Houston, wir haben ein Problem!

Freitag, 26. Februar 2010 | 21:00 Uhr | von andrea

Es ist das eingetreten, vor dem mich die Besserwisser-Mütter gewarnt haben. Dass zuzugeben fällt mir schwer. Denn ich mag Besserwisser-Muttis nicht und gebe ihnen nur ungern recht. Strafend schauten sie mich an und schüttelten den Kopf als ich sagte, Lia nimmt keinen Nuckel, sie lutscht am Daumen, wenn sie müde ist. Ich fand das anfangs ja nicht so schlimm, denn es hat den Vorteil, dass sie sich nachts selbst beruhigen kann, wenn sie aufwacht. Seit 3 Monaten mussten wir nicht ein einziges mal nachts aufstehen. Ich fand das auch nicht so schlimm, weil sie nicht zu oft am Daumen nuckelt. Aber ich wurde gewarnt vor Schiefstand der Zähne, was ein Lispeln zur Folge hat und vor einem wunden Daumen. Und genau das ist nun eingetreten. Der Daumen ist wund. Wir dachten, wir verbinden Lia einfach den Daumen und gut ist. Aber das Kind ist ja clever. Den Verband, den wir so sorgsam angelegt haben, damit sich der Daumen beruhigt und sie ihn nicht mehr in den Mund nimmt, den hat sie erst in den Mund genommen und dann – wie auch immer – abgezogen. Und zack war der Daumen wieder im Mund. Ich habe alle möglichen Nuckelformen und –Größen ausprobiert. Immer wenn der Daumen in den Mund wanderte, selbigen raus gezogen und Nuckel rein. Ach, das ist immer ein lustiges Spiel. Lia fängt dann an zu lachen, nimmt den Nuckel wieder raus, inspiziert ihn, steckt ihn mal kurz wieder rein, kaut drauf rum, kaut auf dem Plastikteil, nimmt ihn wieder raus und schmeißt ihn weg. Es scheint keine Chance zu geben sie an den Nuckel zu gewöhnen. Ich habe ihn ihr von Anfang an angeboten. Anfangs fand Lia den Nuckel noch okay, aber irgendwann hat sie ihn verschmäht und wollte nur noch ihren Daumen. Was sollen wir denn tun? Der Daumen hat sich Gott sei Dank noch nicht verschlimmert, er ist noch nicht schlimm entzündet. Noch nicht. Wie kann ich verhindern, dass das passiert? Wie kann ich Lia das Daumennuckeln abgewöhnen? Denn wenn die Besserwisser-Muttis schon mit dem wunden Daumen recht behalten haben, dann haben sie vielleicht auch mit dem Zahnschiefstand und dem daraus folgendend Lispeln recht. Welche Erfahrungen habt Ihr mit Daumenlutschern gemacht? Und keine Angst, Ihr seid keine Besserwisser-Muttis, wenn Ihr mir Tipps gebt.

Wir haben noch ein weiteres Problem. Ich füttere Lia noch in der Wippe. Der Hochstuhl steht zwar schon und wartet auf sie, aber ich setze sie da noch nicht rein, weil sie ja noch nicht allein sitzen kann. Und erst wenn die Kiddis allein sitzen können sollen sie ja in den Hochstuhl gesetzt werden. Schadet sonst dem Rücken. Lia wird aber immer unruhiger in der Wippe. Sie versucht sich immer aufzusetzen, streckt sich nach hinten durch ins Hohlkreuz, spielt mit ihren Beinen, wedelt mit den Armen, so dass das Füttern immer mehr zum Abenteuer wird. Wenn ich sie auf meinem Schoß habe ist es auch nicht leichter. Es klappt gut, wenn einer von uns beiden sie auf dem Schoß hat und der andere sie füttert. Aber mein Mann ist ja nicht immer da. Zur Probe habe ich Lia schon mal in den Hochstuhl gesetzt. Sie sitzt aufrecht drin und sie scheint es Klasse zu finden. Ich hoffe, das Füttern wird dann wieder leichter, wenn sie da drin sitzt sobald sie von allein sitzen kann.

Und unsere Madame scheint zu einer kleinen Mäcklerin zu mutieren. Noch ein Problem. Sobald ihr Essen nicht fein püriert ist, sondern ein bisschen stückig, wird es verschmäht. Dann werden Mund und Augen zusammen gepresst und der Kopf weg gedreht, was eindeutig sagt: Behaltet den Mist für Euch, ich will das Zeug nicht! Stückiger Brei für Kinder ab 8 Monate mag für andere Kinder ab 8 Monate ja ganz spannend sein, nicht so für Lia. Ich geb ihr zwischendurch ab und zu was zum Knabbern. Mohrrüben, Brot, Babykeks etc. Sie beißt mit ihren 6 Zähnchen zwar gut ab, aber sobald das Stück im Mund ist wird es hinaus befördert. Wie haben denn Eure Kinder auf stückiges Essen reagiert? Wie kann ich sie da ranführen? Ich habe den 8-Monatsbrei ja schon mit dem fein pürierten 4 Monatsbrei vermischt, aber auch das hat nicht funktioniert.

Und es scheint bald noch ein Problem zu geben. Das der Kinderbetreuung. Ab Oktober/November wollen wir Lia 2-3 Tage in der Woche in der Kinderkrippe oder von einer Tagesmutter betreuen lassen. Aber ich merke, wir haben viel zu spät mit der Suche begonnen. Die Wartelisten sind leider sehr lang und die Chancen stehen schlecht, dass wir einen Platz für Lia bekommen. In Berlin, wo ich ja vorher gelebt habe, ist die Situation ganz anders, da gibt es viel mehr Plätze für Kinder unter 3 Jahre. Da wird es Müttern viel leichter gemacht nach der Elternzeit wieder arbeiten zu gehen. In Hessen gibt es nicht einmal 20.000 Plätze für unter Dreijährige! Insgesamt liegt in Hessen der Anteil ganztags betreuter Kinder unter drei Jahren aktuell bei nicht mal 20 Prozent. Was machen denn die Eltern der anderen 80%? Ich kenne viele Mütter, die wollen nach einem Jahr wieder arbeiten, nicht erst nach 3 Jahren. Ich arbeite ja auch schon wieder. Ich bin ja in der DDR aufgewachsen, da war es ganz normal, dass frau nach einem Jahr wieder arbeiten ging. Natürlich ist es schön fürs Kind, wenn die Mama lange zu Hause ist. Aber es hat auch noch keinem Kind geschadet mit ca. einem Jahr zusammen mit anderen Kindern betreut zu werden. Und jede Frau sollte zumindest die Wahl haben selbst zu entscheiden, ob sie länger zu Hause bleiben oder arbeiten will. Eine Freundin von mir, die die Zeit mit ihrem Kind unglaublich genießt, hätte trotzdem gern nach einem Jahr wieder gearbeitet, reduziert, und hat sich auf die Wartelisten setzen lassen. Ihr Kind ist jetzt 16 Monate alt, sie hat immer noch keinen Betreuungsplatz für ihre Tochter und muß ihren Chef immer wieder vertrösten. Ich hoffe, dass unsere neue Bundesfamilienministerin aus Hessen sich dieses Problems sehr bald annimmt und dafür sorgt, dass Mütter nicht mehr gezwungen sind zu Hause zu bleiben.
Meine Freundin hat neulich bei einer Tagesmutter hospitiert um zu schauen, ob das für ihre Tochter in Frage kommt. Was sie allerdings irritiert hat war die Tatsache, dass die ganze Zeit der kleine wilde Hund der Tagesmutter zwischen den Kindern umher sprang. Meine Freundin hat selbst einen Hund, aber es hat sie doch gewundert, dass die Tagesmutter ihren Hund so intensiv in die Kinderbetreuung mit integrierte. Der zweite Hund schlief dagegen die ganze Zeit.
Welche Erfahrungen habt Ihr denn mit Tagesmüttern gemacht? Welche guten? Welche schlechten? Welche seltsamen? Welche lustigen? Welche Tipps habt Ihr für Eltern, die noch auf der Suche sind nach einer Kinderbetreuung? Bin gespannt auf Eure Antworten und dankbar für Eure Tipps! Damit ich die Besserwisser-Muttis nicht fragen muß ☺.

Alles Liebe

Eure Andrea

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Bestandsaufnahme zum 8. Monat

Donnerstag, 11. Februar 2010 | 22:31 Uhr | von andrea

Lia ist am 15.2. acht Monate alt und ich habe vor drei Wochen meine Schwangerschaftshosen mit dem Gummibund in den Keller verbannt! Das war ein Fest! Die meisten meiner Hosen von früher passen mir zwar nicht, aber das hat mich nicht frustriert, denn ich fand eine in Größe 30, die saß wunderbar. Ja, ich war auch vor der Schwangerschaft schon mal so üppig wie jetzt. Mein Glück. So konnte ich wieder in eine „normale“ Hose steigen. Die macht auch einfach den schöneren Hintern. Jetzt kann ich die Rundungen immerhin auf die Geburt meines Kindes schieben. Wobei ich schon bei einigen gemerkt habe, dass sie innerlich dachten, „die Schonfrist ist aber langsam abgelaufen“. Ein halbes Jahr sieht man über überflüssige Schwangerschaftskilos noch hinweg, aber dann sollte Mutter mal so langsam wieder in Form kommen. So kam es mir zumindest vor. Vielleicht war es auch pure Einbildung. Ich fand mich ja in der Januar-Sendungen von „Die Ärzte“ selbst zu dick und beschloß, endlich was zu tun. Mir kam ein Weihnachtsgeschenk zu Hilfe – ein Personal Trainer, den ich einspannen kann, wann immer es mir passt, auch nachts. Also wenn Lia schläft. Oder morgens,  (kam schon vor, ist aber eher die Ausnahme). Ein Programm für eine Konsole, mit dem ich vor dem Fernseher sporteln kann. Nicht lachen! Ist besser als nichts! Und bringt mich aus der Puste. Ich kann mir die Länge und den Schwierigkeitsgrad meiner Workouts aussuchen, arbeite mit einem Gymnastikband und beanspruche meine Muskeln schon ganz schön. Nach dem ersten Mal hatte ich echt Muskelkater. Kein Wunder, ich war total eingerostet.

Ihr könnt Euch kaum vorstellen, wie glücklich ich letzte Woche war, als ich eine neue Jeans in Größe 29 kaufte! Und dafür brauchte ich sogar einen Gürtel! (die 28 war an den Oberschenkeln zu eng). Und eine Bluse in 38! Das war ein Schub für mein Selbstbwußtsein! Und in Kombination mit Bauch-weg-Hose und Bauch-weg-Body komme ich meiner alten Figur immer näher und kann sogar mal wieder ein etwas schmaler geschnittenes Kleid tragen…

Daumen vs. Nuckel

Lia hat mit ihren Zähnchen zu tun. Sechs sind schon durch und Nummer sieben im Anmarsch. Ihr wird keine Pause gegönnt. Sie nimmt es aber mit Fassung. Hat nur ständig ihre Hand im Mund. Noch mehr als sonst. Denn Lia will keinen Nuckel. Habe ihn ihr hundertfach angeboten – Lia lutscht, wenn sie müde ist, lieber am Daumen. Sie tut es Gott sei Dank nur, wenn sie müde ist. Mir wurden ja schon wieder üble Geschichten erzählt, was passieren kann, wenn das Kind am Daumen lutscht. Läßt sich schwerer abgewöhnen als ein Nuckel, Kind bekommt vorstehende Zähne, lispelt dann ganz doll und der Daumen kann sich schlimm entzünden…. Aber was sollen wir tun? Ich kann ihr den Daumen ja nicht wegnehmen… Und immerhin schläft sie extrem ruhig. Abends um 20 Uhr geht’s in Bett und dann hören wir sie erst morgens um 7:00 Uhr wieder. Klar, wenn sie aufwacht sucht sie nicht ihren Nuckel, sondern hat gleich ihren Daumen parat, um sich selbst zu beruhigen. Es hat alles seine Vor – und Nachteile….

