Jetzt ist also das Undenkbare geschehen, und die USA haben ihre Bestnote in Sachen Kreditwürdigkeit eingebüßt. Zumindest hat die Ratingagentur S&P das „Triple A“ gestrichen. Die anderen – Moody’s und Fitch – hatten ihr „AAA“ zuvor noch bestätigt. In den USA herrscht helle Aufregung. Es ist ein Schlag ins Gesicht der Finanz-Supermacht. Sofort kam die Anmerkung, dass man auf das Urteil dieser Agenturen nicht vertrauen sollte.
Wegen ihres Versagens vor und während der Finanzkrise, sollten sich die Agenturen nicht zum „Richter über die Finanzpolitik aufschwingen“, sagte beispielsweise der Wirtschaftsexperte Paul Krugman. Abgesehen davon, dass der Mann zweifelsohne recht hat, hat die Amerikaner diese Fehlbarkeit natürlich nicht interessiert, so lange die Rolle der USA als Musterknabe sakrosankt war.
Dabei lag dieser Schritt in der Luft. Der Schuldenstreit hat tiefe Kratzer in den Lack gezogen. Ein Land, in dem sich die politischen Parteien einen Schritt vor dem Abgrund noch gegenseitig schubsen, verliert an Glaubwürdigkeit. Die Schärfe, mit der der Schuldenstreit geführt wurde, war jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Seit Jahren ließen die diensthabenden US-Regierungen keine wirkliche Bereitschaft erkennen, den Staatshaushalt sanieren zu wollen. Besonders perfide ist dabei das Possenspiel der Republikaner, die ernsthaft vergessen machen wollen, dass ihr Präsident George W. Bush von seinem Vorgänger Bill Clinton einen Haushaltsüberschuss übernommen hatte.
Der Verlust der Bestnote kratzt nicht nur an Selbstbewusstsein sondern auch am Image der weltgrößten Volkswirtschaft. Die Zeiten als unumstrittene Nummer eins im Finanzgefüge sind vorbei. Die USA werden sich nun von außen kritischere Töne gefallen lassen müssen. Die Gläubiger mucken auf, wie die chinesischen Reaktionen zeigen. Die verbleibenden Länder mit Bestnoten aller drei Agenturen (darunter Deutschland, Kanada und Frankreich) können sich auf diesen Lorbeeren allerdings nicht ausruhen. Für Häme besteht kein Anlass. Eher sollten sich Europas Politiker endlich zudem Staatengefüge bekennen, das sie repräsentieren. Die Schuldenkrise lässt sich nicht wegtelefonieren.
Den Finanzmärkten stehen weiter turbulente Zeiten bevor. Der Schritt von S&P dürfte die Talfahrt an der Börse beschleunigen. Mittelfristig wird es für die Amerikaner teurer werden, die Staatsschulden zu finanzieren. Das Interesse der Anleger an US-Anleihen wird aber hoch bleiben. Die Koordinaten verschieben sich nur langsam in der Finanzwelt. Alternativen gibt es kaum. Allerdings könnte sich die Vormacht des Dollar in der Welt weiter verringern. Moody’s und Fitch werden noch nachziehen. Das dreifache A wird auch hier fallen, wenn die US-Regierung nicht unmittelbar reagieren. Beide haben den Eindruck hinterlassen, als hätten sie S&P nur den Vortritt lassen wollen.




Sonntag, 07. August 2011 | 18:01 Uhr
Ich frage mich ohnehin wieso ein Schuldner, der gerade erst nur noch wenige Stunden davon entfernt war seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen zu koennen ueberhaupt noch im A-Bereich geratet wird. Muessten die USA nicht eigentlich schon laengst in der B-Liga der Agenturen spielen?
Ich persoenlich wuerde nicht im Traum auf die Idee kommen mir US-Anleihen ins Depot zu legen, dafuer sind die Zinsen viel zu mickrig im Vergleich zum Risiko.
Wer kauft denn eigentlich noch diese Junkbonds mit seinem hart erarbeiteten Geld? Richtig. Die FED kauft die und die arbeitet nicht fuer das Geld, die druckt es selber.
