Eine Nacht.
Acht Geschichten.

Jetzt durch die Nacht scrollen.

In die Dunkelheit

Das ist 8 MAL Nacht

Was passiert nachts in Hessen, während fast alle schlafen? Das zeigt 8 mal nacht, ein multimediales Projekt der Redaktionsvolontäre des hr.
Ob Prostituierte, illegaler Sprayer oder Obdachlose am Flughafen – die Reporter haben Menschen getroffen, die einen besonderen Bezug zur Nacht haben. Dafür sind sie in die Nacht eingetaucht und bis an ihre Grenzen gegangen.

Sie haben sich in eine Telefonsex-Hotline eingeklinkt, im Kasino ihr letztes Geld verzockt oder sich bewusst Schlafentzug ausgesetzt.
8 Geschichten, 8 Blickwinkel auf die Nacht – in Kooperation mit:logos_abstand

 

So funktioniert 8 mal nacht

Scrollen Sie sich durch diese ganz besondere Nacht. Alternativ sind die Beiträge über das Menü in der Ecke oben rechts ansteuerbar.

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Zur Orientierung sind alle Beiträge jeweils mit einem Zeitstrahl versehen. Dieser zeigt, in welchem Zeitraum die Geschichten entstanden sind.

Zuhause am Flughafen

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Wenn das Terminal zum Wohnzimmer wird

Zwischen Check-in-Schaltern, Gepäckwagen und Urlaubern bleiben sie unbemerkt: Obdachlose, die am Frankfurter Flughafen leben. Als Touristen getarnt schlafen sie an den Terminals – der Airport ist ihr Zuhause.

von Sarina Haase, Oliver Mayer und Karsten Schmehl

Vier Wochen später – Stefan Tetzlaff findet zurück ins Leben

Sein Leben hat sich jetzt grundlegend verändert. Vier Wochen nach dem Bericht trat Tetzlaff einen Job bei der Hofheimer Baufirma „itasi“ an – als Elektroinstallateur, seinem Lehrberuf. Firmenchef Frank Wingerter hatte sich beim hr gemeldet und Tetzlaff einen Job angeboten, nachdem er in der Berichterstattung von dessen Schicksal erfuhr.

„Ich bin total glücklich wieder gebraucht zu werden. Die Arbeit macht mir totalen Spaß“, freute sich Tetzlaff nach seinem ersten Arbeitstag. „Wir waren uns sicher,“ sagt Wingerter, „ihm muss einfach nur mal wieder jemand auf die Beine helfen, ihm eine Chance geben.“

Sex sells

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Das Geschäft mit dem Sex

Ein neues Prostitutionsschutzgesetz wirbelt das Rotlichtmileu auf. Ist es Schutz oder Strafe? Wenn nachts die meisten Geschäfte auf Eis liegen, läuft ein Gewerbe erst richtig heiß: das horizontale.

von Sara Bhatti und Selina Rust

Eine Repression für viele Prostituierte wie Renée, weil sie sich in Zukunft unter ihrem Klarnamen melden müssten – statt wie bisher unter einem falschen Namen. Freier könnten sich zudem strafbar machen: wenn sie beispielsweise unwissend eine Zwangsprostituierte für Sex bezahlen. Ein neues Prostitutionsschutzgesetz – Schutz oder Strafe?

Im Portrait: Die Prostituierte Reneé, der Pornostar Kitty und Freier Frank. Drei Menschen, die in der Welt der Prostituion leben. Renée überwindet sich, mit Freiern zu schlafen, Frank genießt die Nähe zu den Frauen und Kitty macht Karriere mit Pornofilmen. Zwischen Rotlicht, ungeschütztem Sex und Preisverfall erzählen die Protagonisten des 8-mal-nacht-Filmes ihre Geschichte.

Ruf mich an!

