mit schönen Wortgebilden das ganze noch mehr zu verwirren. Was soll z.B. so eine Aussage denn: „Jetzt rollt also der Stein und alle schauen zu bis irgendjemand so dämlich ist etwas zu unternehmen, als erster zuckt oder überrollt wird.“
    Ich meine, ich finds klasse dass es offenbar soviele gibt, die Ahnung haben, aber für Unbedarfte wärs angenehm, wenn sie ihr Wissen vörstöndlich formulieren. Und noch ein Vorschlag: wäre es nicht möglich, so ein Forum zu nutzen, um konkret einen Lösungsvorschlag zu entwickeln? All das Gedenke nur zum Plaudern, während das Ganze in den Abgrund rutscht? Warum überlassen Sie denn den Spekulanten und Politikern das Feld? Kapier ich nicht. Oder gibts keine Lösung?

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