Ein Bett auf Reisen

Aber fast nur Vorteile hat unser neues Reisebett. So eine Art Zelt, dass sich in ein paar Sekunden aufstellt, extrem leicht und klein ist, somit keinen Platz wegnimmt und für Lia zu einer vertrauten Höhle geworden ist. So hat sie, egal wo wir sind, zum Schlafen immer ihre zweite vertraute Umgebung um sich. So ein normales, großes, schweres Reisebett ist ja oben offen, das „Zelt“-Reisebett ist eine richtig genmütliche und geräumige Höhle. Als wir mit ihr in München waren, um „Die Ärzte“ aufzuzeichnen hat das super geklappt. Lia ist ohne Probleme auch im Hotel um 20 Uhr eingeschlafen und erst 7:00 Uhr wieder aufgewacht. Mit der Unterstützung meiner Familie konnten wir alle zusammen sein, was sich sehr positiv auf die Arbeit ausgewirkt hat. Und ich bin Lia nicht fremd geworden, weil ich nicht zu lange weg war. Danke an meine Familie!

Inzwischen rollt sie und schiebt sich rückwärts durch die Wohnung. Jetzt brauchen wir unbedingt ein Schutzgitter für die Wendeltreppe. Aber die Gängigen sind nur für Treppen gemacht, die seitlich eine Wand haben, wo sie festgeklemmt oder angeschraubt werden können. Unser Geländer fängt im Raum an. Habt Ihr einen Vorschlag? Lia wird sicher bald losrobben. Sie bleibt jetzt immer öfter auf der Seite, stellt ihr Bein auf. Es ist so faszinierend, jeden Tag einen Fortschritt zu sehen. Es hat eine so spannende Zeit begonnen! Die ersten 3 Monate waren noch anstrengend. Da war ich unglaublich unsicher in meiner Mutterrolle, hatte viel zu viele Bücher mit tausenden Ratschlägen gelesen und mich zu wenig auf meinen Bauch verlassen. Lia hatte auch öfter mal geweint, die Nächte waren sehr kurz und sie tat kaum was anderes als schlafen oder trinken. Mit Ende des 3. Monats wurde es unglaublich schön und entspannt für 3 Monate. Lia lachte uns immer öfter an, fing an sich auf den Bauch zu drehen, sie ließ sich ohne Kommentar im Laufstall ablegen und war extrem genügsam in allem, so dass ich auch viele Dinge erledigen konnte. Mit Ende des 6. Monats fing sie an, öfter mal rumzumeckern. Beim Ablegen kommt nun öfter mal ein kurzer Aufheuler, der aber gleich in Lachen übergeht, wenn ich nicht drauf reagiere und sie nicht wieder in den Arme nehme, sondern liegen lasse und mit ihrem Spielzeug zusammen auf dem Boden bin. Nase und Ohren sind nun schwer zu säubern, weil sie sich ständig wegdreht, wenn ich ran will (und dabei lacht). Bis vor kurzem hat sie das total entspannt über sich ergehen lassen. Und sie ist zu einem Wirbelwind auf dem Wickeltisch geworden. Ständig will sie sich umdrehen. Sie findet das immer total lustig, wenn ich sie dann wieder zurück drehe. Beim Windeln lachen wir sehr viel. Jetzt hat eine extrem spannende Zeit begonnen. Lia wird immer mehr zu einer Persönlichkeit, sie kommuniziert mit uns immer deutlicher, macht lustige Gesichter, wir können ihre Stimmungen und was sie will oder nicht will immer besser verstehen. Man muß zwar nun ständig überall seine Augen haben, weil sie sonst unter dem Tisch verschwindet und am Computerkabel zieht, aber wir genießen es, sie dabei zu beobachten. Lia trinkt inzwischen auch Wasser, allerdings nur aus dem Becher, nicht aus ihrer Trinklerntasse mit Sauger dran. Ist durch Zufall gelungen, als ich mal aus einem Glas trank, Lia sehr interessiert auf meinem Arm zuschaute und ihren kleinen Mund öffnete. Seitdem klappts. Und ein Rhythmus hat sich auch ganz von allein eingestellt. Was habe ich mir doch Gedanken gemacht, als Lia mit vier Monaten noch keinen festen Tagesrythmus hatte! Es stand doch in allen Büchern, wie wichtig eine Tagesstruktur ist. Gerade Ihr habt mich auch ermutigt, es ganz locker angehen zu lassen, es wird sich schon einpendeln. Und in der Tat. Heute brauche ich keinen Wecker mehr, weil Lia immer um 7 Uhr wach wird. 4 Stunden später gibt’s Brei mit Fleisch, um 15 Uhr den Getreide-Obst-Brei und abends den Getreide-Milch-Brei. Wenn wir sie mittags um 13 Uhr hinlegen schläft sie ohne zu meckern ein, genauso am Abend. Es hat sich wirklich ganz von allein ergeben. Mir ist es eigentlich erst vorgestern bewusst geworden, dass wir die feste Tagesstruktur nun doch ohne Anstrengung erreicht haben. Deshalb auch mein Appell an alle werdenden Mütter: setzt Euch bitte nicht unter Druck und hört auf Euren Bauch! Ihr merkt, was Eurem Kind gut tut. Das wisst nur Ihr, nicht die Bücher (sagte eine, die alles an Büchern gelesen hat, die über Babys geschrieben wurden und dadurch am Ende eher verunsichert war durch die vielen Ratschläge.)

Meine Tipps für werdende Mütter

Ich weiß, dass hier einige werdende Mütter mitlesen, was mich richtig freut. Ich kann Euch sagen, was mir am Anfang geholfen hat, was ich nützlich fand. Vielleicht bringt es Euch ja was? Hatte es zwar zwischendurch mal hier und da im Blog geschrieben, aber hier noch mal eine Zusammenfassung:

Wenn Ihr, dass Euer Kind schläft, aber Ihr wollt auch was im Haushalt machen, dann schafft Euch eine Babytrage an. Mit Tuch sieht man aus wie eine “Ökomutti” meinen Kritiker, aber ich habe es benutzt (tu es heute noch, ist sehr bequem), aber mein Mann hat sich geweigert, das Tuch umzubinden. Die Trage fand er allerdings großartig und hat Lia ständig damit durch die Gegen getragen. Damit ist man auch als Mann cool. Baby schläft und Du kannst was im Haushalt machen. Das Ding kannst Du nutzen bis der Zwerg 4 Jahre alt ist.

Milchpumpe zulegen (Handpumpe)! Die werdet Ihr brauchen, falls Ihr mal Milchstau habt muß die Brust richtig leer gepumpt werden. Und wenn das Kind schläft und das nicht übernehmen kann habt Ihr ein Problem. Und später ist die nützlich, wenn man mal wieder mit Freundinnen ins Kino will und der Vater die Fütterung übernehmen soll…

Legt Euch für die ersten 2 Wochen einen Vorrat an Energieriegeln an. Gerade in der ersten Zeit hat mich das oft gerettet. Stillen schlaucht, macht hungrig. Manchmal hatte ich einfach keine Zeit mir was zu machen oder ich bekam mitten in der Nacht Hunger, dann hat das geholfen. Gut, Banane ist gesünder :-)

Besucher in den ersten 2-3 Wochen sollen Essen mitbringen. Ihr werdet keine Zeit haben, selbst zu kochen. Oder wenn doch, dann gleich mehrere Portionen, die eingefroren werden können.

Ich fand das Bett-am-Bett total praktisch. Das wird direkt an Euer Bett gehakt und Ihr müßt nachts nicht aufstehen, sondern könnt Eurer Kind gleich zu Euch heben. Es ist ruhiger, weil nah bei Euch, aber doch nicht in  Eurem Bett. Alle Mütter, die ich kenne lieben das Teil.

Außerdem toll – ein höhenverstellbarer Laufstall im Wohnzimmer. Da könnt Ihr das Kleine zwischendurch ablegen, auf der höchsten Stufe, es ist bei Euch. Später braucht Ihr es, wenn Ihr was im Haushalt machen wollt und Baby nicht in der Wohnung rumturnen soll.

Laßt Euch gestrickte Schuhe mit Bändchen schenken, die Socken fallen immer wieder ab.

Mützen nur mit Band dran zum Zubinden, alles andere rutscht immer.

Kurzärmlige Bodys für Neugeborene bringen nicht viel, die brauchen noch die Wärme von langärmligen Bodys. Ich hatte damals viel zu viele ohne Arm, weil ich dachte, im Sommer sei das eine gute Idee. Meine Hebamme hat mir davon abgeraten. Und Jule hat noch angemerkt, was ich vergessen hatte – nur Wickelbodys nehmen, zumindest für die ersten Wochen. Denn die Neugeborenen können es so gar nicht leiden, wenn ihnen was über den Kopf gezogen wird.

Ein Pucksack war für uns in den ersten 2 Monaten Gold wert. Da wird das Baby drin eingewickelt, mit Armen am Körper. Sieht fies aus, die Kleinen lieben es aber, sind doch die Enge aus Mamas Bauch gewöhnt. Es beruhigt sie, sie schlafen ganz ruhig.

Ab dem 3./4. Monat lieben ganz viele Babys, die ich kenne, lieben ein Erlebnistuch. Das knistert, hat Schlaufen an der Seite und beschäftigt Baby stundenlang. Lia spielt heute noch mit 8 Monaten total gern damit. Ein sehr sinnvolles Spielzeug. Einfach mal im Internet danach suchen. In einem normalen Babygeschäft habe ich keine Schönen gefunden. Ist auch ne super Geschenkidee!

Wir hatten uns einen Windeleimer besorgt, der den Geruch einschließt. Funktioniert zwar, aber kostet zu viel Geld. Die Nachfüllboxen für die Tüten sind irre teuer. Ganz billige Tütchen, die dann geknotet werden, tun es allemal.

Liebe Mütter – welche Ratschläge habt Ihr noch für werdende Eltern? Was sollten sie sich anschaffen, worauf können sie gut verzichten?

Bis zum nächsten Mal!

Alles Liebe

Eure Andrea

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Eine Nummer kleiner

Mittwoch, 20. Januar 2010 | 01:13 Uhr | von andrea

Der natürliche Weg für eine Brustverkleinerung ist: Stillen! Damit schafft frau es ohne Risiken und Nebenwirkungen, ihre Oberweite um eine Körbchengröße zu verkleinern und spart damit jede Menge Geld. Wenn es allerdings nach was aussehen soll, dann ist frau gut beraten, sich mit neuen BHs einzudecken, die die neue Oberweite auch gut in Szene setzen. Sonst wird frau den Blick in den Spiegel mit ihrem neuen Aussehen wahrscheinlich eher meiden. Diese natürliche Brustverkleinerung hat aber einen großen Vorteil: man sieht dadurch um einiges schlanker aus. Seit einem Monat wird mir ganz oft gesagt: „Wow – Du hast toll abgenommen. Also in Deiner Weihnachtssendung, da sahst Du ja noch ganz schön kompakt aus. Und bei der Sendung „Die Ärzte“ bist Du auch noch ganz schön drall. Aber jetzt bist Du um einiges dünner!“. Ich bin nicht wirklich dünner. Ich stille nur nicht mehr. Ich dachte, ich würde dann zumindest obenrum und mit Hilfe von BH´s aussehen wie vor der Schwangerschaft, zumindest was die Größe angeht – falsch gedacht. Das hat mir leider keine Mutter vorher gesagt. Hätte zwar nichts geändert, aber ich hätte mich zumindest schon mal vorher seelisch und moralisch drauf einstellen können.