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Selbstversuch in der Sexhotline

Eine Reporterin. Ein Telefon. Die Stimme eines stöhnenden Mannes. Was passiert, wenn nachts die Leitungen bei den Sexhotlines heißlaufen? Kim Horbach macht den Selbstversuch – und eine persönliche Grenzerfahrung.

von Kim Horbach

Drei Nächte wach

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Ich. Darf. Nicht. Schlafen.

Was ist Traum? Was ist Realität? Reporterin Corinna Klingler bleibt drei Tage und Nächte wach. Dabei stößt sie an ihre körperlichen Grenzen.

von Corinna Klingler, Selina Rust und Dunja Sadaqi

Totgearbeitet

Was bei Corinna Wahrnehmungsstörungen verursacht hat, endete bei einem jungen Mann sogar mit dem Tod.

Eigentlich regeneriert und stärkt sich der menschliche Körper nachts beim Schlafen. Er war ehrgeizig, einer der Besten. Sein Lebenslauf war perfekt. Die Zeitungen schrieben, er habe sich totgearbeitet, angeblich drei Tage nicht geschlafen.

Das ist die Geschichte eines deutschen Studenten, der als Praktikant bei einer Londoner Bank gearbeitet hat. Ein fiktives Hörspiel.

Tod durch Schlafmangel?

Während wir schlafen, arbeiten andere sich zu Tode. Und das wortwörtlich. 100-Stunden-Wochen, Nächte voller Arbeit mit wenig oder ganz ohne Schlaf, davon erzählen Praktikanten aus der Bankenbranche. Doch kann Schlafmangel wirklich zum Tod führen? Hier die wichtigsten Fakten zum Durchklicken.

12 Tipps: Gut schlafen

Schlafmangel und die Seele

Schlafmangel und der Körper

Kann ich an Schlafmangel sterben?

Ghostsprayer

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Wer erschafft die Geister?

„Ich nenne sie Gesichter. Geister. Aber Du kannst sie nennen, wie du willst.“ Durch die Nacht mit dem anonymen Ghostsprayer.

von Selina Rust und Dunja Sadaqi

Alles auf Rot

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Als Zocker im Kasino

Wie fühlt sich ein Spieler, der nachts im Kasino sein letztes Geld setzt? Reporter Aydogan Makasci leert sein Konto und zockt.

von Aydogan Makasci und Oliver Mayer

„Rien ne va plus!“ Aydo hört die Stimme des Croupiers wie durch Watte. Und dann rollt sie. Die kleine Roulettekugel springt klackernd von Feld zu Feld. Schwarz, rot, schwarz, rot. Aydo kneift die Augen zusammen, kann für einen Moment nicht hinsehen. Adrenalin rauscht in seinen Adern, das Herz schlägt bis in den Bauch. Dieser eine Moment entscheidet heute Nacht. Sieg oder Niederlage?

Vorbereitet für vollen Einsatz

Zwei Stunden zuvor: Aydo sitzt am Steuer seines dunkelblauen Wagens. Perfekt gestylt für einen Kasino-Besuch – schwarzer Anzug, Krawatte, Sonnenbrille. In der Spielbank will er in dieser Nacht herausfinden, wie sich ein Zocker fühlt, wenn er sein letztes Geld aufs Spiel setzt.

Aydo räumt das Konto

Er hält an der Bank und hebt sein gesamtes Geld ab, das er noch auf dem Konto hat: 270 Euro. Falls er beim Roulette verliert, kann er seine Miete nicht bezahlen. Trotzdem will er setzen – alles auf Rot!

Schlechtes Omen?

Und dann das: Plötzlich leuchtet hinter seinem Steuer ein gelbes Lämpchen auf – der Tank ist fast leer. „Oh Mann, wenn ich heute verliere, kann ich mir nicht mal mehr die Tankfüllung leisten“, platzt er heraus. Das Risiko geht er ein – um wirklich zu verstehen, wie sich ein Zocker im entscheidenden Moment fühlt: „Nichts geht mehr!“

Und das passierte danach

Herzrasen, Kontrollverlust, Adrenalin pur! Nach dem Spielrausch spricht Oliver mit Aydo darüber, wie er sich im alles entscheidenden Moment gefühlt hat – als es hieß: „Rien ne va plus!“

Die Analyse an der Tankstelle: Konnte sich Aydo die Tankfüllung leisten? Oder musste ihm sein Kollege aus der Patsche helfen? Und kann Aydo verstehen, warum das Zocken für manche so reizvoll ist?