Montag, 08. August 2011 | 11:08 Uhr
Ich kann Herrn Fouquet nur Recht geben. Aber welche Papiere soll man sich noch ins Depot legen? Der Ausverkauf an den Börsen ist doch nicht mehr zu erklären. Wir Kleinanleger sind mal wieder die Dummen! Und die Politik muss selbst in der Sommerpause noch Oel ins Feuer giessen. Hauptsache irgendein Politiker steht mal wieder vor einer Kamera und darf sich für einen Augenblick wichtig fühlen.
Montag, 08. August 2011 | 11:34 Uhr
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die ganze Welt schon wieder auf die Ratingagenturen schaut, nachdem diese in der Finanzkrise noch als die Hauptschuldigen ausgemacht wurden, da sie die Subprime-Papiere mit einem zu hohen Rating beurteilt haben. Jetzt erfahren die Ratingagenturen durch ihre Herabstufung der USA (sei sie nun gerechtfertig oder nicht) wieder große Aufmerksamkeit.
Meiner Meinung nach geht es gar nicht darum, ob die Agenturen Recht haben oder nicht, es ist vielmehr der Einfluss, den die Ratingagenturen auf die Anleihenmärkte haben, der mich stört. Sie beeinflussen die Anleihemärkte so stark, dass es zu Marktversagen kommt und ein wichtiger Mechanismus des Marktes nicht mehr funktioniert. Knappheitsgrade in diesen Märkten werden somit nicht mehr angemessen signalisiert und Kapital wird fehlgeleitet.
Eine unabhängige europäische Ratingagentur mag da ein wenig helfen; dennoch messen Finanzinstitute, (Zentral-) Banken, Anleger und auch die Presse dieser Branche schlichtweg eine zu große Bedeutung zu.
Dies ist ein Teil des Übels.
Wir brauchen also nicht mehr oder weniger Ratingagenturen, sondern vielmehr eine gesamtgesellschaftliche Herabstufung deren Einflusses auf Ramschstatus.
Montag, 08. August 2011 | 12:45 Uhr
Marc Faber äußert sich zum US-Downgrade
http://goo.gl/nhDSk
Montag, 08. August 2011 | 13:17 Uhr
Hallo Herr Wolff,
wie kann denn die US-Regierung die Herabstufung durch die anderen beiden Agenturen verhindern ?
Montag, 08. August 2011 | 13:45 Uhr
Die Herabstufung der USA war vorauszusehen. Hier wird durch S&P das Faktische nur manifestiert. Wenn es nicht genügend Käufer für amerikanische Anleihen gibt und die FED daher den Ramsch selber kaufen muss, ist das Zeichen überdeutlich. Dies gilt auch für die EZB. Es wird sich von der Poliltik nur Zeit erkauft.
Wer glaubt im Ernst, dass in Italien und Spanien nicht noch ein paar Leichen im Keller liegen. Nach der Wahl in Spanien kommen die nächsten Überraschungen ans Tageslicht.
Das Grundübel ist, dass die Gesellschaften diesseits und jenseits des Atlaniks über Ihre Verhältnisse leben. Und irgendwann muss man dafür zahlen.
Spannend wird, welche gesellschaftlichen Gruppen davon am meisten betroffen sein werden und wie sich die einzelnen Gruppen wehren. Hier liegt die Hauptgefahr für unsere Gesellschaft
Montag, 08. August 2011 | 13:54 Uhr
Hallo Goldfan,
das funktioniert nur, wenn die Regierung ein schlüssiges Konzept auf den Tisch legt und die Opposition mit an einem Strang zieht. Diese gegenseitigen Schuldzuweisungen, wie wir sie momentan sehen, sind nicht zielführend.
Montag, 08. August 2011 | 14:04 Uhr
Kein Land dieser Erde, auch und gerade nicht Amerika bräuchte finanziell in den “Abgrund” zu stürzen, würde es nur entsprechend Einnahmen (Steuern) generieren. Den Schuldenbergen stehen unglaublich hohe Privatvermögen gegnüber, die man nur besteuern müßte wie etwa vor Beginn des
neoliberalen Abwirtschaftens vor 20 Jahren.