Weniger ist… weniger
Ich muss jetzt nicht nur mit weniger Oberweite als vor der Schwangerschaft klar kommen. Ich muss mich auch damit abfinden, dass der Bauch trotz Bauchtrainings einfach nicht flacher wird. (Ja, ich mache jetzt Sport! Ich habe mich in der Sendung “Die Ärzte” gesehen und fand mich zu dick – es musste endlich was passieren. Mein Schweinehund winselt schon…) Und egal, wie sehr ich den Bauch einziehe, nur um zu sehen, wie ich aussehen könnte, wenn ich mein Trainingsprogramm weiter diszipliniert fortsetze, bleibt da eine Kugel. Die verschwindet leider auch nicht teuren Bauch-Weg-Höschen. Es wird ein bisschen flacher, aber ganz lässt sich die Kugel nicht wegzaubern. Dazu kommt auch noch, dass ich lernen muss, mit meiner neuen Haarpracht klarzukommen. Ich hatte immer schöne dicke Haare – für jede Maskenbildnerin war es eine Freude mit meinen Haaren zu arbeiten. Nun schauen sie mich nur noch mitleidig an – denn nach drei Monaten intensiven Haarausfalls durch die Hormonumstellung habe ich nur noch dünne Zotteln, die sich nicht mehr so leicht in Form bringen lassen. Mein Friseur tröstete mich zwar damit, dass er bereites sehen kann, dass die Haare nachwachsen. Aber bis die so lang sind wie die Reste, die auf meinem Kopf geblieben sind dauert das doch ewig. An meine Rückenschmerzen habe ich mich schon gewöhnt und einen Weg gefunden, wie ich Lia ohne großes Stöhnen aus dem Bett heben und sie hineinlegen kann. Immerhin habe ich jetzt mit Yoga angefangen, vielleicht hilfts ja. Die erste Stunde war allerdings sehr deprimierend. Ich bin nicht mal annähernd mit den Händen auf den Boden gekommen.

Es wird Zeit, dass ich langsam beweglicher werde, denn meine Tochter wird es auch mit ihren sieben Monaten. Sie rollt sich jetzt durch die halbe Wohnung. Auf den Bauch-Rücken-Bauch-Rücken. Sie dreht sich um ihre eigene Achse und vor einigen Tagen hat sie entdeckt, wie man sich auf dem Parkett rückwärts schieben kann. Was hat sie da über das ganze Gesicht gestrahlt! Und ich erst mal! Mir kamen vor Stolz fast die Tränen. Das heißt jetzt aber auch – einfach ablegen und in der Küche rumwuseln geht nicht mehr. Deshalb tu ich etwas, was eine vorbildliche Mutter nicht tun würde. Ich setze meine Tochter in eine Wippe. Dafür habe ich von einer Strebermami schon Schelte bekommen. Das dürfe ich auf keinen Fall tun, weil sich Baby da drin nicht richtig bewegen kann usw. Da mein Baby sich allerdings allein viel zu sehr bewegt und mir abhaut, kann ich sie nicht mehr allein auf dem Boden liegen lassen, wenn ich dusche. Dann ist sie definitiv sicherer bei mir im Badezimmer in der Wippe. Und da sie sich noch nicht allein hinsetzen kann setze ich Lia auch noch nicht in den Hochstuhl, sondern füttere sie auch in der Wippe. Sie verbringt am Tag vielleicht zusammengenommen 30 Minuten darin, ich denke, das ist tragbar.

Über Geschmack lässt sich streiten
Mit dem Trinken bin ich noch nicht sehr viel weiter gekommen. Ich drücke Lia zwar jeden Tag ihre Trinklerntasse in die Hand – aber damit spielt sie nur rum, sie trinkt nicht draus bzw. lässt es nach dem ersten Schluck wieder bleiben. Ich habe es dann mit einem Becher versucht. Das klappt ein bisschen besser. Aber nur ein bisschen. Wirklich begeistert ist Lia davon auch nicht. Sie erlaubt mir, ihr ein paar Schlucke in den Mund zu schütten. Dann behält sie mit einem mal das Wasser einfach im Mund, schluckt es nicht runter und nach einer halben Ewigkeit lässt sie es dann ganz langsam an ihrem Kinn herunterlaufen und findet das toll. Ich habe neulich versucht ihr Kinderfrüchtetee ohne Zucker zu geben, in der Hoffnung, das würde sie dazu bringen, mehr zu trinken. Aber da schüttelte sie sich richtig heftig. Sie presste die Augen zusammen und ein Schauder ging durch ihren ganzen Körper. Es war immerhin einen Versuch wert. Ich probiers weiter mit Wasser aus dem Becher. Irgendwann wird mein Kind schon so einen Durst haben und von allein trinken. Bald gibt’s ja den 3. Brei des Tages am Nachmittag, dann sollte das langsam auch mit dem Trinken klappen. Ich füttere jetzt übrigens nur noch Bio-Gläschen, nachdem Lia meine liebevoll selbst zubereiteten Breie verweigert. Ich habs mit Reis, Lamm, Blumenkohl, Kohlrabi, Kartoffeln, Rindfleisch, Pute, Brokkoli, Möhren in allen möglichen Kombinationen probiert. Auch mit viel Wasser, so dass es sehr breiig wird. Scheint ihr aber nicht breiig genug zu sein. Weil ich ja ein fauler Mensch bin habe ich für viel Geld einen Dampfgarer gekauft, der gleich noch pürieren kann. Rausgeschmissenes Geld. Ich hätte es erst mal so probieren sollen. Hinterher ist man ja immer schlauer. Habe gestern mal probiert, wie ihr zermatschte Banane schmeckt – gleiche Reaktion wie beim Früchtetee – schütteln und ein Gesicht, als hätte ich ihr Essig verabreicht.

Ich bleibe am Ball!
Alles Liebe
Eure Andrea

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Die liebe Not mit dem Essen

Donnerstag, 31. Dezember 2009 | 14:25 Uhr | von andrea

Lia ist jetzt 6 ½ Monate alt und geht mit einem neuen Zahn ins Neue Jahr. (Den Jahreswechsel hat sie komplett verschlafen) Ihr drittes Zähnchen stößt gerade durch. Die unteren Vorderzähne hat sie schon seit ihrem 5. Monat, das Zähneputzen mit Silikonbürste auf meinem Finger klappt schon wunderbar, und nun kommen also die Oberen. Ganz schön früh. Und weil es scheinbar unangenehm ist und Lias Beißring nicht immer gleich für sie greifbar ist weiß sie sich anders zu helfen. Sie knirscht mit ihren Minizähnen. HILFE! Man kann so kleinen Würmchen ja leider nicht sagen, sie sollen es nicht tun. Nun ja, ich kann schon, wird nur nichts bringen. Also Ohren zu und durch….

“Mund zu und durch”
Das scheint sich Lia zu sagen, wenn ich ihr meinen liebevoll selbst zubereiteten Brei füttern will. Als vorbildliche Mama, die sich an vieles hält was die Bücher raten (ja ich weiß, ich bin schlimm) dachte ich, es sei das Beste für mein Kind, wenn ich ihr den Brei selbst koche und püriere. Da weiß ich, was drin ist. Als wir über Weihnachten mit der kleinen Maus bei meiner Familie in Berlin waren habe ich allerdings Brei aus dem Glas gefüttert, weil ich keine großen Kochaktionen auswärts starten wollte. Da aß sie zum ersten mal ein großes Glas mit Fleisch auf. Mein Gott, was war die ganze Familie stolz! Wieder zuhause bereitete ich Brokkoli mit Kartoffel und Pute zu, Öl noch dabei und ein Schuss Orangensaft. Aber Lia schien es nicht so zu schmecken wie der Brei aus dem Glas. Obwohl ich lange püriert und Wasser beigefügt habe, der Brei aus dem Glas hat trotzdem eine andere Konsistenz und scheint ihr besser zu munden. Ach Mann… Ich probiere es noch ne Weile, schließlich müssen die sieben eingefroreren Gläschen ja aufgebraucht werden.

Seit 4 Tagen gibt’s nun auch abends Brei. Getreide-Milch-Brei. Auch so eine Sache für sich. Am ersten Abend rührte ich die Hirse mit Vollmilch an (Milch mit 3,5 Prozent Fett empfiehlt das Forschungsinstitut für Kinderernährung 4 Wochen nach Einführung des Mittagsbreis für Kinder zwischen fünf und 12 Monaten. Der Fettgehalt ist wichtig, da der Bedarf an Fett im ersten Jahr besonders hoch ist). Das schien Lia zu schmecken. Stolz erzählte ich meiner Nachbarin davon, die mich mit besorgter Miene ansah und meinte, Milch solle ich ihr erst im 8. oder 9. Monat geben. Irritiert durchforstete ich das Internet und war hinterher erst Recht verunsichert. Auch einer Seite, die ein Netzwerk für Mütter ist, fand ich unterschiedliche Angaben dazu. Zum einen hieß es: „Nach Aussage des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) enthält handelsübliche Kuhmilch mit 3,3 Gramm dreimal so viel Eiweiß wie Muttermilch oder Babymilch und sollte im 1. Lebensjahr gemieden werden. Der tägliche Eiweißbedarf liegt zwischen 1,1 und 2,7 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht im ersten Lebensjahr. Diese Menge wird auch ohne die zusätzliche Gabe von Kuhmilchprodukten gedeckt. Die Studie des FKE berichtet von einem vermuteten Zusammenhang zwischen der erhöhten Eiweißaufnahme im Säuglingsalter und späterem Übergewicht. Durch die erhöhte Aufnahme von Eiweiß wird der Ausstoß von Insulin erhöht – einer der Faktoren, die später zu Übergewicht führen können. Vor allem die Ernährung in der Schwangerschaft und im 1. Lebensjahr programmiert den weiteren Stoffwechsel Deines Kindes. Kuhmilch enthält weniger Nährstoffe, Mineralstoffe und Vitamine als Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrung. Die bloße Ernährung durch Kuhmilch kann daher Eisenmangel verursachen. Der FKE rät zur reinen Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrung , die Du, sobald Dein Kind bereit ist, durch nährstoffreiche Beikost ergänzen kannst. So bekommt Dein Kind alles, was es im ersten Lebensjahr braucht.“
Hääääää? In einem Sonderheft des FKE werden 200ml Milch für den Milch-Getreide-Brei ab dem 5./6./7. Monat empfohlen (je nachdem, wann man mit dem Mittagsbrei begonnen hat, soll man spätestens mit 6 Monaten) und hier lese ich, im gesamten ersten Jahr soll ich auf richtige Milch verzichten? Was denn nun?
 Ich rührte den Abendgetreidebrei also mit Lias Fertigmilch an (ich habe inzwischen abgestillt), den fand sie ziemlich doof, davon aß sie wesentlich weniger als von dem Brei mit richtiger Milch. Kann aber auch nur Zufall gewesen sein. Ich versuche es weiter. Nun lese ich aber heute auf der Internetseite dieses Mütternetzwerkes: „Auch Kinder mit einem erhöhten Allergierisiko dürfen in der Regel ab dem achten Lebensmonat Kuhmilch trinken. Bisher wurde dies frühestens für Einjährige empfohlen. „Diese Empfehlung kann nach heutigem Wissensstand nicht aufrecht erhalten werden“, sagt die Ernährungswissenschaftlerin und Allergieexpertin Sonja Lämmel vom Deutschen Allergie und Asthmabund. Milch enthalte viele Vitamine und Mineralstoffe, besonders Kalzium, und sei damit eine hervorragende Ernährung für Babys, „auch dann, wenn eine Allergiegefährdung vorliegt“, so Sonja Lämmel. Eine Tagesmenge von 200 Milliliter soll aber – auch bei Babys ohne Allergierisiko – nicht überschritten werden.“
Also gut, ich werde nun noch einen Monat den Abendbrei mit Fertigmilch anrühren und ihr dann die Milch füttern. Ich sage mir ja immer wieder, ich soll auf meinen Bauch hören und nicht nur darauf, was in den Büchern steht. Das klappt ja auch schon immer besser. Aber in Bezug auf den Einsatz von Milch weiß ich wirklich nicht, worauf ich mich verlassen soll. Da mein Mann und ich beide unter Heuschnupfen leiden und auf Haselnüsse und diverse Obstsorten allergisch reagieren und Milch das Lebensmittel ist, das im Säuglingsalter am häufigsten Allergien auslöst möchte ich natürlich erst recht nichts falsch machen. Wobei ich keine HA-Nahrung füttere, wie es für allergiegefährdete Kinder empfohlen wird, sondern die normale 1er Milch und Lia verträgts wunderbar… Ab wann habt Ihr Euren Mäusen denn richtige Milch in den Brei getan?