Grusel, Grauen, Gänsehaut

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Auf Gespensterjagd mit hessischen Geisterjägern

Totenstille auf der Burg Frankenstein – doch dann leuchtet plötzlich das Messgerät der Geisterjäger auf.

von Dunja Sadaqi

Schnapsidee

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Das Sauf-Experiment

Die besten Ideen kommen im Vollrausch. Was ist dran an dieser Theorie? Wir wollen diesen einen brillanten Einfall – und probieren es aus.

von Aydogan Makasci und Oliver Mayer

Verrauchte Kneipe, gesellige Runde. Das Bier fließt und plötzlich ist sie da: diese eine perfekte Idee! Blöd nur, dass sie keiner notiert hat – am nächsten Morgen ist sie wieder weg.

Dieses Mal wollen soll es anders werden: Wir wollen das Kreativ-Hoch nutzen und einen Film produzieren. Wir trinken ganz bewusst. Warten darauf, dass uns die Ideen zufliegen, schreiben sie auf und drehen einen Film mit Oscar-Potenzial – mindestens! Soweit der Plan.

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Der Startschuss fällt im Frankfurter Bahnhofsviertel. Anbruch der Dunkelheit. Überall Schilder in grellen Neonfarben, Bars mit Lockangeboten wie „Gratis Bier zum Schnaps“.

Schwierigkeits-Upgrade

Wir bestellen den ersten doppelten Sambuca und hoffen auf brillante Einfälle. Um das Experiment ein bisschen schwieriger zu gestalten, haben wir im Vorfeld unsere Facebook-Freunde gefragt, welche Begriffe wir in den Film einbauen sollen. Mit Wörtern wie sowjetisch-chinesische Chefchemiker-Konferenz, Push-up, Firmament oder Grumpy Cat eine Geschichte erzählen? Nüchtern kaum möglich. Sicher aber in betrunkenem Zustand.

Geschichte mit Oscar-Potenzial

Mehr Alkohol muss her! Die Kreativität steigt proportional zum Pegel – das ist zumindest unser Gefühl.

Es ist an der Zeit für harte Drinks: „Zombie“, „Long Island Iced Tea“, „Knock-Out“. Wir kommen in Plauderlaune, fühlen uns kreativ.

Innerhalb einer halben Stunde verbinden wir die scheinbar unzusammenhängenden Wort-Vorschläge unserer Facebook-Freunde zu einem – unserer Meinung nach – überragenden Gesamtkonzept: Mühelos fallen uns Szenarien und Schauplätze in der Frankfurter Innenstadt ein, mit denen wir unseren Film umsetzen können.

Wo wollten wir anfangen?

Doch plötzlich, ohne Vorwarnung, ist das Kreativitätsfenster wieder geschlossen. Und wir bleiben ratlos zurück: Was war unser Konzept? Wo wollten wir anfangen? Auf einmal ergibt gar nichts mehr Sinn. Von unserem oscar-verdächtigen Drehbuch sind höchstens noch Fragmente übrig. Aber drehen müssen wir trotzdem – irgendwas. Wie gut sind unsere Vollrausch-Ideen wirklich? Die Kamera läuft…

What the fact?

Wir sind 8 mal nacht

Die hr-Volos

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Corinna Klingler

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Kim Horbach

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Sara Bhatti

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Oliver Mayer

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Selina Rust

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Karsten Schmehl

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Sarina Haase

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Dunja Sadaqi

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Aydogan Makasci

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Die Trainer

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Philipp Schild

hr-fernsehen
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Patrick Abele

hr-online
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Stefan Bücheler

hr-iNFO
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Sebastian Gehrlein

YOU FM
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Roberto Tossuti

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