Bitte mal hier nach schauen :
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Der-rechte-Abschied-von-der-Politik/story/22710602
Montag, 08. August 2011 | 14:08 Uhr
und hier: http://www.telegraph.co.uk/news/politics/8655106/Im-starting-to-think-that-the-Left-might-actually-be-right.html
Montag, 08. August 2011 | 14:37 Uhr
Tjaja…die “Reichen” wollen nichts abgeben, auch im Angesichte des kommenden Abgrunds…und am Ende wird Ihnen alles genommen (inklusive des Lebens), wo sie derzeit nur 20-50% abgeben müssten…
Ist schon traurig, wie gierig, kurzsichtig und dumm die meisten Menschen sind :/
Montag, 08. August 2011 | 14:41 Uhr
[...] Best Börsen Blog: Abstufung mit Ansage [...]
Montag, 08. August 2011 | 15:00 Uhr
Alles hat mal ein Ende. Die staendig wachsende oeffentliche Verwaltung ist nicht mehr bezahlbar. Wenn wir nicht den Mut aufbringen, hier einen Rueckbau vorzunehmen, dann endet alles in ein Disaster. Der Staat soll und kann nicht alles regeln. President Clinton’s erfolgreiche Wirtschaftspolitik war, das er ueberhaupt keine Wirtschaftspolitik betrieben hat.
Montag, 08. August 2011 | 15:22 Uhr
Wenn ich insolvent bin und zu meiner Bank gehe, mit der Bitte doch den Rettungsschirm über mir aufzuspannen, wällern die sich vor Lachen. Sie könnten mir allerdings auch einen Kredit geben. Aus Habgier versteht sich! Sollten allerdings meine Einnahmen, meine Ausgaben nicht decken, werde ich in Kürze pleite sein. Habe ich das falsche Verständnis???
Montag, 08. August 2011 | 17:28 Uhr
@Phillip Kiel
Das Zauberwort heisst Verantwortung. Sobald Menschen Verantwortung übernehmen müssen, agieren sie sehr umsichtig.
Was glauben sie, wie Sarkozy und Merkel mit dem Geld umgehen würden, wenn sie bei einer Fehlentscheidung Verantwortung übernehmen müssten im Sinne gekürzter Pensionen etc.
Ich unterstelle jedem, mich eingeschlossen, das, wenn wir ohne Aussicht von irgendeiner Sanktion mit dem Geld genauso umgehen würden wie z.Zt. die Politiker und einige Konzerne. Was soll denn passieren? Jedes Kleinkind, einschließlich meine Tochter
, wird doch solange “Blödsinn machen” wie es ihm beliebt, wenn keine Sanktionen darauf folgen (Z.B. nachsitzen in der Schule).
Obwohl hier manche Argumente stimmen mögen, wird das Grundproblem nicht angegangen. Ich stell mir gerade vor, wie Trichet, der gerade jede Staatsanleihe kauft, mit diesem Risiko nach seiner Amtszeit umgehen würde.
Hab ich eine Lösung? Nein, ausser das ich alle 4-5 Jahre diese Politik nicht wähle. Daraus folgt: wer diese Politik gewählt hat, darf nicht meckern! Alternativen gibt es ausreichend! Eine optimale Alternative gibt es nie!
Grüsse, GeDi
Montag, 08. August 2011 | 17:59 Uhr
“Mittelfristig wird es für die Amerikaner teurer werden, die Staatsschulden zu finanzieren.”
http://www.bloomberg.com/apps/quote?ticker=USGG10YR:IND
wird es nicht meiner Meinung nach. Die USA müssen im Gegenteil immer weniger für ihre Schulden bezahlen, wie auch der langfristige Chart zeigt, ein klares Bild nach unten, nicht nach oben. Der Downgrade ist ein Non-Event, wie er es auch schon damals bei Japan war.
Die Börsentalfahrt ist daher auch von den politischen Problemen in Europa getrieben. Das Spiel neigt sich dem Ende. Es muss eine Lösung her, egal ob Bruch der Eurozone, gemeinsame Finanzpolitik, Transferunion, Eurobonds, oder was sonst auch immer. Die allgegenwärtige zur Schaustellung von Unfähigkeit um Zeit zu schinden, für was auch immer wird nicht mehr ignoriert. Dieses Debakel wird eingepreist, bisher noch sehr moderat, erstmal ist bisher “nur” der Vorschuss Optimismus seit Sommer letzten Jahres weg.