Ich weiß nur noch nicht, wie ich Lia beibringen soll, Wasser zu trinken. Sie verzieht das Gesicht, wenn ich ihr in ihrem Trinklernbecher Wasser geben will, als wäre darin Essig. Da sie durch die Breimahlzeiten aber weniger Flüssigkeit zu sich nimmt muss sie irgendwann auch Wasser trinken. Oder Tee. Aber den findet sie genauso doof. Ich gebe ihr nun nach dem Essen immer die Trinklerntasse zum Spielen und hoffe, irgendwann trinkt sie daraus von allein. Wie habt Ihr es geschafft, dass Eure Kleinen Wasser oder Tee trinken?

Wenn das Erlebnistuch kein Erlebnis mehr ist
So langsam wird die Kleine immer mehr zu einer Persönlichkeit mit eigenem Willen. Bis vor kurzem hatte sie gar nichts dagegen, wenn wir sie im Wohnzimmer in ihrem Laufstall ablegten und ihr Spielzeug gaben, damit wir frühstücken oder den Abwasch erledigen können. Wenn sie ihr Erlebnistuch in den Händen hielt vergaß sie alles um sich herum. Übrigens das perfekte Geschenk für werdende Eltern. Das bringt viel mehr als der 100. Strampler. Von so einem Erlebnistuch haben die Kleinen ewig etwas. Es knistert und an den Seiten sind kleine Schlaufen, die aussehen, wie die Labels an Klamotten. Die Babys lieben es damit zu spielen und Lia kann sich über eine halbe Stunde damit beschäftigen. Das funktioniert zwar immer noch, aber der Moment des Ablegens ist immer mit Protest verbunden. Auf unseren Armen ist es natürlich spannender. Auch wenn Lia gaaaanz müde ist und hingelegt wird wird erst mal protestiert. Für 10 Sekunden. Manchmal auch 30 Sekunden. Aber die 10 Sekunden können manchmal ausreichen, um Papas Herz zu erweichen. Ich bin da etwas standhafter. Aber ich glaube, es geht den meisten Vätern so mit ihren Töchtern. Um Lia nicht darauf zu konditionieren, dass sie immer dann wieder hochgehoben wird, wenn sie weint (ich meine aus Protest und nicht weil ihr etwas weh tut o.ä.) warte ich neben ihr bis sie aufhört zu weinen und nehme sie erst dann raus. Denn sie wird noch früh genug entdecken, dass sie das Weinen bewußt einsetzen kann um zu bekommen, was sie will. Um trotzdem noch was im Haushalt erledigen zu können und gleichzeitig meine Tochter glücklich zu machen schnalle ich sie mir in der Babytrage vor den Bauch und kann damit den Tisch abräumen, aufräumen, Wasche aufhängen etc und zwischendurch mit ihr zu tanzen. Und Lia findet es extrem spannend, mich dabei zu beobachten. Man muß sich nur zu helfen wissen.

Ein Gesundes Neues Jahr wünsche ich Euch! Gesundheit ist zwar nicht alles, aber alles ist nichts ohne Gesundheit.

Eure Andrea

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Der nächste Level

Samstag, 19. Dezember 2009 | 00:02 Uhr | von andrea

Lia ist jetzt ein halbes Jahr alt. Und nun ist alles anders. Lia schläft in ihrem eigenen Zimmer. Und seit diesem Tag schläft sie durch bis morgens um 7 Uhr. Hm…… Ich dachte, für sie würde es ein Problem sein. Dabei ist es eins für mich. Ich musste mich erst daran gewöhnen, dass Lia nun so weit weg ist (2 Meter). Das ist wohl der erste Schritt des Abnabelungsprozesses. HEUL!

Und Lia gehört nun zum essenden Volk. Nach dem Motto „Aller Anfang ist schwer“ mussten einige ihrer Pullis schon dran glauben und sind orange befleckt vom Karottenbrei. Das Lätzchen konnte den Brei nicht davon abhalten, sich überall zu verteilen und ich weiß nicht, wie ich trotz Fleckenentferners die Pullis wieder in ihren Ursprungszustand bringen kann. Pastinake macht keine Flecken, aber Pastinake scheint für Lia nicht wirklich spannend zu sein. An die Möhre musste sie sich allerdings auch erst gewöhnen. Das erste Mal füttern haben wir mit der Kamera festgehalten und lachen jedes Mal, wenn wir es uns ansehen. Der Gesichtsausdruck meiner Tochter war zu Schreien, als sie das erste Mal den Brei im Mund hatte. Den nahm sie freiwillig vom Löffel (ich hatte ihr vorher zum Spielen schon Mal den Löffel gegeben, insofern war es ihr nicht fremd, den in den Mund zu nehmen). Aber was sie dann im Mund hatte schien ihr so gar nicht zu schmecken. Was sollte sie mit diesem Zeug nur machen? Sie kannte ja nur dünne Muttermilch. Und dann auf einmal dieses dicke, nun etwas festere Zeug. Wie sollte das nur runtergeschluckt werden? Lia tat so, als hätte sie in eine Zitrone gebissen. Und da die Zunge wohl auch noch nicht recht wusste, was sie anstellen sollte landete der frisch gekochte Möhrenbrei auf dem Lätzchen. Natürlich breitete er sich auch um den Mund herum aus, dann wischte sie mit der Hand drüber und –zack- schon war das orange Zeug überall. Am 2. und 3. Tag probierte ich es einfach noch mal, mit jedem Tag wurde Lias Gesichtsausdruck entspannter und die Menge, die sie aß mehr. Ich brauchte auch nicht mehr so viele Überredungskünste, bis sie den Mund öffnete – es geschah nach einer Woche schon von allein, wenn der Löffel näher kam. Auch Möhre gemixt mit Kartoffel geht ganz gut. Nur die Pastinake wird wohl nicht ihr Lieblingsgemüse werden. Was ich schade finde, würde mir einige Mühe beim Waschen ersparen. Wie bekomme ich nur diese blöden Möhrenflecken raus? Ich weiß, dass es hilft, sie in die Sonne zu legen. Nur blöderweise scheint im Dezember so selten die Sonne. Zumindest nicht dann, wenn wir zu Hause sind. Kann mir jemand weiterhelfen? Ich habe es auch schon mit Ganzkörperlätzchen probiert, aber meine Tochter schafft es, dass die Möhre trotzdem ihren Weg an den Pulliärmel findet. Oh, das wird ein Spaß, wenn Lia erst einmal mit am Tisch sitzt und unbedingt allein essen will. Aber ich glaube, bis dahin haben wir noch ein bisschen Zeit…

Kraftraining der anderen Art

Neulich habe ich erfahren dürfen, wie ätzend andere Mütter sein können. Ich bin extrem offen für Ratschläge. Aber ich hasse es, wenn ich belehrt werde…. Lia wiegt ja über 7 Kilo. Und für mich als untrainiertes Faultier ist es ziemlich anstrengend geworden, sie in ihrem Kindersitz vom Auto zum PEKIP-Kurs zu tragen, oder zur Kinderarztpraxis. Also suchten wir nach einem Buggy, den man jetzt noch als Taxi für den Autokindersitz nutzen kann (sehr praktisch auch, wenn wir Oma und Opa vom Flughafen abholen) und später, wenn Lia größer ist, als Buggy für die Stadt. Dabei hatte ich aber noch den Anspruch, dass der Buggy auch in eine Liegeposition gebracht werden muß. Denn was nützt mir der kleinste Buggy der Welt, wenn meine Tochter darin nur zusammengesackt schlafen kann, weil sich das Ding nicht in Liegeposition verstellen lässt. Ich war erstaunt, wie wenig Angebote es dafür gibt. Von den wenigen, die wir fanden wollten wir natürlich den Besten kaufen und somit fragte ich in einem der Mütterforen, mit welchem Buggy mit Adapter für Autokindersitze die Leute die besten Erfahrungen gemacht haben. Statt eine Antwort zu bekommen wurde ich in einem ziemlich ätzenden Ton belehrt, dass die Babys aber nicht länger im Autokindersitz transportiert werden dürfen und dass ich meinem Kind das nicht aus reiner Bequemlichkeit zumuten darf. Ich weiß wohl selbst, dass man so den Kindersitz auf einem Buggy nicht als Kinderwagenersatz nutzen soll. Ich habe auch nicht vor, darin mit meiner Tochter einen Marathon zu laufen. Aber es ist mir auch zu anstrengend, Lia in dem Sitz 500 Meter weit zu schleppen. Und wenn ich mal eben schnell für eine halbe Stunde ins Einkaufszentrum muss will ich auch nicht den Riesensportwagen mitschleppen, der nur sehr umständlich ins Auto passt und extrem viel Platz wegnimmt. Ich wollte verdammt noch mal nur wissen, welcher Buggy zu empfehlen ist und bekam stattdessen nur Belehrungen, keine Antworten. Wir haben uns dann einfach im Kinderwagengeschäft beraten lassen. Als ich dann neulich mit meiner neuen Errungenschaft glückseelig ohne Schmerzen im Arm und im Rücken Lia vom Auto zum Kurs fuhr spürte ich von einer Ökomutti einen ganz bösen Blick im Nacken, ich Selbstsüchtige. Ist es nicht unglaublich, wie einige meinen einen belehren und nach seiner Vorstellung leben zu müssen? Wer entscheidet, was richtig und was falsch ist? Ich weiß sehr gut auf meine Tochter aufzupassen, das müssen nicht andere Mütter übernehmen. So etwas macht mich furchtbar aggressiv, wohingegen ich für Ratschläge und Tipps total dankbar bin… Ich befürchte, das ist erst der Anfang. Wenn wir erst mal zusammen auf den Spielplatz gehen werde solche Mütter wahrscheinlich überall lauern. Welche Erfahrungen habt Ihr denn diesbezüglich gemacht und wie seid Ihr damit umgegangen?

Lia als Sängerin?

Jetzt kommt allerdings erst einmal eine Zeit der Besinnlichkeit, da ärgere ich mich nicht über besserwisserische Muttis. Mein Mann und ich freuen uns wie verrückt auf das erste Weihnachten mit Kind. Sie wird die Lichter lieben, und das raschelnde Geschenkpapier erst zerreißen und dann in den Mund nehmen wollen. Es wird herrlich! Ich werde die Familie verpflichten zu singen. Ich habe wirklich das Bedürfnis vor dem Baum zu sitzen und Weihnachtslieder für Lia zu singen. Wir bringen Sie immer zum Lachen, wenn wir singen. Wahrscheinlich, weil wir beide so schief singen. Lia wird deshalb bestimmt auch keine Sängerin. Da sie zur Geburt von Freunden ein Juniorschlagzeug geschenkt bekam ahne ich schon, wo mein Mann und meine Tochter in wenigen Jahren ihre Nachmittage verbringen werden. Und dabei frage ich mich gerade in der Sekunde – warum gibt es eigentlich so wenige Schlagzeugerinnen? Warum sind Bandmitglieder generell an den Instrumenten meistens Männer? Wird unsere Tochter später mit einem offensichtlichen Tabu brechen?

Ich wünsche Euch wunderschöne Weihnachten. Zeit für die Familie, Ruhe, Besinnlichkeit, Zeit zum Reden, Zeit zum Innehalten, Zeit zum Genießen und strahlende Kinderaugen, wenn die Lichter angezündet werden mit dem Glöckchen gebimmelt wird. Und für das Neue Jahr wünsche ich vor allem Gesundheit. Gesundheit ist zwar nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.

Alles Liebe

Eure Andrea

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Schwächen, Rhythmus und erste Zähne

Mittwoch, 25. November 2009 | 15:51 Uhr | von andrea

Neidisch schaue ich auf das Bild in BUNTE, das die Moderatorin Caroline Beil mit ihrem drei Monate alten Sohn zeigt. Caroline Beil ist nackt. Sie hat eine Jeans an, aber sonst ist sie nackt. Ich finde diese Bilder irgendwie zu intim. Vielleicht aber auch nur, weil ich neidisch bin auf ihren flachen Bauch. Dabei hat sie zwei Monate nach mir entbunden. Also vor drei Monaten. Wie macht die Frau das denn? Ich sehe immer noch so aus als wäre ich im vierten Monat. Ich trage immer noch meine Schwangerschaftsklamotten. Die Hosen haben einen elastischen Bund und die Blusen umspielen den Bauch, so dass er nicht auffällt. Hat Frau Beil keine Gelüste auf Süßes und mehr Hunger als sonst? Wie ich dann lese hat sie ihre Figur zurück, weil sie nach Österreich gefahren ist, um mit dem Trainer von Heidi Klum, David Kirsch, zu trainieren. Achso, na dann! Dann würde ich natürlich auch ganz anders aussehen, wenn ich so einen Personal Trainer hätte. Ich habe nur nicht die Zeit, mal eben schnell nach Österreich zu jetten und einen Promi-Trainer zu engagieren. Aber eigentlich bräuchte ich sowas. Nein, keinen Promi-Trainer. Aber einen Personal-Trainer. Jemanden, der Druck macht. Ich krieg meinen Hintern nicht hoch, um endlich regelmäßig Sport zu machen. Tagsüber, wenn Lia wach ist, geht’s eh nicht und abends erledige ich dann die Dinge, die über den Tag liegen bleiben. Und ich schaffe es einfach nicht um 6 Uhr Sport zu machen. Ich schlafe lieber mit Lia weiter bis 8 Uhr. Ich bin so schon müde genug. Wenn ich einfach nur ganz normal essen würde, so total vernünftig, dann wären schon einige Kilos wieder runter. Mein Körper verbraucht ja für die Produktion der Milch fast 700kcal mehr pro Tag. Mein Unterbewusstsein sagt mir allerdings „Iss ruhig! Iss die Schokolade. Und den Kuchen. Und ruhig auch noch die Kugel Schokoeis. Du nimmst doch eh nicht zu, Du verbrauchst ja sowieso 700kcal. Nie wieder wirst Du so ungehemmt genießen dürfen. Tu es, so lange Du noch kannst. Wenn Du abgestillt hast ist der Traum vorbei. Dann nimmst Du mit jedem Stück Süßigkeit zu, dann musst Du wirklich diszipliniert sein“. Ja, so ticke ich. Ich darf mich also nicht beschweren über meinen Hüftspeck, bin doch selbst Schuld. Wenn ich nur nicht so schwach wäre… Wie habt Ihr das denn mit Eurer Figur und der Disziplin auf die Reihe gekriegt nach der Geburt?

Reiselust
Mache mir gerade Gedanken darüber, wie lange ich Lia noch mitnehmen kann auf Reisen, wenn ich in Magdeburg oder Leipzig arbeite und meine Mama auf ihre Enkelin aufpasst. Bisher ist die Kleine noch total entspannt. Zugfahren wirkt einschläfernd auf sie und im Hotel schläft sie genau wie zu Hause von abends 20 Uhr bis morgens 6 Uhr. Meine Kinderärztin meint, so lange Lia gute Laune hat auf Reisen, viel lacht und gut schläft gibt es kein Limit, bis wann ich sie mitnehmen kann. Es handelt sich ja meist nur um zwei bis drei Tage im Monat. Aber in diesen Tagen hat sie eben nicht ihr gewohntes Umfeld um sich. Und ich bekomme ein schlechtes Gewissen, wenn ich in dem Buch „Die ersten 3 Lebensjahre“ lese: Kinder sind schon in den ersten sechs Monaten versessen auf wieder erkennbare Abläufe und „geordnete Verhältnisse“. Ständige Veränderungen sind ihnen ein Graus. Womöglich täglich wechselnde Zeiten für Schlafen, Essen oder Spielen. Wenn dagegen etwas kommt wie erwartet fühlt es sich geborgen und sicher. Kinder mit einem strukturierten Tagesablauf sind aufmerksamer und schreien weniger.“ Es wird geraten das Füttern immer nach dem gleichen Schema ablaufen zu lassen. Am selben Ort, mit dem selben Ritual z.B. erst füttern, dann wickeln. Nicht mal so, mal so. Andere feste Rituale einbauen, z.B. nach der Mahlzeit eine bestimmte Musik hören, dann auf der Krabbeldecke schmusen, dann mit dem Baby spielen…
Aber ich schmuse mit meinem Kind doch nicht nach Plan zu einer bestimmten Uhrzeit!?! Wir beginnen jeden Tag mit dem gleichen Ritual – wir singen zu einer CD die immer gleichen Lieder während des Umziehens von Nacht für den Tag. Abends wird immer zur gleichen Zeit während des Wickelns „LaLeLu“ angemacht, sie wird dann an der immer gleichen Stelle gefüttert. Es geht immer 20 Uhr ins Bett. Aber zwischendurch schmuse ich einfach so, ohne auf die Uhr zu sehen, spiele mit Lia und gehe mal vormittags, mal auch nachmittags spazieren. Aber nicht zu einer festen Zeit. Aber das wars auch schon mit der Regelmäßigkeit. Lia wacht manchmal morgens um 4 Uhr auf, manchmal um 6, manchmal um 7. Wenn sie früher als 7 Uhr aufgewacht ist schläft sie meist noch mal bis 8:30 Uhr. Manchmal wird sie zwei Stunden später wieder müde, manchmal aber auch nicht. Auch nachmittags hat sie keine festen Zeiten, zu denen sie müde wird, so wie ich das von anderen Kindern kenne, die zuverlässig immer z.B. ab 13 Uhr schlafen. Wie bekomme ich denn diesen festen Rhythmus hin, der doch so wichtig zu sein scheint? Soll ich sie einfach zu einer festen Zeit hinlegen, egal ob sie müde ist oder nicht? Hätte ich nicht die Bücher gelesen, in denen mir das immer wieder ins Hirn gebrannt wird wäre ich jetzt total entspannt, denn Lia ist trotzdem ausgeglichen. So aber habe ich fast ein schlechtes Gewissen, dass die Kleine mit fünf Monaten immer noch keinen besonders festen Rhythmus hat.

Die ersten Zähne

Neulich dachte ich schon, jetzt bekomme ich die Rechnung dafür. Da fing sie unvermittelt an zu weinen, ohne Anlass. Was hat sie nur? Bauchschmerzen? Blähungen? Fehlt ihr die feste Tagesstruktur? Mag sie nicht mehr mit mir im Zug fahren? Sollten die Kritiker doch recht behalten? Ihr ständiges Kauen auf irgendwelchen Dingen interpretierte ich als Neugierde. Babys lernen ja vor allem über den Mund ihre Welt kennen. Dabei kamen schon die ersten beiden Zähnchen! Lia ist erst 5 Monate alt, ich hatte so früh noch nicht damit gerechnet. Also kaufte ich ihr einen Beißring, den ich erst mal sterilisieren wollte. Schlechte Idee. Plastik ging kaputt, das Wasser, das das Zahnfleisch kühlen soll, wenn Baby drauf beißt, floß raus. Nicht mitgedacht. Während des Stillens fällt das Denken sowieso etwas schwerer.

Bald gibt’s das erste Mal Brei. Ich dachte ja immer, dass man erst mit sechs Monaten den Kleinen Brei geben soll, auch wegen des Allergierisikos. In der neuen Ausgabe von „Ökotest – Ratgeber Kleinkinder“ habe ich gelesen: Um Allergien vorzubeugen soll man die ersten vier Monate voll stillen. Das empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung in ihrer neusten Leitlinie zur Allergieprävention. Nach vier bis fünf Monaten sollte dann Beikost gefüttert werden. Die früher empfohlene Einführung von Beikost erst ab dem sechsten Monat als Präventionsmaßnahme gegen Allergien bei Risikokindern (mein Mann und ich haben Heuschnupfen) wird von der DGE nicht mehr angeraten, weil es nach neusten Studien keine Belege für den Nutzen gibt. Statt mögliche Allergene zu meiden soll sich der Körper von Anfang an damit auseinandersetzen. Also gibt’s neben der Muttermilch nächste Woche den ersten Brei. Das wird ein Abenteuer! Ich werde berichten!

Alles Liebe

Eure Andrea

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Mit dem Baby auf Reisen

Freitag, 23. Oktober 2009 | 07:54 Uhr | von andrea

Ich habe kapituliert. Vor dem Reisen mit Baby im Auto. Als ich neulich nach einem Dreh von Leipzig nach Hause in den Taunus fuhr brauchte ich für die Strecke 5 ½. Ich stand in vier Staus, an einem Sonntag. Lia nörgelte, weil sie die Hosen voll und Hunger hatte und ich war am Rande eines Nervenzusammenbruchs, weil ich nicht gleich abfahren konnte, um sie irgendwo zu wickeln und zu füttern. Ein absoluter Albtraum. Lia ist nicht verhungert. Sie war nur reichlich frustriert, weil sie erst 20 Minuten später ihre Milch bekam. Und mir brach es fast das Mutterherz. Abgesehen davon, dass es nicht gut ist für Babys Rücken so lange in der Babyschale zu liegen. Also beschloss ich, zukünftig meine Reisen nach Magdeburg und Leipzig zum mdr nur noch mit der Bahn zurückzulegen. Ich hatte das bis dahin nicht in Erwägung gezogen, weil ich doch so viel Kram mitnehmen muss. Keine leichte Übung wenn Du allein mit Kind im Kinderwagen unterwegs bist. Aber es findet sich immer ein Weg. Meine Freundin hat ihn mir gezeigt. Sie schwärmte vom Reisen mit Kind im Kleinkindabteil der Deutschen Bahn. Rücksack auf den Rücken, Kind vorn in der Babytrage und Babyautositz in den Kinderwagen. Denn die Taxis haben nur Kindersitze, keine Babyschalen. Habe extra beim Taxidienst angerufen und nachgefragt. Was machen denn Eltern, die kein Auto und somit keine Babyschale haben, wenn die mal mit dem Taxis fahren müssen? Die Kleinen hätten ja so schön viel Platz in dem Kleinkindabteil, da könne man sie auch wickeln und wenn es schläft kann man den Kinderwagen in die 1. Klasse stellen und sich dazu setzen. Also zog ich los und kaufte den größten Rucksack, den ich kriegen konnte (Ich muss in Braunschweig umsteigen. Und mit Kinderwagen und Koffern ist das äußerst unpraktisch, das geht mit so einem Rucksack besser). Ein 65 Liter Teil, womit man um die Welt reisen kann. Ich brauche so was für zwei Tage mit meiner Tochter. Schließlich müssen meine und ihre Sachen rein, Moderationsklamotten, Schuhe, ein viel zu großer Sterilisator (warum konnte man bisher noch keine kleinen Teile für die Reise erfinden?) und Flaschenwärmer. Da sind 65 Liter schnell befüllt. Meine Mutter muss meiner Tochter ja die abgepumpte Milch geben wenn ich arbeite, deshalb brauchen wir eben diesen Kram. Mein Riesenrucksack hätte eigentlich nicht gereicht, wenn meine Mama nicht die andere Hardware mitgebracht hätte im Auto aus Berlin. Windeln, Babydecke, etc. Die Autoschale konnte ich zu Hause lassen, weil meine Mama sich angeboten hat, den einen Kilometer vom Bahnhof zum Hotel in Magdeburg mit dem Kinderwagen zu Fuß zu gehen, sodass ihr Mann, ich und mein übergroßer Rucksack im Auto fahren könnten. Alles eine Frage der Organisation…

Klein, kleiner, Kleinkindabteil
Da meine Freundin mir ja so vom Kleinkindabteil vorschwärmte habe ich den Kinderhimmel auf Erden, im Zug erwartet. Und ich wurde so enttäuscht. Das Kleinkindabteil im ICE von Frankfurt Richtung Berlin ist ein ziemlich kinderunfreundliches Abteil. Sechs Sitze, drei auf jeder Seite, in der Mitte ein großer Tisch und kaum Platz sich zu bewegen. Kinder sind in diesem Abteil gezwungen stillzusitzen. Ich hatte Glück, dass das Abteil nicht ausgebucht war, so konnte ich die Kinderwagenschale auf zwei Sitzen abstellen (dabei stand mir ja nur einer zu) und Lia so liegend bespaßen. Sie ist ja erst vier Monate, da liegt sie ja noch viel, da kann ich sie mir ja nicht drei Stunden auf den Schoß setzen. Wenn das Ding voll ist habe ich Pech. Ich dürfte mich dann wohl in die 1. Klasse setzen, da wo die Kinderwagen abgestellt werden. Aber dazu muss ich Glück haben, dass der Platz dort auch frei ist, wo der Kinderwagen steht. Später kam dann eine Mutter mit Kind rein, das Kind war total enttäuscht. Neulich, in dem anderen Zug, war das Kinderabteil doch so schön, sagte es. Der Schaffner erklärte mir, dass auf dieser Strecke Frankfurt-Berlin in den ICEs alle Kleinkindabteile so sein würden wie das, in dem ich gerade sei. Super, genau mit diesem ICE muss ich aber immer fahren! Juhu. Das wird ein Krampf, wenn Lia älter wird und sich mehr bewegen will. Das geht in einem normalen Kleinkindabteil sehr gut. In „meinem“ nicht. Dabei wurden diese Abteile gerade erst neu eingerichtet. Mit Sicherheit von einem Planer, der kein Kind hat. Danke Deutsche Bahn!