Wer seine Nerven beruhigen will, kann noch kurzfristig absichern mit stark gehebelten Shorts und sich das dann in Ruhe ansehen und ohne seine Aktien jetzt unter Wert zu verschleudern. Egal wie es ausgeht, die ganzen Bigplayer können nicht ewig Cash halten und die Aktienmärkte zu groß für einen Short Squeezeout wie damals beim Silber.
Montag, 08. August 2011 | 19:08 Uhr
Nötig sind Vorgaben an die EZB, bis wann Staatspapiere wieder verkauft werden müssen! Sonst sinkt der Anreiz für die Überschuldeten, das Rentenalter schneller auf 69 J. zu erhöhen, Steuerschlupflöcher zu stopfen, Flugbenzin zu versteuern, Staatsbesitz zu verkaufen etc.
Merkel stimmt dem Kauf von ital.+span. Staatspapieren zu. Stunden später will Brüderle angeblich keine Unterstützung für Italien:
Wie werden wir diese Tea-Party-FDP endlich los?
Montag, 08. August 2011 | 20:02 Uhr
@GeDi
leider ist es insbesondere bei linken Politikern in unserem Lande weiterhin verbreitet, das Füllhorn auszuschütten und neue Schulden zu machen. Bestes Beispiel ist die Politik in NRW, wo rot/grün nach der Machtübernahme angefangen hat das Geld mit vollen Händen auszugeben mit der Pseudo-Begründung, das würde sich in Zukunft auszahlen. DIESE Begründung gab es schon in den 70er Jahren, als es unter der SPD so richtig mit dem Schuldenmachen losging – nur hat es nie aufgehört.
Merkel hat versucht seit 2008 den Staatshaushalt zu konsolidieren, und wir sind auf gutem Wege. Das ist unsere einzige Hoffnung.
Montag, 08. August 2011 | 20:08 Uhr
Puuuh, Herr Best, wenn man Ihnen so zuhört bei Börse vor Acht…
Warum hören die Börsianer nicht mehr auf die guten Absatzzahlen der Automobilfirmen??
Auch wenn sie VWL studiert haben, müssten auch sie Bilanzen lesen können. Wo ist der stärkste Absatzmarkt der Automobilhersteller? USA und China! Woher kommt diese Nachfrage? Meinen Sie, der Verbraucher hat das Geld, sich ein Auto zu kaufen oder bekommt er durch niedrige Zinsen der Banken günstige Kredite für einen Kauf? Ungefähr wie hier mal die Abwrackprämie! Woher kommt das Geld? Vom Staat! Nicht umsonst haben die Staaten so hohen Schulden. Um die Wirtschaft anzukurbeln!
Doch kann das der Staat ewig subventionieren? So langsam glauben die Anleger nicht mehr daran. Also werden die Automobilhersteller (u.a.) nicht mehr subventioniert (Wie in Deutschland nach der Abwrackprämie).
=> also fallen die Autoaktien…
Ihre Kollegin Frau Koch hat auch immer so interessante Hypothesen, wie etwa, die Börse ist in Panik wegen der Wirtschaftkrise. Dabei geht es der Wirtschaft doch gut. Den Staaten geht es schlecht…
Bitte um mehr Sachlichkeit…
Grüsse GeDi
Dienstag, 09. August 2011 | 06:16 Uhr
Mal im Ernst:
Welche moralische Wertigkeit haben eigentlich Rating-Agenturen um überhaupt eine Nachricht wert zu sein? Um überhaupt beachtet zu werden? Haben solche …stufenden… Auguren auch irgendwelche Namen? haben die was gelernt? Stecken da etwa irgendwelche Hansel dahinter, die für ein lächerliches Gehalt die Finanzwelt in Atem halten … oder deren dankbares Publikum?…
—
Essen Sie Scheisse…3 Billionen Fliegen können sich nicht irren!
—
Wer beim widerlichen Banking- und Börsengezocke mitmacht, bzw. den Zockern die Steigbügel hält (oder machen Sie etwas anderes H.Wolff?) kommt Insekten gleich, welche sich von den Geschwüren der Gesellschaft ernähren, weil sie nicht in der Lage sind handwerklichen Mehrwert zu erzeugen.