Zwiebel-Look für Kinder

Ich fand es übrigens schwer zu entscheiden, wie ich Lia für die Reise anziehen soll, weil es in ICEs doch immer recht kühl ist. Ich habe immer noch nicht so ganz den Dreh raus, wie Lia am besten angezogen ist. Mein Mann meint regelmäßig, ich würde sie zu warm anziehen. Aber dieses Problem, so habe ich mittlerweile erfahren, haben viele Eltern. Die meisten Mütter ziehen ihre Kinder wärmer an, als es die Väter tun. Die Mütter meinen immer, das Kind würde frieren, die Väter nicht. Aber in den meisten Fällen setze ich mich durch, auch wenn das nicht immer ganz ohne Diskussion abgeht.

Tag für Tag was Neues
Lia ist jetzt vier Monate alt und seit wenigen Tagen dreht sie sich allein auf den Bauch. Wir haben nichts dazu getan, auf einmal lag sie auf dem Bauch, das ging so schnell! Wir drehten sie wieder um, waren mal kurz in der Küche (sie lag auf dem Boden, also sicher), als wir wieder kamen lag sie schon wieder auf dem Bauch. Sie protestiert dann aber bald, weil sie nicht von allein wieder zurückkommt. Wir waren sehr überrascht über diesen Entwicklungsschritt, hatten ihn noch nicht erwartet. Jeder Tag ist jetzt so spannend, es passiert so viel, jeden Tag was Neues. Wir kommen aus dem Staunen gar nicht mehr raus.

„Speikinder sind Gedeihkinder“
Was sich allerdings nicht geändert hat ist die Sache mit der Spuckerei. Lia spuckt nach jedem Trinken immer einen ordentlichen Schwall wieder aus. Auch zwei Stunden später noch. Nachts ist es überhaupt kein Problem, aber tagsüber geht echt die Post ab. Natürlich haben wir uns als Ersteltern Sorgen gemacht, aber die Kinderärztin ist zufrieden mit Lias Gewicht. Und genau darauf kommt es an. Wenn die Babys normal zunehmen gibt es keinen Grund zur Sorge. Dann gilt der Spruch: „Speikinder sind Gedeihkinder“. Aber es ist einfach nur nervig. Und kann dauern, bis die Kleinen Brei bekommen. Also erst um die Weihnachtszeit herum, dann ist Lia im siebten. Monat. Würde Lia Flaschennahrung bekommen, könnte ich ihr Spezialmilch geben, die etwas angedickt ist und somit im Magen bleibt. Aber Lia bekommt meine Muttermilch. Und so heißt es wohl „Augen zu und durch“. Ich habe neulich in einem Buch gelesen, dass es helfen könnte, wenn ich auf Milchprodukte verzichte. Seit drei Tagen esse ich mein Müsli also morgens mit Reismilch. Schmeckt ganz gut. Noch hats allerdings nichts gebracht. Und das bedeutet für mich, ich verbringe weiterhin jeden Abend mit der Waschmaschine. Die wird einem echten Härtetest unterzogen. Unsere Waschmaschine läuft praktisch rund um die Uhr, weil wir nicht nur Lias Klamotten mehrmals am Tag wechseln müssen, sondern auch unsere. Denn Lia spuckt am liebsten dann, wenn man es nicht mehr erwartet. Im Gegensatz zu meiner Mutter habe ich allerdings keine Freude am Wäschewaschen, aufhängen, bügeln und einräumen. Ich fluche nur die ganze Zeit rum, weil ich ja so schon wenig Zeit habe, die Dinge zu erledigen, die tagsüber liegen geblieben sind. Steuern, E-Mails beantworten, Babyblog schreiben…. Das bleibt nun noch länger liegen, weil ich mich erst um die Wäsche kümmern muss. Wie schaffen das bloß Familien mit zwei oder mehr Kindern? Wie bekommen die ihren Alltag organisiert?

Ich kriegs ja nicht mal auf die Reihe, zu Hause meine Rückbildungsübungen zu machen! Ich jammere immer noch über meinen Bauch. Neulich habe ich gelesen, dass man den Babybauch schnell weg bekommt, wenn man fünfmal am Tag 100 Mal den Bauch einzieht. Dazu muss man gerade sitzen und den Rücken anlegen. Die Übung kann ich ja überall machen. Wenn ich nur nicht ständig vergessen würde dran zu denken! Demnächst moderiere ich wieder eine große Abendshow im mdr. So langsam kann ich mich ja nicht mehr damit entschuldigen, dass ich „gerade“ ein Kind bekommen habe. Viele Mütter haben nach vier Monaten ihre Figur doch schon wieder ganz gut im Griff. Zumindest die Mütter, die beim Fernsehen arbeiten. So ist jedenfalls mein Eindruck. Aber ich kann ja schummeln. Ich ziehe einfach wieder dieses total unerotische Bauch-weg-Höschen an und lasse mich zusätzlich in eine Corsage schnüren. Das macht ´ne tolle Taille! Für zwei Stunden kann man das schon mal aushalten. Was bin ich froh, dass es solche Figurschummler gibt!

Alles Liebe, bis bald!
Eure Andrea

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Die Leiden der jungen Mutter

Donnerstag, 08. Oktober 2009 | 21:19 Uhr | von andrea

Ich habe Rücken, Haarausfall, ich bin vergesslich und ich habe keine Disziplin in Bezug auf Essen, was bedeutet, dass die 5 kg nach der Geburt immer noch an mir kleben und unansehnliche Fettröllchen formen. Sogar am Rücken, das finde ich besonders schlimm. Bis vor kurzem fand ich meine 5 kg zu viel gar nicht schlimm. Aber ich habe mich diese Woche selbst im Fernsehen gesehen, an einem Tag an dem ich etwas Unpassendes für eine Sitzposition anhatte (im Stehen vertun sich Fettröllchen oft ganz gut) und bekam einen Schock. Passenderweise ging es an dem Tag auch noch um Diäten… Karen Webb und Yvonne Ransbach sehen im Fernsehen nach der Geburt ihrer Kinder genauso aus wie vorher, die hatten offensichtlich viel Selbstdisziplin und haben auf Schokolade, Eis und Kuchen verzichtet, viel Salat und Fisch gegessen und jeden Tag ihre Rückbildungsgymnastik gemacht. Ich vergesse einfach, meine Übungen zu machen. Und das sieht man auch. Ehrlich, über den Tag denke ich nicht dran. Und abends, wenn Lia schläft und ich endlich die Dinge erledigen kann, die mit einem wachen Baby nicht gehen (z.B. für den Babyblog schreiben), dann denke ich auch nicht dran. Erst im Bett… Allerings habe ich für „DVHD- Die verrückteste Hitparade Deutschlands“ eine super Lösung für die Speckröllchen gefunden. Ein geschnürtes Korsett. Das drückt alles weg, gibt Dir Deine Taillie zurück (zumindest für zwei Stunden, immerhin) und Du kannst nicht krumm stehen (worauf die Fettröllchen ja immer nur warten, damit sie sich ins rechte Licht setzen können). Bauchweg-Hose und geschnürtes Korsett – das sind gerade meine Retter für den Bildschirm. Ist ja okay, wenn man sieht, das ich mehr drauf habe, ich will ja gar keine 36 tragen, aber es sollte einfach ein bisschen Form zu sehen sein..

Wie bitte? Ach ja – hab ich ganz vergessen…

Die Vergesslichkeit, die Stilldemenz ist auch ein großes Thema. Die Stilldemenz ist fast noch schlimmer als die Schwangerschaftsdemenz. Ich habe manchmal sogar richtige Wortfindungsstörungen. Ich habe im September recht viele Fernsehsendungen aufgezeichnet, eine Abendshow sogar live im mdr moderiert, und ich hatte wirklich Bammel davor, ob ich die Leistung bringen kann, die man von mir gewohnt ist. Ganz einfach, weil ich so viel vergesse. Namen, Abläufe etc. Kaum habe ich einen Gedanken ist er auch schon weg. Gehe ich in ein anderes Zimmer, um was zu holen habe ich auf halber Strecke vergessen, warum ich gerade ins andere Zimmer wollte. Ich vergesse, Freunde zurückzurufen oder zurück zu simsen. Nur das Essen vergesse ich nicht…..

Die “jungen” Mütter

Aber ich habe heute beim Babyschwimmen gesehen, dass ich nicht allein bin mit meinem Problem. Fast alle Mütter haben noch einen ordentlichen Bauch vor sich her getragen und schienen ganz entspannt dabei. Außerdem fiel mir auf, dass fast alle Ende 30 waren. Und alles Neu-Mütter. Eigentlich erschreckend, dass die Mütter immer älter werden. Ich gehöre ja dazu, ich bin ja auch schon 37. Hätte ich gewusst, WIE großartig es ist ein Kind zu haben hätte ich schon früher eins bekommen. Meine Mutter und meine Schwester haben mit 21 ihr erstes Kind bekommen. Bei meiner Geburt war meine Mutter 29 und war damit 1972 eine ALTE Mutter. Heute sagen die Leute dagegen „Du bekommst jetzt schon ein Kind mit 29? Du hast doch noch Zeit!“ Je älter aber eine Mutter, so ist zumindest mein Eindruck, umso unentspannter ist sie mit ihrem ersten Kind. Meine Schwester war als 21jährige ziemlich gelassen mit ihrem Sohn, war nicht so kompliziert wie ich es manchmal bin. Ich mache mir oft viel zu viele Gedanken und Sorgen in meinem Streben, mit meiner Tochter alles richtig zu machen. Wobei, inzwischen habe ich schon Fortschritte gemacht, ich bin schon etwas entspannter geworden (aber noch nicht so entspannt wie meine Schwester damals). Ich höre viel mehr auf mein Gefühl, meinen Instinkt und habe schon lange keinen Ratgeber mehr angerührt.

Impfen Pro und Kontra

Ach doch, ein Impfbuch. „Impfen Pro und Kontra“. Das hätte ich besser nicht getan. Hinterher war ich viel verunsicherter als vorher. In der Familie haben wir eine Heilpraktikerin, die riet mir davon ab Lia impfen zu lassen. Daraufhin besorgte ich mir das Buch. Das ist allerdings nicht ausgewogen, das ist viel mehr Kontra als Pro. Beim Lesen, was bei so einer 5 – oder 6fach Impfung alles passieren kann, ist mir echt schlecht geworden. Ich dachte, das kann ich meinem Kind doch nicht bewusst antun? Riskiere ich eine Behinderung? Autismus? Krampfanfälle? Im Bekanntenkreis haben wir ein Kind, dass seit seiner 6fach-Impfung behindert ist. Ich habe neulich eine Folge von „Private Practice“ gesehen, ind er die Masernimpfung diskutiert wurde. Die Mutter wollte ihre beiden jüngsten Söhne nicht impfen lassen, weil der Große seit der Impfung autistisch ist. Eins der ungeimpften Kinder erkrankte dann an Masern und starb… Das sieht man mit ganz anderen Augen, wenn man selbst ein Kind hat… Ausschlaggebend für meine Entscheidung, Lia doch impfen zu lassen, war eine Kinderärztin aus Köln, die Naturheilverfahren anwendet. Sie, die nur im Notfall Antibiotika verschreibt, wenn keine homöopathischen Kügelchen mehr helfen, sie insisitierte, ich solle Lia impfen lassen. Sie hat schon Kinder sterben sehen an HIB, an Masern. Ich wusste ja, sie empfiehlt das nicht, weil sie mit mir Geld verdient, denn Lia wird ja von einer anderen Ärztin behandelt. Sie ist wirklich überzeugt davon. Also haben wir unsere Kleine Anfang der Woche impfen lassen. Allerdings nur 5fach. Ich gebe zu, mir war nicht ganz wohl dabei. Aber ich glaube inzwischen, das Richtige getan zu haben. Lia hat die Impfung auch bestens weg gesteckt. Abends ein bisschen geweint, erhöhte Temperatur erst nachts im Schlaf, ging ganz schnell wieder weg und am nächsten Tag war es so, als hätte es nie eine Impfung gegeben. Lia war putzmunter, guter Laune und hat nicht wirklich viel geschlafen. Als wir beim PEKIP waren war sie gut drauf wie immer.

Kinderbetreuung – ein Albtraum

Ja, ich gehe mit Lia zum Pekip. Und zum Babyschwimmen. Und wäre der Babymassagekurs nicht am gleichen Tag wie der Babyschwimmkurs würde ich auch noch dahin gehen. Ich bin genauso wie der Typ Mutter, über den ich mich früher immer lustig gemacht habe. Im Ansatz zumindest. Ich gebe zumindest nicht damit an, was Lia schon alles kann und ich gebe anderen Müttern nicht ungefragt irgendwelche Ratschläge. Ich versuche wenigstens ab und zu mal, ein Thema anzusprechen, das nicht mit Kindern zu tun hat, aber man landet dann doch imemr ganz schnell wieder beim Thema Kind. Zur Zeit beschäftigt uns gerade die Betreuungssituation. Um die Kleinen mit 2 in den Kindergarten zu schicken musst Du Dich ja jetzt schon anmelden. Ich weiß gar nicht, ab wann ich Lia in den Kindergarten schicken will. Ich arbeite ja eh jetzt schon wieder und regel das mit der Betreuung über meine Mutter und meinen Mann. Noch geht das, noch kann ich Lia zu Dreharbeiten mitnehmen, das wird bald nicht mehr so einfach sein. Und dann wäre es schon gut, wenn wir einen Kindergartenplatz hätten. Im Osten, da wo ich herkomme, ist das viel einfacher, da gibt es viel mehr Plätze für Kinder. Im Frankfurter Raum ist die Situation katastrophal. Meine Nachbarin wollte nach einem Jahr wieder arbeiten gehen. Aber sie bekommt einfach keinen Betreuungsplatz für ihre Kleine. Sie könnte sie für 500€ im Monat zu einer Tagesmutter geben. Da sie halbtags arbeiten will würde sie einen Großteil ihres Verdienten dafür ausgeben, dann das Kind betreut wird, damit sie arbeiten kann, um am Ende doch kaum Geld übrig zu haben. Ich hoffe sehr, die neue Regierung kümmert sich auch um dieses Problem.

Alles Liebe!

Eure Andrea

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Von Eingeständnissen und Abenteuern

Freitag, 11. September 2009 | 18:22 Uhr | von andrea

Ertappt. Ich bekenne mich schuldig. Ich bin ein bisschen so wie die Mütter, die im Spiegelartikel „Kinder der Angst“ beschrieben wurden. Da heißt es: „Bei der Erziehung vertraut eine neue Elterngeneration lieber auf Experten als auf das eigene Urteil. Mütter und Väter leben in ständiger Sorge, etwas falsch zu machen. Was ihnen fehlt ist Gelassenheit“ Meine Mutter hatte die Gelassenheit, meine Schwiegermutter hatte sie, meine Schwester auch, als sie mit 21 Mutter wurde (das ist 24 Jahre her). Warum habe ich die nicht? Die haben damals nicht dutzende von Büchern über Schwangerschaft, Geburt und Babys gelesen. Warum lese ich alle möglichen Bücher aus Angst, etwas falsch zu machen? Warum muss ich lesen, was richtig ist, statt auf meinen Mutterinstinkt zu hören? Ich habe ihn, nur manchmal vertraue ich ihm zu wenig. Ich lausche, was er sagt und hole mir dann die Bestätigung im Ratgeber. So ein Blödsinn. Ich muss definitiv noch gelassener werden. Sonst ende ich wie Lisa Mohr in dem Spiegel-Artikel. Da heißt es weiter: „Wenn sich Lisa Mohr Sorgen macht, steht sie am liebsten vorm Bücherregal. Auf Seite 69 in „Unser Baby – Das erste Jahr“ steht geschrieben weshalb ihre Tochter Layla, acht Wochen alt, manchmal nicht glücklich ist. Auf zwei Spalten Text wird erklärt, warum Babys weinen. Die Gründe: “Bauchweh”, “Nähe brauchen”, “Überanstrengung” und “Langeweile”. Lisa Mohr blättert weiter. Ab Seite 70 kann sie lesen, wie viel Geschrei normal ist: Fast drei Stunden im Schnitt weinen Babys täglich. Alles andere wäre bedenklich. Lisa Mohr ist froh. Sie hat es jetzt schwarz auf weiß, ihre Sorgen scheinen berechtigt. Tochter Layla weint oft, mehr als drei Stunden am Tag werden es sein. Nun können Hebamme und Kinderarzt noch tausendmal sagen: “Das Kind ist gesund. Der Anfang ist anstrengend.” Lisa Mohr ist für derlei Beschwichtigungen gewappnet. Wenn keiner hilft, werden sich die Mohrs eben selbst helfen. Sie haben ja ihre Bücher. Von nun an konzentrieren sich Lisa und Stefan Mohr auf Kapitel zwei: “Vom sicheren Umgang mit dem Baby”. Lisa Mohr isst keine Zwiebeln und keine Paprika mehr, damit nichts Blähendes in Laylas Magen gelangt. Sie lässt tagsüber die Rollläden herunter, damit die Welt nicht hell ist, die Baby Layla aus Mamas Bauch nur dunkel kannte. Ehemann Stefan stellt in jedem Zimmer eine Wetterstation auf: 18 Grad Celsius bei konstanten 50 Prozent Luftfeuchtigkeit muss der Raum haben. Im Internet hat er gelesen, das sei der beste Schutz vor plötzlichem Kindstod.“ Vielleicht bin ich doch noch zu retten. Wir haben keine Wetterstation in jedem Zimmer, und wir dunkeln die Zimmer auch nicht ab. Außerden esse ich Paprika (aber keine Zwiebeln). Neulich habe ich sogar Orangen gegessen. Die waren im Obstsalat und ich hatte einfach vergessen, dass ich die nicht essen sollte, weil das Wundsein am Popo verursachen kann. Ist aber nichts passiert. Auch nicht, als ich Tomaten aß. Und so wie ich mit den Lebensmitteln langsam anfange, mich nicht streng an die Anweisungen in den Büchern zu halten, sondern durch eigene Erfahrung zu merken, was meinem Kind gut tut und was nicht (denn nicht alle Kinder reagieren auf Tomaten/Orangen, Knoblauch etc), so mache ich mich ganz langsam auch in anderen Bereichen etwas lockerer. Aber nur langsam. Ich wünsche mir selbst viel mehr Gelassenheit. Aber vielleicht kommt die ja mit den Monaten.

Das ganze Leben ein Abenteuer

Fakt ist: Elternwerden ist so ziemlich das Schönste, was einem passieren kann, aber auch das Abenteuerlichste. Baden ist ein Abenteuer. Freunde besuchen ist ein Abenteuer. Reisen ist erst recht ein Abenteuer, wenn man ein Baby hat…

Ich kenne eigentlich nur Babys, die es großartig finden gebadet zu werden. Nur Lia nicht. In der Babybadewanne schreit sie die ganze Zeit, so dass ich sie aus Mitleid nach wenigen Minuten erlöse. Wenn ich es nicht täte würden die Nachbarn wahrscheinlich die Polizei rufen, so herzzerreißend klingt das. Dann haben wir es mit einem Badeeimer probiert. Das geht schon besser. Sie schreit darin nicht ganz so laut und auch nicht so lange. Aber das Gelbe von Ei ist es für sie auch nicht. Dabei will ich doch ab Oktober mit ihr zum Babyschwimmen. Wie soll das gehen, wenn Lia sich im Wasser offensichtlich nicht so wohl fühlt? Wir dachten, wir tun ihr mit der Baderei was Gutes. Stattdessen quälen wir unser Kind damit. Aber sie kann doch nicht ungebadet bleiben….

Der neue Trend: Wechselklamotten – immer und überall

Neulich haben wir Freunde besucht und haben das erlebt, was man nicht erleben möchte, wenn man mit seinem Kind woanders ist. Die Windel war übervoll. Sie war so voll, dass sie schon überquoll, wenn Ihr versteht. Ist überhaupt nicht peinlich vor dem Besuch! Die denken ja, dass wir unser Kind über Stunden nicht gewindelt hätten. Oh nein, Lia schafft diese Menge mit einem Mal. Aber bis dahin war es noch nicht so schlimm. Wir hatten solche Geschichten immer nur von Anderen gehört und gehofft, wenn es uns trifft, dann sind wir hoffentlich zu Hause. Waren wir aber nicht. Und ich kann Euch sagen, das ist eine Sauerei, das sauber zu machen. Gott sei Dank stinkt das noch nicht so, solange die Würmchen nur Muttermilch bekommen. Aber angenehm ist es trotzdem nicht. Und dann kannst Du nur beten, dass Du nicht vergessen hast Wechselklamotten einzupacken. Auch für Dich. Denn Lia beherrscht das Kunststück sich zu entleeren gerade dann, wenn die Windel ab ist. Und das kann einen dann schon mal treffen. Also immer Wechselkleidung für Mutter und Kind in die Wickeltasche packen. Und auf verständnisvolle Mitmenschen hoffen…

Kurztrip oder Umzug?

Vorletzte Woche bin ich das erste Mal mit Lia allein verreist. Für 2 ½ Tage. Ich war schon eine Woche vorher aufgeregt. Und ich habe zwei Tage vorher angefangen zu packen, damit ich auch bloß nichts vergesse. Am Ende sah mein Wagen so aus als würde eine Großfamilie auswandern. Der Kinderwagen komplett hinten drin (das war für mich das größte Wunder – dass ich einen ganzen Kinderwagen im Kofferraum eines Cabrio unterbringen kann), Koffer und Reisetaschen, Stillkissen, Babytrage auf der Rückbank, Kind neben mir mit ausgeschaltetem Airbag. Ich habe die Abfahrt extra so gelegt, dass Lia schlafen müsste, wenn ich mich auf die 400km lange Strecke nach Magdeburg begebe, wo ich jeden Monat das Mitteldeutschlandquiz „Quickie“ aufzeichne. Also nach der Mahlzeit. Aber gerade dann, wenn man meint, man weiß, wie sich das Kind verhalten wird (nämlich schlafen) tut es das Gegenteil. Obwohl Lia gut getrunken hatte und es schön ruckelte im Auto bliebt sie lange wach. Aber sie war entspannt und guckte einfach durch die Gegend. Nur ich war reichlich angespannt. Jedes Auto, an dem ich vorbei fuhr, war für mich eine potentielle Gefahr. Würde es ausscheren, wenn ich im toten Winkel bin? Die LKW und die Transporter sind besonders schlimm. Ich fuhr ganz anders als sonst, mit einem ganz anderen Bewusstsein. Und viel langsamer. Ich liebe es ja eigentlich schnell zu fahren, aber mit Deinem Baby an Bord (nein, wir haben nicht so einen Aufkleber am Heck!!!) wird plötzlich alles ganz anders. Da werden aus 180 km/h 120 km/h. Und die Fahrt dauert statt 3 1/2 Stunden 5 Wir haben 3 mal zwischendurch Pause gemacht. Denn Babys sollen nicht zu lange in der Autoschale sitzen. Ist nicht gut für ihren Rücken. Ich war schon gespannt, wie Lia den Ortswechsel aufnehmen würde. Erst die lange Autofahrt, dann übernachten im Hotel. Ich habe mir viel zu viele Sorgen gemacht, Lia war so was von entspannt und schlief wunderbar im Hotel in ihrem kleinen Nestchen. Dann stand am nächsten Tag mein erster Arbeitstag nach der Geburt bevor. Die Aufzeichnung der Quizshow „Quickie“. Mir war mulmig deswegen. Zum Einen, weil ich schon unter Schwangerschaftsdemenz leide und öfter mal Wortfindungsstörungen habe und entscheidende Dinge innerhalb weniger Minuten vergesse, aber vor allem deshalb, weil ich meine Kleine zum ersten Mal abgeben musste (wenn man von dem Mal absieht als ich beim Friseur war und mein Mann für sie da war). Dieses Mal würde sich die Oma um Lia kümmern. Auch wenn ich meiner Mutter 100 Prozent vertraue hatte ich trotzdem einige Schwierigkeiten loszulassen und mich nur der Arbeit zu widmen. Meine Mutter musste jede Stunde einen Bericht abliefern, wie es läuft. Die Arme. Lia, ihre Oma und ihr Opa waren ein tolles Team und ich habe die Sendungen ohne große Gedächtnislücken über die Runden gebracht.