Viel Spaß bei der überfälligen Talfahrt. Hoffentlich knallt es diesmal richtig. … auch in Ihren “ehrenwerten” …”Depots”…
Dienstag, 09. August 2011 | 07:14 Uhr
Sie haben das gut erklärt Herr Wolff. Witzig find ich, dass der Mutterkonzern von S&P ein traditionsreiches Medienunternehmen ist. Die kochen alle nur mit Wasser. Interpretieren wir also nicht allzu in diese Dinge hinein. Es ist die Einschätzung eines Analystenteams. Das zeigt uns nur, wie hysterisch die Märkte sind. Die Meute rennt jetzt wie aufgescheuchte Hühner durch die Gegend. Das ist meine Einschätzung zu dem Thema: http://www.timschaefermedia.com/?Panik_Die_Flucht_aus_Aktien_hat_begonnen&id=1099&det=1
Dienstag, 09. August 2011 | 11:50 Uhr
In Deutschland waren viele Amerikaner investiert, diese scheinen nun ihr Geld abzuziehen. Hoffentlich machen das die Chinesen nicht mit den USA.
Wenn es zu Kernschmelze kommt, auch gut, denn dann muss etwas neues aufgebaut werden, vielleicht ein genossenschaftliches Finanzsystem ala Raiffeisen?!
Dienstag, 09. August 2011 | 14:17 Uhr
Sollte dann noch die Tea Party ins Weisse Haus ziehen, wird es noch düsterer.
Mich stört besonders dass Steuererhöhungen kosequent abgelehnt werden. Mit dieser Art von Politik, stellen sich diese Neo-Konservativen selbst ins Abseits, weil Kompromisse ohne Begründung abgelehnt werden. (trifft auch auf Netanjahu zu…)
Die Schulden der USA sind aber kein wirkliches Problem, sondern ein selbst produziertes Problem der politischen Klasse, wer keine Einnahmen hat kann auch keine staatsaufgaben übernehmen, sondern muss diese Aufgaben auslagern. Damit schenkt die Politik den privaten Unternehmen Umsatz und Gewinne.
Bei einer staatl. Einrichtung wird aber nie versucht ein Gewinn zu erzielen.
Dienstag, 09. August 2011 | 14:35 Uhr
@Stefan Wolff ob etwas an den Gerüchten wahr ist das der Hedge Fond von Paulson den ganzen Ausverkauf los getreten hat nach seinem Halbjahresbericht Ende Juli? Wenn dem so ist und die Anleger aus seinem Hedge Fond flüchten, muss er auch bald seine 4,4 Milliarden an Gold Beteiligungen abstoßen…
Donnerstag, 11. August 2011 | 09:20 Uhr
Lieber Tropensturm,
diese Gerüchte kenne ich nicht.
Donnerstag, 11. August 2011 | 10:02 Uhr
Lieber Stefan Wolff: war eigentlich ziemlich platt getreten worden letzten Montag, sogar im Handelsblatt. Hier der Ursprungseintrag von Paul Krugman im NY Times Blog: http://krugman.blogs.nytimes.com/2011/08/08/was-that-mr-margin-on-the-line/
Der Hedge Fond von Paulson ist 31% runter mittlerweile im August, er blutet ganz schön aus… nur so ein Gedanke aber vielleicht ist ja sein implodierender Mega Hedge Fond eigentlich so klein, das es überhaupt keinen Impact auf die Finanzwelt hätte… aber es wäre eine späte Rache für die Landesbanken
Dienstag, 23. August 2011 | 11:25 Uhr
Betrifft zwar nicht direkt das Thema hier, sollte aber mal zum Nachdenken anregen:
Als Vermittler nach § 34 c darf ich über den Kauf und Verkauf von Investmentfonds beraten, ebenso bei Dachhedgefonds. Viele dieser Produkte, insbesondere Aktienfonds, weisen ein sehr hohes Risiko auf und haben in der Vergangenheit auch schon zu heftigen Verlusten geführt, wenn man diese Fonds nicht richtig einsetzt.
Was ich bspw. nicht vermitteln darf, noch nicht mal meine Meinung dazu sagen, sind Staatsanleihen. BSpw. der Bundesrepublik Deutschland.
Muss man nun den Schluss daraus ziehen, dass solche Staatsanleihen zu riskant sind, um sie den Bürgern zu empfehlen? Oder hat der Staat Angst, dass die Empfehlung eher negativ sein würde?