Der Bauch muss weg

Um wieder in Form zu kommen (bei einem Job im Fernsehen nicht ganz unwichtig) gehe ich zum Rückbildungsyoga. Keine leichte Aufgabe, da zu entspannen wenn das Würmchen dabei ist. Wir sind fünf Frauen und irgendein Kind quäkt immer. Allerdings sind sie schlagartig still, wenn man sie für einige Übungen unter sich auf der Matte hat. Ziemlich spannend für das Kind. Aber nicht wirklich enstspannend für mich, da ich von meinem Kind zu sehr abgelenkt werde. Naja, letztlich geht’s ja vor allem darum, die Muskulatur wieder auf Vordermann zu bringen. Entspannen kann ich mich, wenn Lia schläft. Meine Herrschaften, ich hatte schon wieder vergessen, welche Muskeln ich im Körper habe…. Es wird Zeit, dass die wieder was zu tun bekommen und sich meinen um meinen Bauch kümmern. Ich habe neulich die Moderationssachen von vor der Schwangerschaft anprobiert. Nicht eine einzige Jacke hat mir gepasst. Nicht mal dann, wenn ich den Bauch einzog. Ich hatte das Gefühl, ich bin breiter geworden!!! Hilfe!!!! Größe 38 war mal, jetzt ist es die 40. Das war ein frustiger Tag. Alle erzählen doch immer, dass die Pfunde so schnell purzeln, wenn man stillt. Bei mir purzelt gar nichts. Bei mir wird auf der Stelle getreten. Nun ja, ich tu auch nicht besonders viel dagegen. Ich habe schließlich viel mehr Appettit auf Süßes als noch in der Schwangerschaft. Ich weiß, nicht gut, gar nicht gut. Aber ich will auch nicht drauf verzichten. Jetzt noch nicht. Ich bilde mir ein, ich brauche das ein bisschen. Das ist doch noch die einzige Zeit, wo ich es ungestraft darf. Beim Stillen braucht man über 700kcal mehr am Tag. Das sage ich mir bei jedem kleinen Stück Schokolade oder Kuchen, dass ich genieße. Die 5 kg gehe ich dann im nächsten Jahr an…. Nach Weihnachten. Dann ist Lia älter als sechs Monate. Das wird mein Vorsatz für das neue Jahr. 5 kg abtrainieren. Mit dem Rauchen habe ich das vor 4 Jahren auch geschafft. Letzte Zigarette an Silvester 2005 und dann nie wieder eine angerührt….

Das ist jetzt ein bisschen lang geworden, aber ich hatte mich ja auch lange nicht gemeldet. Wie gesagt, mit so einem kleinen Baby bleibt vieles liegen.

Alles Liebe, Eure Andrea

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Zwei Monate

Donnerstag, 13. August 2009 | 23:05 Uhr | von andrea

Früher habe ich mich immer lustig gemacht über die Mütter, die mit ihren Kinderwagen in der Fußgängerzone mit anderen Müttern zusammen beim Kaffee sitzen und nur ein Thema kennen. Kinder. Und jetzt? Mache ich genau das. Ich treffe mich regelmäßig mit meiner Freundin und ihrer Tochter, die nur 4 Wochen jünger ist als Lia, zum Spazierengehen und Eisessen und es gibt fast nur das Thema Baby. Das gibt es aber nicht nur, wenn ich mich mit ihr treffe. Auch sonst rede ich ständig über das Kinderthema. Dabei wollte ich genau das nie! Ich habe mich im Vorfeld auch lustig gemacht über die Pekip-Mütter. Was ist überhaupt Pekip? Was ist PEKiP? Da krabbeln 6-8 Babys nackt durch den Raum und bekommen neue Sinneseindrücke. Oder so ähnlich. PEKiP ist ein handlungs- und situationsorientiertes Konzept der Familienbildung. Das heißt: Spiel und Bewegung mit Babys. Kinder und Eltern in ihrer Entwicklung begleiten. Das Baby bewusst wahrnehmen. Eigene Fähigkeiten entdecken. Miteinander in Kontakt kommen. Gemeinsam neue Spiele ausprobieren. Spielpartner sein. Voneinander lernen. Babys treffen andere Gleichaltrige. Eltern tauschen sich aus. Im Kontakt mit anderen eigene Wege finden. Das ist PEKIP laut eines Prospektes. Ich habe mich von meiner Freundin dazu überreden lassen. Wir gehen dann zusammen dahin. Ich bin noch ein bißchen skeptisch und gleichzeitig in total neugieriger Erwartung. Und zum Babyschwimmen will ich auch! Ich weiß, einige schütteln jetzt sicher den Kopf und meinen ich ticke nicht mehr richtig. Und so viel Aktivität so früh ist überhaupt eine Sünde. Ich habe akzeptiert, dass dieser Wunsch nun einmal in mir ist und kann mich nur fügen. Auch wenn das gegen alle Vorsätze verstößt die ich mir vor der Geburt gemacht habe… Das wird uns fast in Terminstreß bringen. Mittwochs Pekip, donnerstags Babyschwimmen, freitags Rückbildungskurs.

Das Gazellen-Gefühl fehlt noch

Auf den Rückbildungskurs freu ich mich schon. Ich fühle mich gerade ziemlich unförmig. Ich weiß, acht Wochen nach der Geburt darf man keine Wunder erwarten. Aber das heißt ja auch nicht, dass ich die zusätzlichen Polster lieben und bis ans Ende meiner Tage mit ihnen glücklich sein muss. Dabei hat die Natur das so eingerichtet, dass Frau nach der Geburt 2-4 kg mehr auf den Rippen hat, sogenannten Stillspeck. Reserven von 18.000-36.000 Kalorien, die für das Herstellen der Milch gedacht sind und im Laufe von drei bis vier Monaten dafür aufgebraucht werden. Naja, ich habe nach zwei Monaten 5 Kilo mehr auf den Hüften. Immernoch. Vielleicht habe ich den Rat der Hebamme, fünfmal am Tag zu essen, doch etwas zu genau genommen… Zumal ich ja auch jeden Tag was Süßes naschen muss. Für meinen Job als Moderatorin beim Radio kein Problem. Als Moderatorin beim Fernsehen schon eher. Da erwartet man eigentlich unausgesprochen, dass frau wieder in Form ist, wenn sie vor der Kamera steht. Aber ich möchte mich nicht unter Druck setzen. Ich darf (und will) ja keine Diät machen wenn ich stille. Hatte trotzdem gehofft, der Bauch würde schneller seine ursprüngliche Form wieder finden.. Heute musste ich Blusen in Größe 40 kaufen. Das hat mich schon gewurmt. Größe 40 habe ich vor 12 Jahren getragen, als ich genauso viel wog wie jetzt, mich aber ziemlich unwohl fühlte in meiner Haut. Wenn man bei einer Größe von 162cm 68 kg wiegt dann wirkt man eben nicht gerade wie eine Gazelle. Aber jetzt habe ich immerhin eine gute Entschuldigung dafür. Die Stillerei. Wenn man stillt sieht man nun mal aus wie Dolly Buster, die Milch muss ja irgendwohin. Und die wiegt ja auch ein bisschen was. Für die TV-Aufzeichnungen muss ich allerdings neue Sachen kaufen gehen. Solche, die meine zusätzlichen Rundungen gut kaschieren. Gar nicht so einfach, so was zu finden…. Und dann gibt es da auch noch das Problem mit den Stilleinlagen. Man sieht die Dinger durch die Kleidung! Trage ich sie nicht habe ich möglicherweise irgendwann einen Fleck in der Kleidung – ziemlich peinlich. Trage ich sie, zeichnen sich unter einfarbigen Tops deutlich die runden Umrisse ab. Sieht auch blöd aus. Ich habe noch keine Lösung für das Problem gefunden.

Premiere: Vater-Tochter-Tag

Ab 10. Oktober moderiere ich wieder in hr3. An diesen Samstagsvormittagen wird mein Mann dann die Kleine hüten. Mit eingefrorener Muttermilch klappt das wunderbar. Wir hatten gerade Premiere des Vater-Tochter-Tages. Weil ich beim Friseur war. Ich rief jede Stunde zu Hause an, um zu fragen, ob alles okay sei. Dabei vertraue ich doch meinem Mann, dass er alles im Griff hat. Hatte er auch! Ich habe mir völlig grundlos Sorgen gemacht. Und was hätte ich aus der Ferne auch schon machen können? Trotzdem musste ich wenigstens fragen. Das Loslassen ist für Mütter wohl immer schwer, egal für wie lange. Und dabei leidet auch nur die Mutter. Dem Kind machts wahrscheinlich gar nichts aus, wenn es ja gut versorgt wird. Und so kann ich mich auch mal frei machen von meinem schlechten Gewissen. Und die Blicke einiger Mütter besser ertragen, die mich schief anschauen, weil ich 2,5 Monate nach der Geburt wieder arbeite. Wenn auch nur tageweise.

Schmusetuch-Attacke

Ich glaube, in einer meiner Sendungen werde ich auch mal das Thema „Geschenke zur Geburt“ einbauen. Damit nicht alle mit Schmusetüchern zugeschüttet werden. Wir waren schon kurz davor, unseren Paketlieferanten zu adoptieren. Fünf Wochen lang klingelte er fast jeden Tag bei uns und übergab uns ein Päckchen für Lia. Und in jedem Dritten war ein Schmusetuch…. Eins süßer als das Andere. Aber was soll Lia mit all den Schmusetüchern? Wenn Eure Freunde also ein Kind erwarten schenkt ihnen bitte kein Schmusetuch. Sie stapeln sich alle nur im Regal und die meisten davon bleiben unangerührt, weil das Kind sich ja nur eins, vielleicht maximal zwei aussucht. Wir haben sonst viele praktische Dinge bekommen, über die wir uns sehr gefreut haben. Badehandtuch, ein Paket mit Windeln, Beruhigungssaugern, Babybäuchleinöl, Wundcreme für den Popo etc. Und viele Klamotten. Gut ist es, wenn diese schon eine oder ein paar Nummern größer sind. Denn die meisten Eltern sind für den Anfang ja gut ausgestattet. Was aber kaum jemand hat und womit man eine Riesen Freude machen kann: mit gestrickten Babyschuhen, die man zubinden kann! Denn die Babys verlieren ständig ihre Socken und bekommen dann kalte Füße. Wir haben ein paar gestrickte Schühchen bekommen, die man am Fußgelenk zubinden kann. Der Hit! Seitdem hat Lia immer warme Füße. Eins der besten Geschenke zur Geburt. Jetzt, nach acht Wochen, kehrt wieder Ruhe ein. Wir vermissen unseren Paketlieferanten sogar schon ein bisschen. An dieser Stelle liebe Grüße an ihn.

Und an Euch, bis bald!

Eure Andrea

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